{"title":"Rezepte: Speisekarte Antipasti","description":"","products":[{"product_id":"karotten-balsamico-minze","title":"Rezept: Marinierte Karotten","description":"\u003cp\u003eIm Frühjahr 2010 eröffnete am Münchner Maximiliansplatz in einem ehemaligen Autohaus ein Restaurant. Alle spekulierten, berichteten, schwärmten: Über das neuartige Konzept, die moderne Inneneinrichtung, das Erlebnis an sich. Über die marinierten Karotten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003eLa Baracca\u003c\/em\u003e war die luxuriöse Variante der Systemgastronomie. In mehreren Räumen saßen Menschen unter hohen Decken und bestellten kleine Portionen über Geräte, die wie die Vorgänger der heutigen iPads aussahen. Das war modern und anders, einwandfrei funktioniert hat es allerdings selten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eTrotzdem war das Restaurant monatelang ausreserviert. Wenn man mal zufällig spontan einen Platz bekam, saß man meist ziemlich beengt an einer Theke - was dann auch okay war, immerhin bekam man überhaupt einen Platz. Der Besuch war immer ein Erlebnis. Denn irgendwie fühlte man sich in den riesigen Räumen mit dem warmen Licht und den vielen Menschen gar nicht mehr wie in München. Sondern eher wie in London oder New York. Soviel weitläufige Eleganz war man nicht gewöhnt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e2013 verschwand \u003cem\u003eLa Baracca\u003c\/em\u003e ziemlich plötzlich wieder. Es folgte ein anderes italienisches Restaurant, das nur kleine Teile der großen Fläche nutzte und nicht nur mit dem Raumangebot, sondern auch mit vielen anderen Dingen überfordert schien. Da haben auch die wieder eingeführten Bedienungen nichts geholfen. Auch die \u003cem\u003eLa Baracca\u003c\/em\u003e-Filialen in anderen Städten, die nach und nach eröffneten, sind wieder verschwunden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGeblieben ist die Erinnerung an ein interessantes Konzept, für das die Zeit wohl noch nicht reif war. Und an ein paar Gerichte, die ich nie wieder so gut gegessen habe. Zum Beispiel jene marinierten Karotten, die es in einem kleinen Topf als Vorspeise gab und die ich seit meinem ersten Besuch bei \u003cem\u003eLa Baracca\u003c\/em\u003e zuhause nachgekocht und seitdem immer weiter perfektioniert habe.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDas Restaurant gibt es längst nicht mehr, aber die Erinnerung an diese marinierten Karotten, die es in einem kleinen Topf als Vorspeise gab sehr wohl\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIch koche dafür Karotten (bereits in kleine Stücken geschnitten), bis sie noch etwas Biss haben – also nur sehr kurz. Lasse sie ein bisschen abkühlen und vermische sie dann mit fein gehackter Minze, gerösteten Pinienkernen, etwas Knoblauch, Balsamico (wer alles etwas süßer mag, kocht den Balsamico kurz mit Honig auf, bis er leicht eindickt) und sehr gutem Olivenöl. Nachdem sie ein bisschen durchgezogen sind, werden sie lauwarm serviert.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas klingt zunächst unspektakulär, ist aber eine geschmackliche Offenbarung, die in ihrer Kombination gleichermaßen überrascht wie überzeugt. Natürlich kennt jeder Karotten, und auch Minze und Knoblauch sind alte Freunde. Die Mischung aber lässt etwas ganz Neues entstehen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eHeute habe ich die marinierten Karotten seit Monaten wieder einmal gemacht und war sofort begeistert wie beim ersten Mal. Eine schöne Erinnerung.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789677580556,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Marinierte_Karotten_3ab19426-9221-47de-b7dd-0f8445078530.jpg?v=1778532743"},{"product_id":"rondini","title":"Rezept: Rondini","description":"\u003cp\u003eNeben all den bekannten großen, kleinen, runden und länglichen Kürbissen, die dem interessierten Gemüsekäufer in den letzten Wochen angeboten werden, gibt es eine Sorte, die vor allem Bioläden um diese Jahreszeit im Angebot haben. Dort wird sie \u003cem\u003eRondini\u003c\/em\u003e genannt, wobei ich mir unsicher bin, ob diese italienisch klingende Bezeichnung wirklich verlässlich ist. Die faustgroßen, runden (daher wahrscheinlich der Name), dunkelgrünen Früchte sehen aus wie runde Zucchini. Sie unterscheiden sich aber deutlich durch ihre feste und harte Schale. Kocht man sie ca. 15 Minuten in Wasser (unbedingt vorher ein kleines Loch in die Schale machen, damit der Kürbis nicht platzt) und halbiert sie dann, kann man erstmal einen guten Esslöffel Kerne entfernen. Was dann noch übrig bleibt, ist eine Schicht aus zartem, hellgelbem Fleisch, das einen ausgesprochen feinen, unvergleichlichen Geschmack besitzt. Man kann es direkt aus der Schale löffeln, am besten mit ein bisschen Butter und Salz.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEin kleiner runder, buttrig aromatischer Kürbis, den man kochen, halbieren und auslöffeln kann wie ein Ei – das ist der sogenannte Rondini-Kürbis\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWem das zu rustikal ist, der kocht während der Garzeit der \u003cem\u003eRondini\u003c\/em\u003e eine einfache Käsesoße (ich habe dafür Morbier und ein bisschen Parmigiano Reggiano benutzt), schmeckt sie kräftig mit Pfeffer ab und gibt sie dann in die frisch aufgeschnittenen Kürbis-Hälften. Dafür einfach eine leichte \u003cem\u003eBesciamella\u003c\/em\u003e herstellen. Etwas Butter in einem kleinen Topf schmelzen und mit Mehl bestäuben. Rühren bis die Masse fester (aber nicht braun) wird. Dann unter ständigem Rühren mit Milch aufgießen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Käse in der Soße schmelzen und eventuell mit Muskatnuss abschmecken. Oben drauf gab es von mir noch ein wenig sehr feingehackte Schalotte und ein paar Petersilienblätter.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZum Essen wird dann einmal umgerührt um das süße Kürbisaroma mit dem würzigen Käse zu vermischen. Schmeckt großartig und sieht ebenso hübsch aus. Empfehlenswert.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789677613324,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/rondini_78fae053-81a9-42ef-b835-f439f2dc7437.jpg?v=1778532743"},{"product_id":"cardi-al-pomodoro","title":"Rezept: Karde","description":"\u003cp\u003eWann immer ich die ersten Karden des Jahres entdeckte, ist meine Freude riesig. Denn dieses Gemüse gehört meines Erachtens zu dem Feinsten, Geschmackvollsten, was man in der Küche verarbeiten kann. Ich kann dieses stachelige Monstrum gar nicht genug loben, was vielleicht auch daran liegt, dass unsere Beziehung seit jeher wechselhaft und von Startschwierigkeiten gezeichnet war. Aber wie so oft, ist die Freundschaft dann umso inniger.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eZum ersten Mal sah ich die riesigen, blassen Keulen vor einigen Jahren im Winter auf einem Markt in Frankreich\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eZum ersten Mal sah ich die riesigen, blassen Keulen vor einigen Jahren im Winter auf einem Markt in Frankreich. Dort stapelten sie sich an jedem Stand und sahen mit ihren Stacheln so widerspenstig aus, dass ich sie zwar fasziniert, aber nicht begeistert betrachtete. Später begegneten sie mir immer in verschiedenen Rezepten und Büchern. Leider ausgerechnet immer dann, wenn sie gerade nirgends zu bekommen waren.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Karde\" class=\"alignnone size-full wp-image-681\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/kardi_0001.jpg?v=1773996405\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003eAuf dem Markt in Mulhouse, ganz links auf dem Verkaufstresen: die Karde.\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIm letzten Winter dann war ich ein paar Tage in der Schweiz und wollte mir unbedingt ein paar eingelegte Exemplare im Glas mitnehmen. Dort hat das Gemüse eine lange Tradition und wird als \u003cem\u003eCardon\u003c\/em\u003e sogar in der Gegend um Genf als AOC-geschütze Spezialität kultiviert. Nach vielen Fragen, die ich vielen ratlosen Schweizern stellte, musste ich irgendwann tatenlos wieder abreisen und hatte seitdem ein Ziel: Die perfekte Karde selbst einzukochen.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"cardi-agrodolce\" class=\"size-full wp-image-682 alignleft\" height=\"900\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/cardi-agrodolce.jpg?v=1773996407\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003e… nach tagelangem Kampf im Glas…\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAlso besuchte ich Münchens Gemüsehändler. Spina, der sie oft anbietet, hatte keine. Auf dem Markt suchte ich sie ebenfalls vergeblich. Irgendwann entdeckte ich in dem absolut großartigen türkischen Supermarkt Verdi in der Landwehrstraße eine ganze Kiste, die ich sofort mitnahm. Die nächsten Tage waren von verletzten und verfärbten Händen gezeichnet, aber irgendwann hatte ich tatsächlich neun Gläser feinste Karde in Agrodolce in der Küche stehen. Seitdem ist das Gemüse zwar in meiner Küche zwar fast immer verfügbar, es wird aber allein aufgrund der Mühe und Vorgeschichte immer etwas besonderes  bleiben.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Karde\" class=\"alignnone size-full wp-image-667\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/ess_0001.jpg?v=1773996410\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003e… nach dem Besuch im Ofen…\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWeil aber natürlich frisch trotz allem immer besser ist als aus dem Glas, habe ich mich dem widerspenstigen Kraut nun wieder angenommen. Diesmal in der klassischsten Variante, wie sie in unzähligen Variationen auf italienischen Webseiten genannt wird. Dort heißt sie meist \u003cem\u003eGobbi\u003c\/em\u003e oder \u003cem\u003eCardi al Pomodoro\u003c\/em\u003e und wird paniert in Tomatensoße überbacken. Das macht viel Arbeit, ist aber eine herrliche Aufgabe für dunkle Herbstabende und das Ergebnis entschädigt für alles. Die im Tomatensud gegarten und mit Parmigiano Reggiano gratinierten artischockenartigen Karden schmelzen auf der Zunge und man fühlt sich so weihnachtlich und innerlich warm, wie höchstens noch nach einem großen Topf Minestrone.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAlso Leute, kauft Karden! In Italien findet ist vor allem eine Gegend im Piemont für das Gemüse berühmt. In Nizza Monferrato gibt es sogar eine eigene, geschützte Variation.\nAbgesehen vom Genuss ist dieses Gemüse mit all seinen Bitterstoffen nämlich auch noch außerordentlich gesund und wird teilweise sogar als Heilmittel gegen alles mögliche verkauft.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Karde\" class=\"alignnone size-full wp-image-668\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/ess_0002.jpg?v=1773996413\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003e… \u003cem\u003eund endlich auf dem Teller\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789677744396,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/1040136-3_0bb0412d-69f9-49b4-b0fe-d8c5c7045e1d.jpg?v=1778532748"},{"product_id":"ruebstiel","title":"Rezept: Rübstiel","description":"\u003cp\u003eJa, die Überschrift heißt \u003cem\u003eRübstiel\u003c\/em\u003e und wahrscheinlich denkt dabei jeder sofort an Grünzeug, Kohl und Wintergemüse. Tatsächlich ist das auch ein irreführender Titel, denn der Rübstiel spielt bei dieser Vorspeise zwar eine Hauptrolle, ist aber keinesfalls der einzige Angeber auf dem Teller.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAber eins nach dem anderen: Rübstiel ist ein grünes Gewächs, das offenbar sowohl mit Rüben als auch mit Kohl verwandt sein kann. Im Netz findet man es manchmal auch als Übersetzung von Cima di rapa. Das ist natürlich Quatsch, denn der hier benutzte Rübstiel ist viel feiner, zarter, grüner und hat mit dem Rapa verwandten Brokkoli höchstens die Farbe gemein.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eRübstiel ist ein grünes Gewächs, das offenbar sowohl mit Rüben als auch mit Kohl verwandt sein kann – ist jedoch um ein Vielfaches feiner, zarter, grüner\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIch schneide den Rübstiel in kleine Stücke und dünste ihn kurz mit Knoblauch in Olivenöl. Das würde auch mit Cima di Rapa funktionieren, nur dass es bei diesem zarten Gemüse viel schneller geht. Gleichzeitig koche ich eine Art Tomaten-Confit, das ich mit hellem Balsamico, karamellisiertem Zucker und bitterer Orangenmarmelade abschmecke. Je kleiner (und aromatischer) hier die Tomaten sind, desto besser. Manchmal gibt es ganz kleine Datteltomaten aus Sizilien, die aussehen wie Miniatur-San-Marzanos und ein unvergleichliches Aroma besitzen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003e\u003cimg alt=\"Tomaten\" class=\"alignnone size-full wp-image-689\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/tomaten_01.jpg?v=1773996420\" width=\"1200\"\u003e\u003cbr\u003eTomaten, die auch als Pralinen dienen\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZum Schluss schneide ich eine Zitrone in feine Scheiben, die ich in Butter und Zucker schwenke und die - um ein paar Tropea-Zwiebelringe ergänzt - dann die Tomaten-Rübstiel-Pracht verzieren. Dann noch ein paar Scheiben Parmigiano Reggiano drüber.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWas für ein Teller! Und das ist nur die Vorspeise.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789677777164,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/ess_0004_d24acc89-e11d-4296-a29e-d7c0771c2747.jpg?v=1778532749"},{"product_id":"orso","title":"Rezept: Radicchio dell'Orso","description":"\u003cp\u003eWer gerne in Italien Gemüse kauft, kennt die unzähligen Radicchio-Varianten, die einem selbst im kleinsten Supermarkt begegnen. Neben dem klassischen, auch hier bekannten, roten Salat, gibt es den fast ebenso selbstverständlichen Treviso und diverse kleine Radicchio-Stauden in fast jeder erdenklichen Farbgebung. Selbst der Castelfranco-Salat ist - obwohl er nicht so heißt -  mit seinen grün\/rot gesprenkelten Blättern den Radicchio-Züchtungen zuzuordnen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDer Radicchio dell'orso, um den es in diesem Beitrag gehen soll, hat mit all dem trotzdem nichts gemein. Er ist kein Salat, streng genommen hat er noch nichtmal richtige Blätter. Vielmehr ist er ein wild wachsender Strunk, der sich in den Ausläufern der Alpen und auch dort nur in Höhen um die 2000 Meter findet und dessen Erntezeit sich auf wenige Wochen im Jahr beschränkt (hier gibt es eindrucksvolles Video über die Ernte).\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEntsprechend klein ist die Ausbeute und entsprechend selten ist er auch in Läden zu finden. Wenn man allerdings Glück hat, wird er als ganze Pflanze mit Wurzel und Grün kunstvoll in Agrodolce eingelegt angeboten.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"orso_0001\" class=\"alignnone size-full wp-image-1020\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/orso_0001.jpg?v=1773997736\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003eRadicchio dell'orso - als Schönheit im Glas\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBietet sich die seltene Gelegenheit zum Kauf, sollte man nicht lange zögern oder sich vom Preis abschrecken lassen. Seltene Pflänzchen haben nun mal ihren Wert. Und wer das Gemüse nicht sofort aus dem Glas isst, kann sogar eine veritable Vorspeise daraus bereiten. So wie ich es neulich getan habe, als mir ein Glas dieser Spezialität in einem kleinen Laden in der Nähe von Brescia begegnet ist.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"orso_0002\" class=\"alignnone size-full wp-image-1021\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/orso_0002.jpg?v=1773997733\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003e…auf dem Teller…\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch habe die einzelnen Pflanzen vorsichtig aus dem Glas gelöst und unter fließendem Wasser gründlich vom Essig befreit. Dabei kann man das Grün auch mal kräftig auswringen. Nach einer kurzen Trockenzeit habe ich den Radicchio in bestem Olivenöl gebadet und ihm anschließend eine Zudecke aus Käse spendiert. Hier eignen sich besonders die kräftigen, sehr würzig-reifen Käsesorten aus eben der Gegend, die auch das Gemüse beheimatet. Also Bagòss, alte Granas oder - wie in meinem Fall - der einzigartige \"Nostrano Lodrone\", ein Käse aus dem Trentino, so würzig wie eine ganze Alpenkräuterwiese. Die kleine Skulptur aus Gemüse, Käse und Öl kommt jetzt in den Kühlschrank und darf dort lange und intensiv durchziehen. Ich koche noch etwas Polenta dazu, ebenfalls ein typisches Gericht aus den norditalienischen Bergen und lasse auch sie abkühlen.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"orso_0003\" class=\"alignnone size-full wp-image-1022\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/orso_0003.jpg?v=1773997739\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003e…zwischendurch…\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNach mindestens ein paar Stunden oder auch am nächsten Tag, warte ich bis Gemüse und Käse wieder Zimmertemperatur haben und brate in der Zwischenzeit kleine Polentastücke in Öl an. Dann wird serviert. Der würzige Radicchio vereint sich mit dem Käse, das Öl macht beides geschmeidig und die Polenta sorgt für einen milden Ausgleich. Dabei ist das Gemüse ja eigentlich mindestens drei: Die Wurzeln ähneln Spargelstangen, sind mild und haben Biss, während Stängel und Blätter immer bitterer schmecken, desto grüner sie sind. Am besten serviert man also ein Stück von jedem Teil der Pflanze.\nDiese Vorspeise ist so fein wie rustikal, so einfach wie besonders und - ohne Übertreibung - eine kleine Sensation. Und wunderschön noch dazu!\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cimg alt=\"orso_0004\" class=\"alignnone size-full wp-image-1023\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/orso_0004.jpg?v=1773997741\" width=\"1200\"\u003e\u003cbr\u003e\u003cem\u003e… und mit Polenta serviert\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789678301452,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/orso_0002_806e393a-08d7-4a07-b4a6-e22921790270.jpg?v=1778532766"},{"product_id":"chicoree-mit-preiselbeeren","title":"Rezept: Chicorée mit Preiselbeeren","description":"\u003cp\u003eDas ist heute zur Abwechslung mal ein sehr französisches Gericht, alle seine Zutaten stammen aus Frankreich, in diesem Fall habe ich sie sogar nach einem kleinen Besuch in Strasbourg vor einiger Zeit selbst nach München importiert. Nur der kleine Radicchio Rose, den ich dem Chicorée an die Seite gelegt habe, kommt aus dem Veneto. Man sollte die Zutaten aber in Deutschland genauso gut bekommen. Es ist ein einfach und schnell zubereitetes Mahl, das sowohl als Vorspeise, als Beilage, oder mit zwei Scheiben geröstetem Brot und einem Glas Weißwein als leichtes Abendessen durchgeht.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDer nussige und leicht säuerliche Crottin macht sich hier besser als andere Ziegen- oder Schafskäse, er überdeckt die zarten Aromen von Radicchio und Chicorée nicht\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIch habe den Chicorée und den Radicchio halbiert, jeweils eine Hälfte kurz und scharf in leicht gesalzener französischer Butter und etwas Olivenöl angebraten und dann gemeinsam mit einem ganzen Crottin de Chavignol für etwa sieben Minuten in den Ofen gelegt. Ich finde, der nussige und leicht säuerliche Crottin macht sich hier besser als andere Ziegen- oder Schafskäse, da er zwar durchaus charakteristisch würzig schmeckt, aber doch noch dezent genug ist, die zarten Aromen von Radicchio und Chicorée nicht zu überdecken. Außerdem ist seine Konsistenz toll – er ist nicht zu weich, nicht zu fest und bröckelt gut und leicht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn der Zwischenzeit habe ich eine Schalotte und ein Lorbeerblatt in der Pfanne in Butter angebraten, mit einem Schluck Sherry abgelöscht, Akazienhonig dazugegeben und schließlich die Preiselbeeren. Dann alles etwa so lange köcheln lassen, bis die Beeren aufgeplatzt sind und sich das Ganze zu einer geschmeidigen Soße entwickelt hat. Mit Salz, Pfeffer und eventuell noch einmal etwas Honig abgeschmeckt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZu den Preiselbeeren: Ich habe dafür wilde, ungesüßte Preiselbeeren aus dem Glas benutzt, die ich im Carrefour in Frankreich entdeckt habe. Sie waren lediglich im eigenen Saft eingelegt, was mir natürlich die Freiheit verschafft hat, sie ganz nach meinem Geschmack selbst zu süßen. Tatsächlich habe ich ihnen dann auch noch relativ viel Honig mit auf den Weg gegeben. Benutzt man jene bereits zur Marmelade eingekochte Preiselbeeren aus dem Glas, kann man auf den Honig eventuell verzichten und gibt einen Schluck Wasser in die Pfanne, damit die Konsistenz stimmt. Es darf allerdings ruhig eine recht süße Soße werden, das Sherry-Aroma, der würzige Käse und die bittere Note des Chicorées fangen das lässig auf.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann Gemüse und Käse aus dem Ofen holen. Der Chicorée bleibt nach dem Braten etwas knackiger, klarer, während der Radicchio in der angebratenen, gegrillten Form fast schon etwas Fleischiges bekommt - nebeneinander macht sich das sehr gut.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuf einem Teller anrichten, die Soße darüber sprenkeln und schließlich etwas von dem im Ofen warm- und weichgewordenen Crottin mit den Fingern abbrechen und darüber werfen, fertig.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789678792972,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/chicoree_0001_205cd8f7-733d-4187-bc80-85fbbdcc79a0.jpg?v=1778532782"},{"product_id":"tomatensalat","title":"Rezept: Sehr schneller Tomatensalat","description":"\u003cp\u003eIch besitze ein Buch namens \"Physiologie des Geschmacks\", in dem ein sehr tafelfroher Autor namens Anthelme Brillat-Savarin allerlei gastronomische Meditationen anstellt. Er schreibt darin so kluge Sätze wie: \u003cem\u003e\"Gleichgültig ob der Mensch ruht, schläft oder träumt, er steht immer unter dem Einfluss der Gesetze der Ernährung und kann niemals das Reich der Gastronomie verlassen.\"\u003c\/em\u003e \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eOder: \u003cem\u003e\"Ein schlecht ernährter Mensch kann nicht lange den Anstrengungen fortgesetzter Arbeit widerstehen. (...) Handelt es sich um geistige Arbeit, so entstehen nur kraftlose und ungenaue Gedanken, der Verstand weigert sich, sie aneinanderzuketten und die Urteilsfähigkeit, sie zu analysieren. Das Gehirn erschöpft sich in vergeblichen Anstrengungen, und so schläft man schließlich auf dem Schlachtfeld ein.\"\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch weiß genau, wovon der Mann spricht. Mir ist, wenn ich vor einem weißen Blatt Papier sitze und einen Text schreiben muss, oft urplötzlich sehr hungrig zumute. Ich fürchte auf meinem persönlichen Schlachtfeld einzuschlafen, wenn ich mich nicht sofort in die Küche begebe und anfange zu kochen. Je mulmiger mir an solchen Tagen angesichts des weißen Blattes ist, desto größer und unstillbarer wird mein Hunger. Manchmal muss ich dann leider den ganzen restlichen Tag in der Küche verbringen und dermaßen übertrieben kochen, als erwartete ich abends 15 Gäste. Ich muss das Arbeiten dann auf die Nacht oder den nächsten Tag schieben, was natürlich ungünstig ist, denn am nächsten Tag habe ich ja wieder Hunger. Nur leider aufgrund der am Vortag ausgereizten Deadline eigentlich keine Zeit mehr, ihm nachzugehen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDreieinhalb Minuten Zubereitung für einen Tomatensalat\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAn solchen Tagen retten mir Gerichte wie dieser bescheidene, aber irre befriedigende Tomatensalat das Leben. Er dauert genau dreieinhalb Minuten in der Zubereitung. Man nehme einige kleine, knallrote, honigsüße Tomaten, halbiere oder viertle sie je nach Belieben. Hacke eine Schalotte oder in meinem Fall eine sehr junge Tropeazwiebel. Dazu etwas frisches Basilikum und werfe alles in eine Schale. Dann gibt man ein paar kleine Klackse Ricotta dazu, am besten Büffelricotta. Denn der setzt mit seiner zarten, blumigen Würze noch eine ganze Geschmacksebene obendrauf. Olivenöl und etwas alten Balsamico drüber, ein Hauch Salz dran, ein getoastetes oder geröstetes Weißbrot anbei und schnell zurück mit Tomatensalat an den Schreibtisch.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789679022348,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Caprese_9da56fa3-1b7b-4b01-a940-7da8ef629312.jpg?v=1778532787"},{"product_id":"sommer-im-winter","title":"Rezept: Sommer im Winter","description":"\u003cp\u003eEine der interessantesten Zitrusfrüchte, die man neben Zitronen, Orangen und Mandarinen in der kalten Jahreszeit besonders frisch kaufen kann, ist die italienische Cedro. Deren Anbau hat unter anderem eine lange Tradition am westlichen Ufer des Gardasees. Dort, in der schönen Stadt Salò, wurde ihr zu Ehren bereits vor über 200 Jahren die Cedrata, eine der typisch italienischen Limonaden erfunden, die bis heute dort produziert und in ganz Italien verkauft wird. Aber auch sonst findet man die große Frucht überall dort, wo die Menschen eine ausgeprägte Zitronenkultur pflegen. In Südfrankreich entdeckt man sie gern als \u003cem\u003eCedrat\u003c\/em\u003e im Parfum und an der Amalfiküste oder überhaupt im Süden Italiens schneidet man sie gerne hauchdünn zum Salat auf.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Cedro ist noch immer etwas unterschätzt, dabei kann sie für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet werden\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas Besondere ist: Im Gegensatz zu ihren kleinen Verwandten (die Cedro wird gern mal so groß wie ein Handball), birgt diese Frucht so gut wie keinen Saft, sie besteht fast nur aus Schale. Die ist dafür mehrere Zentimeter dick und bildet die Grundlage für ihre meisten Verwendungsformen, zum Beispiel kandiert als Zitronat, wie wir es in der Weihnachtsbäckerei benutzen. Aber auch die äußerste gelbe Haut kann und sollte man unbedingt mitessen, schließlich enthält sie die meisten für den vollen Geschmack verantwortlichen ätherischen Öle. Kocht man sie zusammen mit einem Lorbeerblatt aus und würzt das Ganze mit Honig, hat man einen Canarino, zu Deutsch Kanarienvogel. Ein vor allem in Süditalien beliebtes Heißgetränk und Hausmittel aus Cedro- oder Zitronenschale.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDoch zurück zum Essen: Wer einen guten Markt oder Gemüsehändler in der Nähe hat, sollte sich jetzt also ein frisches, schönes Exemplar der Cedro kaufen, wenn es geht gleich noch mit ein paar Blättern dran. Zusammen mit frischer Büffelmozzarella lässt sich daraus nämlich eine schnelle, einfache und doch außergewöhnliche Zwischenmahlzeit oder leichte Vorspeise machen, die in ihrer Frische und Einfachheit den nahenden Frühling erahnen lässt.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie unbehandelten Blätter von Zitrusfrüchten eignen sich bestens zum Grillen, aber auch zum Kochen von Brühe, Tee oder Limonade\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eZunächst wickelt man die Mozzarella in ein Blatt der Frucht. Dabei kann ein Zahnstocher oder ähnliches zur Fixierung sehr dienlich sein. Während diese Konstruktion nun unter den Grill wandert, um dort in wenigen Minuten ein bisschen Farbe und Wärme zu bekommen, schneiden wir die Cedro hauchdünn auf. Etwas salzen, dann den Käse dazu und das war es schon fast. Fehlt nur noch etwas Olivenöl. Die Frische der Frucht mischt sich auf interessante Weise mit der sämigen Konsistenz der warmen Mozzarella und das Blatt gibt seine leicht angeröstete Note dazu. So leicht, hell und so schön anzusehen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789679087884,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/02-Cedro-2_81465576-9ab6-4efc-b9b3-c90435be6b3e.jpg?v=1778532790"},{"product_id":"blumenkohl-mit-dill-und-kapern","title":"Rezept: Blumenkohl mit Dill und Kapern","description":"\u003cp\u003eDas erste Gericht, das ich mit Blumenkohl kannte, war Blumenkohl mit in Butter gebratenen Semmelbröseln. Der Blumenkohl wurde im Ganzen gekocht und die Semmelbröselbuttersauce darüber gegossen. Ich hab als Kind immer versucht, so wenig Blumenkohl und so viel Semmelbröselsauce wie möglich zu bekommen. Blumenkohl fand ich damals eins der fadesten Gemüse der Welt, irgendwas daran schmeckte für mich nach Tod und Altersheim.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas änderte sich irgendwann. Ich glaube, es war der Tag, an dem ich ein Kind kennenlernte, das den Blumenkohl aus dem Kühlschrank heraus roh aß. Ich probierte und merkte, dass dies das Geheimnis ist: Den Blumenkohl nie zu gar zu kochen. Sondern immer nur so leicht anzudünsten, dass er knackig bleibt und das kohlscharfe Aroma seines Rohzustands erhalten bleibt. Schon verwandeln sich Tod und Altersheim ins frische, helle Leben.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDas Geheimnis ist: Den Blumenkohl nicht zu verkochen, er muss knackig bleiben\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eSehr gern mag ich Blumenkohl daher bis heute als eine Art Carpaccio. Wobei Carpaccio natürlich nicht ganz die richtige Bezeichnung ist, weder handelt es sich beim Blumenkohl um Fisch oder Fleisch, noch lasse ich ihn vollständig roh.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch dünste ihn lediglich so lang in einem Sieb über gut gesalzenem Wasser, dass er noch bissfest bleibt und schneide dann seine Röschen so dünn es geht auf.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDarüber kommt auf dem Teller bestes Olivenöl, ein paar in gutem Weißwein oder Wasser gewässerte Salzkapern, fein gehobelter Parmigiano Reggiano, etwas Pfeffer und etwas Dill, fertig.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEin gutes Gericht für ein Sommerpicknick im warmen Gras\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDill? Klingt übrigens deshalb so unitalienisch, weil man ihn in Italien, wenn überhaupt, nur im Norden, vor allem in Südtirol und an der norditalienischen Ostküste isst. Wobei es, wenn ich meinen Recherchen trauen darf, angeblich im alten Rom auch ein Pesto mit Dill gegeben haben soll, das man traditionellerweise zu Spanferkel aß. Dill, Datteln, Kümmel, Honig, Senf, Oregano und Pinienkerne sollen in diesem Pesto gewesen sein. Könnte man sich mal für wann anders notieren. Schön ist jedenfalls, finde ich, dass herkömmlicher Dill in Italien neben \u003ci\u003eA\u003c\/i\u003e\u003cem\u003egneto\u003c\/em\u003e den schönen Namen \u003cem\u003eFinocchio Bastardo\u003c\/em\u003e trägt, Bastardfenchel.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAm besten isst sich dieses Blumenkohl-Carpaccio mit Dill und Kapern auf jeden Fall im warmen Gras. Und wer wie ich grad eine Flasche kalten Sancerre im Kühlschrank hat, sollte die dringend dazu öffnen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789679776012,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Blumenkohl-Dill_f5c048b4-1287-4c22-8ee0-5f21380d9d07.jpg?v=1778532807"},{"product_id":"la-minextra","title":"Rezept: La Minextra","description":"\u003cp\u003eEs ist bestimmt 25 Jahre her, dass ich bei Gualtiero Marchesi essen war. Damals führte er das Restaurant im Hotel \"l'Albereta\" nahe Bergamo und war bereits einer der besten, und vor allem der erste Koch Italiens, der mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde. In den letzten Jahren vor seinem Tod 2017 kam der große Meister zurück nach Mailand, hat Hamburger für McDonalds gestaltet und lehnte die in seinen Augen antiquierte Auszeichnung nach dem Sternesystem ab. Er lasse seine Küche doch nicht von Franzosen bewerten, wird er gerne zitiert. Auch ein Philosoph scheint an ihm verloren gegangen zu sein. Wer das nicht glaubt, dem seien verschiedene Fanseiten im Netz empfohlen. Dort findet man zum Beispiel diese wundervollen, eventuell etwas dilettantisch ins Deutsche übersetzten Gedanken über Pasta mit Tomatensoße:\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003e\"Wenn ich über Pasta mit Tomatensoße nachdenke, erinnert mich das an Vivaldis Primavera \u003cb\u003e\u003c\/b\u003e(der Frühling): Die Musik ist voller Licht, eine Symphonie der Freude. Es ist eine Explosion der Begeisterung, die ein starkes Gefühl der Wiedergeburt vermittelt, auch eine neuen Saison. Da ist es der Moment, wenn eine Tomate reift und wenn wir damit beginnen, all die frischen Düfte des Mittelmeers wahr zu nehmen. Meine Variante es zu kochen: glänzendes, geschmeidiges Olivenöl, für eine Tomatensoße aus frischen Tomaten, geschält und entkernt zubereitet. Lebensmittel die uns in ihrer Konsistenz und Weichheit ihren wertvollen Gehalt schon erahnen lassen, etwas Basilikum dazu. Und dann ganz leicht angekocht.\"\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eNur frisches, bissfest gegartes Gemüse, eine seidige Passata und etwas Tabasco\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eKlingt überzeugend und nachvollziehbar. Genau wie das Rezept für die Minextra, die er im Jahre 2015 für die Expo in Mailand kreierte. Die Zubereitung dieser einfachen Vorspeise ist schnell erklärt: Frisches Gemüse wird so gegart, dass es gerade noch Biss hat. Dann lässt man es abkühlen. Daneben wird eine Tomaten-Passata gekocht. Aus besten Tomaten, die zuvor von Kernen und Wasser befreit wurden, sodass nur die pure Frucht übrig bleibt. Die Passata wird mit etwas Tabasco gewürzt und - ebenfalls kalt - über die einzelnen Gemüsestücke gegeben. Jetzt noch großzügig Olivenöl darüber und etwas frisch geriebenen Pecorino.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBefolgt man Marchesis Rat und verwendet für jeden einzelnen Schritt nur die besten, frischesten, aromatischsten Zutaten und gibt sich mit der Zubereitung die allergrößte Mühe (das Gemüse muss wirklich \u003cem\u003eal dente\u003c\/em\u003e sein, die Passata wirklich gut abgeschmeckt sein, das Öl wirklich fantastisch sein), ist diese Vorspeise eine Sensation. So frisch, so leicht, so intensiv und so wunderschön habe ich ein Abendessen selten begonnen. Und sie macht wahnsinnig viel Spaß zuzubereiten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEs gibt bei YouTube ein Video, in dem Marchesi das Gericht erklärt. Und wer auch danach nicht genug von ihm hat, dem sei eines seiner unzähligen Bücher ans Herz gelegt. Zum Beispiel das relativ aktuelle \"Oltre il fornello\", wo er etwas großmäulig als \"König der Köche\" im Taschenbuchformat in leicht verständlichem Italienisch über das Kochen philosophiert. Es ist kein Kochbuch, auch keine Biografie. Aber eine angenehme Reiselektüre, die sofort Lust auf ein selbst zubereitetes Abendessen macht.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789679841548,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/minextra_0001_d3c747d6-a0e0-4d8c-b3e8-af8af73675ae.jpg?v=1778532808"},{"product_id":"barbabietola-rossa-e-gorgonzola-dolce","title":"Rezept: Rote Bete mit Gorgonzola Dolce","description":"\u003cp\u003eHier sehen wir eine meiner Lieblingskombinationen: Marinierte Rote Bete sehr dünn aufgeschnitten und mit zerlaufendem Gorgonzola Dolce vereint. Darüber ein paar zerstoßene, gesalzene und geröstete Pistazien.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEin paar Worte zur Roten Bete: Wer sie roh und samt Schale in die sommerliche Glut wirft, weil er grad eine Glut da hat, sehr gute Idee. Was dabei herauskommt, lässt sich mit gekochter roter Bete nur schlecht vergleichen. Lang in der Glut oder im Ofen gebackene Bete schmeckt rauchiger, süßer, dichter.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch habe in diesem Fall vorgekochte Rote Bete Knollen gekauft, die Schalenreste entfernt und sie in sehr dünne Scheiben geschnitten. Für solcherlei Aktivitäten verwende ich am liebsten den Kartoffelschäler, auch wenn es sehr viel stilvoller wäre, mein Gemüse zuverlässig so dünn mit meinem Messer aufschneiden. Auch die Mandoline ist hier aber ein ideales Werkzeug.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Vinaigrette mit den Händen in die Rote Beete einzumassieren hilft beiden Zutaten, bestmöglich zu fusionieren\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDann mache ich eine kleine Agrodolce-Variante, indem ich frisches Olivenöl, Weißweinessig, Akazienhonig, Salz und Pfeffer zu einer Vinaigrette mische und sie dann über die Rote Bete Scheiben gieße. Die jetzt am besten in einem tiefen Teller oder einer kleinen Schüssel liegen. Anstatt des Weißweinessigs und des Akazienhonigs kann man übrigens auch einen weißen Balsamico, ein sogenanntes Condimento bianco nehmen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Vinaigrette mit den Händen in die Rote Bete einzumassieren hilft beiden Zutaten, bestmöglich zu fusionieren. Sollten die Pistazie noch nicht geröstet und gesalzen sein, kurz mit etwas Salz in der Pfanne rösten und anschließend zerstoßen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Rote Bete auf dem Teller anrichten und großzügig den Gorgonzola dolce darüber geben, den ich für diesen Fall übrigens viel passender, weil geschmeidiger, gefälliger und harmonischer, finde als Gorgonzola piccante. Den Käse übrigens unbedingt rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Zimmertemperatur annimmt und beginnt zu zerlaufen. Nun nur noch die Pistazien dazu.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789680431372,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_02_08f01418-8d70-4292-928e-f14a9c3c358f.jpg?v=1778532820"},{"product_id":"fenchel-chicoree-nuesse","title":"Rezept: Fenchel, Chicorée und Nüsse","description":"\u003cp\u003eBittere Gemüse haben einen festen Platz in meiner Küche. Am liebsten bereite ich sie zu, bevor das eigentliche Essen losgeht. Ob mit Parmigiano Reggiano überbackener Radicchio als Vorspeise, eine kleine Artischockenlasagne als ersten Gang oder Chicorée mit Preiselbeeren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Bitterstoffe machen hungrig, sie bereiten den Bauch regelrecht auf das vor, was noch kommt und sind die perfekte, gesunde Einstimmung auf ein ausgiebiges Mahl. Man muss wirklich bedauern, dass sie dem laschen Massengeschmack zuliebe zunehmend weggezüchtet werden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuch der Fenchel birgt solch herb-interessante Eigenschaften wie das Bittergemüse, obwohl er nicht wirklich zu den Bitteren gehört. Dafür schafft er aber mit seinen vielschichtigen Aromen eine Würzigkeit, die ihn vom Gemüse oft zum Gewürz macht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Schöne an Salatgewächsen, Knollen und Kräutern generell ist neben ihrem ausgeprägten Wohlgeschmack, dass man sie auf so vielfältige Weise zubereiten kann: man kann sie warm und kalt essen, man kann sie gekocht und roh servieren. Oder eben einfach lauwarm.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSo habe ich es bei dieser Vorspeise gemacht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch habe Fenchel in dünne Scheiben geschnitten und dabei versucht, das Grün des Gemüses weitestgehend zu erhalten. Das sieht einerseits schön aus, gibt aber vor allem eine Menge Geschmack, die einem fast die Gewürze erspart.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann habe ich ihn vorsichtig in Öl gebraten, nur kurz von jeder Seite, sodass er ein wenig Farbe bekommen hat und gerade bissfest gegart war. Wer möchte, gibt ein bisschen Zucker und Butter dazu, dann karamellisiert das Gemüse. Karamellisierter Fenchel ist wahrlich ein geschmackliches Fest.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDanach kurz den Chicorée in die Pfanne, aber wirklich nur für ein, zwei Minuten, damit er ein bisschen was vom Geschmack aufnimmt und nicht mehr allzu roh ist. Parallel röste ich Walnüsse in einer kleinen Pfanne ohne Fett und füge dann alles auf einem Teller zusammen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSolange das heiße Gemüse auf die perfekte lauwarme Temperatur abkühlt, mische ich eine Vinaigrette zusammen. Aus bestem Olivenöl, etwas hellem Essig, Zucker, Salz, Pfeffer und scharfem Peperoncino. Der bildet einen guten Kontrast zum so ausgewogenen, milden Gemüse.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWeil das sehr schnell sehr scharf werden kann, drapiere ich nur wenige Teelöffel auf dem Teller. Den Rest machen die Gemüse und ihr Sud schon alleine. Und dann kann das Essen auch schon losgehen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789681250572,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/fenchel_01_5b3e2e8e-11db-4bec-a39a-45934b46270e.jpg?v=1778532840"},{"product_id":"fagioli-fritti","title":"Rezept: Fagioli Fritti","description":"\u003cp\u003eNeulich gab es zarte gelbe Bohnen beim Gemüsehändler. Ich musste sie sofort kaufen, so hübsch sahen sie aus. Und irgendwie hatte ich Lust auf frittierte Bohnen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBei Frittiertem denke ich immer an italienische Strandbäder und Wochenmärkte in der Hochsommerhitze – wo es 500 Meter gegen den Wind nach Pommes, frittierten Tiefkühlmeeresfrüchten und so weiter riecht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch denke aber auch an das Etablissement der Snack Bar. Das Wort „Snack Bar“ begegnet einem in Italien alle 100 Meter im öffentlichen Raum. Meistens gibt es in diesen Räumlichkeiten Plastikstühle, Kaffee, Panini, Pommes, Schokoriegel, Chips und natürlich Eistee, Tonic und Cola in Dosen aus dem Kühlschrank. Hin und wieder einen Kickertisch und einen Flipper. Viele Snackbars stehen aber auch leer, in der Fassade vergessen seit 1992 (oder auch 1981).\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWenn ich eine Snack Bar hätte, gäbe es dort frittierte Bohnen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWenn ich eine Snack Bar hätte (und das hätte ich gern), gäbe es dort frittierte Bohnen. Genau so wie ich sie gemacht habe. Ich habe jede Bohne einzeln durch einen recht flüssigen Teig aus Mehl, Wasser und Salz gezogen, dann kurz in Semmelbröseln gewendet in einen Topf heißen Olivenöls zum Frittieren versenkt. Dann etwas abtropfen lassen, noch Pfeffer und Salz drüber. Sind wie Pommes, nur eigentlich noch besser.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789681414412,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Bohnen_01_28da8fb0-a22e-425f-b6a3-c9859b24e355.jpg?v=1778532844"},{"product_id":"radicchio-al-forno","title":"Rezept: Radicchio al Forno","description":"\u003cp\u003eIn der Radicchio-Saison kann ich vor den Radicchio-Kisten beim Gemüsemann so lange stehen wie vor einem Gemälde. Die grünviolett gesprenkelten Castelfranco-Köpfe, die kleinen blutroten Grumolo rosso-Röschen oder die hellrosa bis pfirsichfarbenen Köpfe, die aussehen wie aus Seidenpapier gewickelt. Der feste längliche Trevisano, der sich lockende Tardivo. Was für ein exzentrisches Gemüse.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDer Anblick eines italienischen Radicchio-Verkaufsstands gleicht einer Kunstausstellung\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd der Radicchio ist nicht nur schön, er ist auch sehr vielseitig. Er macht sich gut in Nudeln, im Risotto, als Salat und auf der Pizza. Er passt immer. Mein persönliches Radicchio-Signature-Dish ist Radicchio mit Parmigiano Reggiano überbacken. Ich mache es oft, wenn ich eine Vorspeise machen möchte, die keiner kennt und allen schmeckt. Angesichts der allseitigen Bekanntheit von Radicchio scheint dies etwas verrückt, aber man kann die Leute mit dieser Vorspeise immer noch extrem beeindrucken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Beste daran: Sie ist so simpel, dass das Öffnen eines Tiefkühlpizzakartons und Rausfriemeln der Pizza mehr Arbeit bedeuteten würde.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan nehme die Blätter des Radicchios, lege sie auf einen Teller mit etwas Olivenöl, wende sie einmal und lasse sie sich dabei das Öl nehmen, das sie brauchen. Das hat mir neulich ein Koch gesagt, bevor er Gemüse auf den Grill gegeben hat: \"Nicht in Öl baden, nicht mit Öl begießen, einfach nur auf einen flachen Teller mit Öl legen, es nimmt sich schon, was es braucht.\" Danach lege man die Radicchio-Blätter eine Auflaufform. Bestreue sie mit Parmigiano Reggiano und ein klein wenig Salz (aber wirklich nur wenig, die restliche Würze übernimmt der Parmigiano Reggiano) und schiebe das Ganze unter den Grill, bis der Käse geschmolzen und leicht goldbraun geworden ist.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eRadicchio aus dem Ofen kann Vorspeise sein, Beilage oder Hauptspeise\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eFertig. Wer sich als Kontrast zum bitteren Gemüse  noch nach etwas Süße sehnt, gibt zusätzlich ein wenig  Balsamico Invecchiato drüber.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie perfekte Vorspeise. Geht aber auch als Begleitung natürlich, als Beilage - oder eben ganz für sich allein, für Abende oder Mittage, an denen man nur wenig Hunger hat, zusammen mit ein bisschen geröstetem Brot und Wein.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789681578252,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Radicchio_5bc65d66-c60d-4eea-b5bd-11bcd8443d0f.jpg?v=1778532850"},{"product_id":"frittierte-auberginen","title":"Rezept: Frittierte Auberginen","description":"\u003cp\u003eAuberginen gibt es in den verschiedensten Erscheinungsformen. Besonders gern mag ich sie, wenn sie klein sind. Das intensive Aroma und ihre kompakte Form machen sie so sympathisch und ästhetisch ansprechend. Man kann sie sich einfach eine nach der anderen im Ganzen in den Mund werfen.\nVor einiger Zeit haben wir schon mal kleine weiße Auberginen zubereitet, diesmal sind ihre dunklen Schwestern dran. Die Auberginen werden frittiert, mit würziger Bufala gefüllt und dann kurz in kräftiger Tomatensoße gegart. Insgesamt also die deftigere und weniger elegante, dafür aber vielleicht rustikalere und winterlichere Variante der gefüllten Aubergine.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eKein Mensch braucht eine Fritteuse\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Zubereitung ist schnell erklärt: Die kleinen Auberginen schneide ich an der Spitze gerade ab und dann einen Spalt der Länge nach hinein. So, dass man sie aufklappen kann ohne dass sie auseinander fallen. Dann werden sie in heißem Öl frittiert.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eÜber den Vorgang des Frittierens kann man viel sagen, ich beschränke mich gerne auf folgende Erkenntnis: Kein Mensch auf der Welt braucht eine Fritteuse, wenn er einen Herd und einen Topf besitzt (was bei jedem regelmäßig kochenden Menschen der Fall sein sollte). Ebensowenig braucht die Menschheit schlechtes, billiges Fett, das schnell ranzig wird und den Körper nach dem Essen tagelang belastet. Wer hat eigentlich jemals damit angefangen zum Frittieren schlechtes Öl zu benutzen? Und vor allem: warum? Auch Frittiertes wird gegessen. Klar, es ist eine Kostenfrage. Wie immer. Wenn man aber einen Topf mit halbwegs kleinem Durchmesser und nicht das allerteuerste (aber trotzdem gutes) Olivenöl benutzt, relativiert sich das schnell. Dass fürs Frittieren schlechtes Fett grad gut genug ist, ist genau so ein Irrglaube, wie der, dass man zum Kochen am besten den miesesten, möglicherweise schon gekippten Weißwein benutzen sollte.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFrittierte Auberginen: Leicht braun und ganz weich\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAlso: Finger weg vom Frittierfett und lieber mal einen Kanister halbwegs günstiges natives Olivenöl kaufen, das man für solche Zwecke benutzen kann. Das verliert zwar schnell an Geschmack, ist aber immer noch um Längen besser als jede Fettmischung aus dem Supermarkt. Der Körper wird es einem danken und außerdem stinkt die Wohnung danach nicht tagelang wie eine alte Pommesbude.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWeiter im Text: Öl vorsichtig erhitzen. Es sollte nicht rauchen. Auberginen hineingleiten lassen. Wenn die Auberginen rundherum leicht braun und innen schon ganz weich geworden sind, hole ich sie zum Abtropfen auf Küchenpapier aus dem heißen Fett. Dann fülle ich sie mit Büffelmozzarella, einem Blatt Minze und - wer möchte - noch mit einem Stückchen ganz fein geschnittenem Knoblauch.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWer es geschafft hat, nebenbei noch eine Tomatensoße zu kochen oder sowas sowieso immer im Kühlschrank bereithält und einfach aufwärmen kann, lässt die frittierten Auberginen jetzt noch ein paar Minuten darin ziehen und serviert sie dann im Sugo mit etwas geröstetem Brot. Genauso gut lassen sie sich aber auch aufbewahren und später in einer Tomatensoße wieder erwärmen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789681971468,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendid_01_353ec825-20b4-49ed-915c-88abdc400638.jpg?v=1778532859"},{"product_id":"puntarelle-und-radicchio","title":"Rezept: Puntarelle und Radicchio","description":"\u003cp\u003eDass mit Parmigiano Reggiano überbackener Radicchio eine der besten Vorspeisen ist, haben wir schon vor häufig hier festgestellt. Dass man aber die besten Vorspeisen noch verbessern kann, wenn man ihnen einen ebenbürtigen Partner zur Seite stellt, beweist diese kleine Ergänzung.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan nehme: Die Puntarelle, die ebenso bitteren, aber doch so anderen Kollegen des roten Salats, schneide sie in feine Streifen und geben sie zum Radicchio aufs Blech. Dann folgt das übliche: Olivenöl, Parmigiano Reggiano, Grill. Nur im Gegensatz zum Radicchio entwickeln die Puntarelle eine feine Süße in der Hitze. Ihre Süße verbindet sich mit dem bekannten Radicchio-Geschmack aufs geradezu Vorzüglichste.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNochmal zur Erinnerung: Puntarelle sind die jungen, inneren Triebe der Catalogna. Es gibt sie im Winter - jetzt fängt die Saison gerade an - bis ins Frühjahr hinein. Klassischerweise werden sie, besonders in Rom, als Salat zubereitet. Dafür werden die hohlen Spitzen mit einem speziellen Werkzeug (oder eben mit dem Messer) in feinste Streifen geteilt. Dann mit Zitrone, Olivenöl, Sardellen oder auch Kapern serviert. Das Gemüse ist zwar sehr bitter, hat aber auch eine ganz originäre, säuerliche Fruchtigkeit.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan kann die Puntarelle aber auch warm zubereiten, so wie wir es bereits im vergangenen Winter gemacht haben, zum Beispiel mit Pasta. Dann wird das hellgrüne Gemüse sehr mild.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSchiebt man sie nun gemeinsam mit dem Radicchio und etwas Parmigiano Reggiano in den Ofen, hat man danach eine sehr schnell gemachte, feine und zartbittere Gemüsebeilage. Sie lässt sich gut zu Fleisch oder Fisch servieren oder selbst zur Hauptspeise machen. Zum Beispiel indem man sie auf etwas geröstetem Brot isst oder mit Pasta vermischt.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789682135308,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Radicchio_2400_ccaa3c99-7125-4d14-be85-6cea36ef3502.jpg?v=1778532863"},{"product_id":"puntarelle-als-salat","title":"Rezept: Fast Frühling","description":"\u003cp\u003eIn Italien liebt man bitteres Gemüse in jeder erdenklichen Form. Deshalb gibt es auch unzählige Arten und Unterarten des \u003ca href=\"\/products\/radicchio-rot\"\u003eRadicchio\u003c\/a\u003e, verschiedene Zichorien, diverse \u003ca href=\"\/products\/jeden-tag-artischocken\"\u003eArtischocken\u003c\/a\u003e und natürlich die Catalogna\u003cem\u003e,\u003c\/em\u003e ein grünes Gewächs, das man am ehesten als großen Bruder des uns bekannten Löwenzahns beschreiben könnte.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eJetzt im Winter aber ist die Catalogna besonders interessant. Denn im Inneren ihrer Stauden wachsen nun die jungen Triebe, genannt Puntarelle. Sie sehen aus wie dicke Spargelspitzen, sind hohl und hellgrün. Kaum ein Gemüse hat eine frühlingshaftere Farbe als diese jungen Sprossen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan isst sie zum Beispiel in der römischen Küche in feine Streifen geschnitten als \u003ca href=\"\/products\/bitte-bitter\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"\u003eSalat mit Sardellen, Knoblauch und Essig\u003c\/a\u003e. Man kann sie aber auch im Ganzen essen und - vor allem - gekocht zubereiten. Gart man die Puntarelle, verliert sich ihre Bitterkeit zugunsten einer herben Süße. Sie werden butterweich und zart und sind in ihrem Geschmack und ihrer Konsistenz mit nichts zu vergleichen. Wir haben gegarte Puntarelle auch schon mit \u003ca href=\"\/products\/modisches-gruenzeug\"\u003ePasta\u003c\/a\u003e zubereitet. Auch hier gelingt durch die leichte Süße eine sehr außergewöhnliche Geschmacksvariation. Ich kann nur empfehlen, Puntarelle auch mal gegart als Gemüse zuzubereiten.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003ePuntarelle als lauwarmes Gemüse\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWeiter im Text: Für diese schnelle Vorspeise gare ich sie also ein paar Minuten in kochendem Salzwasser. Parallel schneide ich Frühlingszwiebeln klein, vermische sie mit gehackter Petersilie, kleingeschnittenen Kapern und Olivenöl. In dieses Condimento gebe ich nun noch kleine Käsewürfel. In Italien benutzt man Primosale, einen relativ festen Kuhmilch-Frischkäse. Als Alternative bietet sich entweder ein feiner Feta oder Ricotta salata an, ein salziger, fester Ricotta, den man in Käsegeschäften auch hierzulande leicht bekommt. Schön ist es, wenn der Käse noch einigermaßen jung ist. Das passt zur Puntarelle und zum leichten Charakter des Gerichts.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZum Schluss wird alles auf dem Teller angerichtet, das Gemüse lauwarm gegessen. Und mit ein bisschen Fantasie wird daraus schon der erste Vorgeschmack auf den Frühling und den Spargel.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789682462988,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/puntarelle_b51dff9a-2f05-4f97-bb78-0398a495c7a2.jpg?v=1778532871"},{"product_id":"zucchini-carpaccio-2","title":"Rezept: Zucchini carpaccio","description":"\u003cp\u003eDie Zucchini hat längst das gleiche Schicksal ereilt wie die sogenannte Holland-Tomate. In jedem noch so räudigen Ecksupermarkt oder Discounter ist sie das ganze Jahr über zu haben und schmeckt in dieser Ausführung sehr intensiv vor allem nach einem: Nichts.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUmso großzügiger sollte man zugreifen, wenn beim Gemüsehändler ausnahmsweise einmal die sehr viel kleineren, zarten Zucchini Exemplare angeboten werden. Am besten verzehrt man sie frisch und roh. Ich könnte sie noch über der Spüle aufessen. Sie schmecken so knackig und süß und grün wie frische Erbsen. Man wähnt sich glatt in einem Gemüsebeet in der südlichen Sonne fläzend. In Italien begegnen sie einem in der warmen Jahreszeit fast in jedem Supermarkt und bei jedem noch so kleinen Gemüsehändler. Dunkelgrün glänzend und intensiv duftend liegen sie bergeweise von einem. Sie kosten fast nichts und sind immer frisch, weil sie in solchen Mengen verzehrt werden. Die Zucchini ist das schmackhafteste Unkraut des Gartens. Man muss nur noch zugreifen und möchte am liebsten sofort und auf der Stelle hineinbeißen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eJunge, frische Zucchini sind der Inbegriff des Sommers\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWer sich zusammenreißen kann, macht eine Art Carpaccio aus Zucchini daraus. Zucchini mit dem Gemüseschäler in hauchdünne Längsstreifen schneiden. Etwas Knoblauch ebenfalls hauchdünn schneiden, dann zusammen mit den Zucchinistreifen in eine Schale geben. Mit frischem Zitronensaft beträufeln, alles gut durchheben und für zwanzig Minuten in den Kühlschrank stellen. Pinienkerne ohne Fett golbraun rösten, dann die gut durchgezogenen Zucchini als Carpaccio auf einem Teller anrichten. Geröstete Pinienkerne, ein paar Späne frischgehobelten \u003ca href=\"\/blogs\/produktkunde\/der-unterschied-parmesan-und-grana-padano\"\u003eParmigiano Reggiano\u003c\/a\u003e und etwas fruchtiges Olivenöl darübergeben und, wer mag, noch ein paar Tropfen milden flüssigen Honigs. Salzen nur nach Belieben, der Parmigiano Reggiano ist bereits sehr würzig. Frisch gehackte Minze und Basilikum passen auch gut dazu.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFehlt nur noch geröstetes Brot und ein Glas kühler Weißwein.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789682790668,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Zucchinicarpaccio_01_64279902-4de1-42d2-987d-b895a75e192b.jpg?v=1778532879"},{"product_id":"pappa-al-pomodoro","title":"Rezept: Pappa al Pomodoro","description":"\u003cp\u003ePappa al Pomodoro ist eines der einfachsten Gerichte, die ich kenne. Und es ist eines der wenigen, von denen ich mich problemlos mehrere Tage am Stück ernähren könnte. Beheimatet ist es in der toskanischen Bauernküche, wo man einst die Idee hatte, aus altem Brot und übrig gebliebener Tomatensoße einen wohlschmeckenden Eintopf herzustellen. In manchen Gegenden gibt man Rinderbrühe hinzu, eine gute Tomatensoße allein reicht aber vollkommen aus. Übrigens ist die Pappa al Pomodoro nicht nur einfach und schnell gemacht, sie ist auch ein Ganzjahresgericht. Man kann sie an heißen Sommertagen aus dem Kühlschrank löffeln und im Winter als heiße Suppe servieren.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Pappa al pomodoro ist ein gutes Ganzjahresgericht: im Sommer erfrischt sie gekühlt, im Winter wärmt sie als Suppe\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eObwohl sie ein klassisches Resteessen ist, mache ich die Pappa al Pomodoro oft frisch. Zugegebenermaßen kommt man sich etwas beknackt dabei vor, extra ein frisches Brot zu kaufen, nur um es dann tagelang zuhause alt werden zu lassen – aber wenn man etwas liebt, tut man eben die seltsamsten Dinge.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Zubereitung ist denkbar einfach: Zunächst koche ich eine einfache Tomatensoße. Ich dünste klein geschnittene Zwiebeln und Stangensellerie in Olivenöl und lasse sie dann mit reichlich Passata einkochen. Währenddessen schneide ich altes, trockenes Weißbrot in dünne Scheiben und reibe sie mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe ein.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWer kein altes Brot hat, kann auch frisches Brot so lange toasten, bis es gut trocken geworden ist. Dann werden in einer großen Schüssel Brot und Tomatensoße geschichtet.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eBesser kann man altes Brot und Tomatensoßenreste nicht verarbeiten\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIch fange mit dem Sugo an, gebe dann ein paar Scheiben Brot darüber und begieße diese mit reichlich Olivenöl. Am besten eignet sich hier ein scharfes toskanisches Olivenöl. Oder ein noch schärferes aus Apulien, etwa von der Coratina-Olive, die für ihre außerordentliche Schärfe und Bitterkeit berühmt ist.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann wieder Tomatensoße, Brot, Öl. Solange bis die Schale gut gefüllt ist. Zum Schluss wird alles kurz ziehen gelassen und dann mit zwei Löffeln mit großen Bewegungen zerteilt, bis eine grobe Masse daraus wird. Ich mag das Wort nicht besonders, aber die passendste Bezeichnung für die gewünschte Konsistenz wäre wohl \u003cem\u003eBrei\u003c\/em\u003e oder eben \u003cem\u003ePappa\u003c\/em\u003e. Und wer jetzt irgendwie das Gefühl hat, die Beschreibung dieses Gerichts käme ihm verdächtig bekannt vor: Ja, Pappa al Pomodoro geht als eine Art tomatige Cousine des Gerichts Fette con Cavolo durch.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann eventuell noch pfeffern und salzen und eine große Portion essen. Am nächsten Tag schmeckt die Pappa fast noch besser, aber eigentlich bleibt sowieso nie was davon übrig.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789682888972,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/pappa_01_d67ba047-053e-4b30-88e3-a11393993e15.jpg?v=1778532884"},{"product_id":"anderes-vom-fegefeuer","title":"Rezept: Scharfe Pappa al Pomodoro mit pochiertem Ei","description":"\u003cp\u003eIch bin immer auf der Suche nach Gerichten, die sich gut gegen Mittag frühstücken lassen. Vorher habe ich selten Hunger. Es gibt ein neapolitanisches Gericht, das Ähnlichkeiten mit der israelischen Eierspeise Shakshuka aufweist: \u003cem\u003eUova al Purgatorio.\u003c\/em\u003e Eier aus dem Fegefeuer. Der Name allein ist natürlich schon überzeugend.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAllerdings hatte ich auch großen Appetit auf Knoblauch, Peperoncino, Kapern, Oliven, einige klassische \u003cem\u003ePuttanesca\u003c\/em\u003e-Zutaten also. Ich hätte meine Variante \u003cem\u003eUova alla Puttanesca nel Purgatorio\u003c\/em\u003e taufen können: Eier nach der Hure im Fegefeuer. Und dazu ein geröstetes Brot.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEin pochiertes Ei auf einer scharfen \u003cem\u003ePappa al Pomodoro\u003c\/em\u003e thronend\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDann aber erinnerte ich mich daran, wie gut mir neulich Pappa al Pomodoro geschmeckt hatte. Mein Brot musste also auch noch rein in meine Tomatensoße, anstatt bloß dazu serviert zu werden. Außerdem fiel mir ein, dass mir in Wasser pochierte Eier eigentlich noch besser schmecken als in Tomatensoße gegarte. Vielleicht, weil auch sie im Italienischen eine solche sprachliche Freude sind: \u003cem\u003eUova in Camicia\u003c\/em\u003e, Eier im Hemd.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAlso beschloss ich, das Ei zu pochieren und auf einer scharfen \u003cem\u003ePappa\u003c\/em\u003e thronend zu servieren. Hätte ich ein Eierspeisen-Lokal, dies wäre dort ein Bestseller. Keiner würde sich mehr nach einem Avocado-Toast mit Ei umsehen. Schlechte Zeiten brächen an für die Avocado-Könige in Limpopo.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUnd so geht's: Olivenöl in einem Topf erhitzen, fein gehackte Karotte, fein gehackten Stangensellerie, fein gehackten Knoblauch und fein gehackten Peperoncino hineingeben. Auf niedriger Flamme vorsichtig anbraten. Der Knoblauch sollte dabei nicht braun werden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGewaschene und gehackte Kapern und gehackte schwarze Oliven dazugeben. Ein paar Minuten mit braten, dann mit einer guten Tomatenpassata ablöschen. Altes, hartes oder getoastetes Weißbrot in kleine Stücke gehackt zum Sugo geben. Außerdem etwas frische Petersilie. Die scharfe \u003cem\u003ePappa\u003c\/em\u003e gut einkochen lassen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEi pochieren, bis das Eiweiß fest, das Eigelb aber noch cremig ist\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eNun das Ei pochieren: Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Flamme runterstellen, Schuss Weißweinessig ins Wasser, mit dem Schneebesen einen Wirbel ins Wasser rühren. Ei aufschlagen und in das Auge des Wirbels gleiten lassen und etwa fünf bis sieben Minuten simmern lassen, bis das Eiweiß fest, das Eigelb aber noch cremig ist. Mit der Schaumkelle herausheben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNach Geschmack noch etwas Parmigiano Reggiano oder Pecorino Pomano fein reiben und ebenfalls unter die \u003cem\u003ePappa\u003c\/em\u003e rühren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEi draufgeben, vielleicht noch frisches Olivenöl darüber träufeln und dann endlich: anschneiden.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789683020044,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Februar_05_cbd66ac5-ed23-4fef-9dbb-05da36679153.jpg?v=1778532887"},{"product_id":"weisse-wurzeln","title":"Rezept: Weiße Wurzeln","description":"\u003cp\u003eItalien liebt bitteres Gemüse und bitteres Gemüse lieben wir. Das ist zunächst nichts neues und sollte jedem schon aufgefallen sein, der diese Seite mehr als dreimal gelesen und sich dabei zum Beispiel über \u003ca href=\"\/products\/jeden-tag-artischocken\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"\u003eArtischocken\u003c\/a\u003e, \u003ca href=\"\/products\/cardi-al-pomodoro\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"\u003eKarden\u003c\/a\u003e und \u003ca href=\"\/products\/wilder-winter\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"\u003ewilden Mohn\u003c\/a\u003e gefreut hat.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eJetzt, wo der Frühling auch im Norden Italiens angekommen ist und man sich an den Anblick von fünf verschiedenen Artischockensorten auf jedem Markt schon fast gewöhnt hat, erblickt das gemüseliebende Auge eine weitere Spezialität: Lange, weißbräunliche, dünne Wurzeln. \"Klar, Schwarzwurzeln\" denkt man zunächst, bis man einem klar wird, dass diese hier eben nicht schwarz sind. \"Achso, Petersilienwurzeln\" denkt man dann und dann aber auch \"Moment, die sind ja eigentlich viel kleiner\".\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAlso fragt man den Verkäufer und probiert die angebotenen Stückchen vom Teller und sagt \"scorza nera?\" und bekommt nur ein \"no no no, radice!\" als Antwort. Radice, das ist die Wurzel. Und wie in ländlichen italienischen Gegenden oft üblich, reicht ein Überbegriff zur Beschreibung eines Lebensmittels oft schon aus. Sollte die Verwirrung zu groß werden, fügt man zur Not noch die Herkunft oder eine kurze Beschreibung des Geschmacks hinzu. So geschehen auch bei den \u003cem\u003eradici\u003c\/em\u003e, die entweder als \u003cem\u003eRadici amare di Mairano\u003c\/em\u003e oder \u003cem\u003eRadici amare di Soncino\u003c\/em\u003e angeboten werden. Die einen kommen aus einem Örtchen südlich von Brescia, die anderen aus einem Örtchen nahe Crema in der Lombardei. Beide keine 30 Kilometer voneinander entfernt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUnd was macht man nun mit den bitteren Wurzeln? Man schält sie, schneidet sie in kleine Stücke und kocht sie zum Beispiel für zehn Minuten in gleichen Teilen Essig und Salzwasser um sie dann, wenn sie abgekühlt und getrocknet sind, mit ein paar Kräutern und einem Lorbeerblatt in Gläsern mit Olivenöl bedeckt ziehen zu lassen und nach Monaten noch als Vorspeise vorrätig zu halten.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Bittere Wurzeln\" class=\"alignnone wp-image-6227 size-full\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Radice_02.jpg?v=1775493617\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003eOder noch einfacher: Man kocht sie mit ein wenig Essig in Salzwasser bis sie gar sind und serviert sie dann mit hauchdünn aufgeschnittenem Knoblauch, Kapern, Olivenöl und Zitronensaft als Vorspeise. Wer mag, gibt noch reichlich Petersilie dazu, so wie man es in diesem Video schön sehen kann. Auch roh kann man die Wurzeln essen: Zum Beispiel in Julienne geschnitten mit ein wenig Essig und Öl.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Bittere Wurzeln\" class=\"alignnone wp-image-6228 size-full\" height=\"801\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Radice_03.jpg?v=1775493620\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003eIhre Konsistenz erinnert an etwas zwischen Pastinaken, Schwarzwurzeln und \u003ca href=\"\/products\/topinambur\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"\u003eTopinambur\u003c\/a\u003e, ihr Geschmack ist einzigartig. Natürlich bitter, aber auch gleichzeitig zart und mild. Es ist nur zu empfehlen, auch die hier heimischen Wurzeln einmal auf eine ähnliche Art zuzubereiten. Der pure Geschmack des Gemüses ist unvergleichlich.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789683052812,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Radice_01_617736cf-d290-4215-ace7-d8f41928ead3.jpg?v=1778532888"},{"product_id":"scafata","title":"Rezept: Scafata","description":"\u003cp\u003eWer im Winter gerne deftige Eintöpfe und Suppen isst, während draußen die Welt im Schnee versinkt, könnte angesichts wärmerer Temperaturen und frühlingshaftem Sonnenschein fast traurig werden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZum Glück gibt es Abhilfe. Denn in Italien hat man natürlich auch für diese Jahreszeit die passende Alternative zur klassischen Minestrone im Angebot. Man nennt sie Scafata oder Vignarola und besonders populär ist sie in den bergigen Gegenden in Umbrien. Genau wie die Minestrone gibt es sie aber auch leicht abgewandelt fast im gesamten Land. Was alle Varianten gemeinsam haben: Sie zeichnen sich durch den exzessiven Gebrauch von frischem Frühlingsgemüse aus.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eInsbesondere Fava-Bohnen und Erbsen spielen eine große Rolle, aber auch Artischocken sind um diese Jahreszeit gut in der Suppe aufgehoben. Weil die Scafata nicht schwer und nährend wie ihr winterliche Bruder, sondern eher frisch und leicht auftritt, wird sie mit Minze gewürzt. Etwas Petersilie macht sich auch nicht schlecht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eLos geht's: Die Fava-Bohnen (hierzulande kennt man sie auch als Saubohnen oder einfach als dicke Bohnen) befreie ich - wie schon häufig beschrieben - erst aus der Schote und dann nach kurzem Blanchieren auch von ihren Häuten. Auch die Erbsen werden geschält, die Artischocken vorbereitet. Ich habe in meine Scafata noch etwas Mangold, Zwiebeln und Knoblauch gegeben. Wer es ganz klassisch mag, lässt mit den Zwiebeln noch etwas Pancetta oder - noch besser - Guanciale mit schmoren, aber auch die vegetarische Variante ist äußerst befriedigend.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann das Gemüse dazu, Wasser oder eventuell etwas gute, selbstgemachte Gemüsebrühe und alles knappe zehn Minuten köcheln lassen. Es sollte kein dicker Eintopf, aber auch keine flüssige Suppe entstehen. \"Gemüse mit etwas mehr Flüssigkeit\" ist wahrscheinlich die optimale Beschreibung der gewünschten Konsistenz.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Gericht ist frisch und leicht, es schmeckt genauso grün wie es aussieht.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789683282188,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/scafata_01_467a329e-9c00-434c-a2a2-ea565d383d0a.jpg?v=1778532892"},{"product_id":"rohe-artischocken","title":"Rezept: Rohe Artischocken","description":"\u003cp\u003eKenner wissen, dass auf dieser Seite eine überbordende Liebe zu Artischocken herrscht. Wir haben sie schon als Lasagne zubereitet, in Tortelli gefüllt, \u003cem\u003eAlla Romana\u003c\/em\u003e zubereitet und sogar aus ihren Blättern einen Sirup gekocht. Wir haben sie traditionell mit frischen Tagliatelle gekocht, in eine Riesennudel gefüllt und als Miniaturvariante verarbeitet. Wer sich die Übersicht aller jemals hier gekochten Artischockengerichte ansieht, merkt schnell: Artischocken sind mit das vielseitigste Gemüse, das man in der Küche verarbeiten kann.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNoch dazu sind Artischocken außerordentlich gesund. Sie werden sogar in Tablettenform gegen allerlei Leiden von Leber und Galle verkauft. Es gibt sie in unzähligen Variante von klein bis riesig und sie sind fast das ganze Jahr über erhältlich.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUmso erstaunlicher ist bei unserer Liebe zum bitteren Gemüse, dass wir Artischocken hier noch nie roh als Salat zubereitet haben. Das muss dringend geändert werden. Deshalb gibt es jetzt hier diese Vorspeise.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSie ist irre schnell gemacht, schmeckt wirklich außergewöhnlich und ist mit ihrem großen Anteil an Bitterstoffen wahrscheinlich die beste Vorbereitung, die man einem hungrigen Körper vor dem Abendessen servieren kann.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eArtischocken sind die beste Vorbereitung, die man einem hungrigen Körper vor dem Abendessen servieren kann\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIch habe für diesen Salat kleine Artischocken benutzt. Erstens, weil sie schneller vorzubereiten und zweitens weil sie zarter, und deshalb gerade für die rohe Verwendung besser geeignet sind. Empfehlenswerte Sorten sind zum Beispiel die Petit Violet, die in der Saison überall zu finden sind oder auch die fantastischen, berühmten \u003ci\u003eCarciofi Sardi\u003c\/i\u003e.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch präpariere das Gemüse so, dass nur noch das wirklich zarteste Innere des Herzens übrig ist. Das setzt leider etwas Geduld voraus und produziert viel Abfall. Während ich für gekochte oder gebratene Artischocken gerne noch ein Stück des Stiels und ein paar Blätter behalte, beschränke ich mich bei dieser Variante wirklich nur auf das weiße Fleisch. Alles andere wäre hier zu zäh.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Herzen kommen sogleich in Zitronenwasser, damit sie nicht verfärben. Dann werden sie in hauchdünne Scheiben geschnitten. Auf dem Foto oben sieht man das Ergebnis von ungefähr vier Artischocken. Das gibt eine gute Portion ab. Man sollte also lieber zu viel als zu wenig einkaufen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eErgänzt habe ich das Gemüse mit ein paar Blättern Minze und Petersilie. Dann kräftig mit Pfeffer und Salz gewürzt und mit bestem Olivenöl und ein paar Spritzern hellem Balsamico serviert. Zum Schluss noch Parmigiano Reggiano darüber hobeln. Fertig ist eine der besten Vorspeisen, die man sich nur vorstellen kann.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789683675404,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/anti_01_73f5f268-a877-450e-bdd3-09e1f44215f6.jpg?v=1778532903"},{"product_id":"kalte-peperonata","title":"Rezept: Kalte Peperonata","description":"\u003cp\u003eWer Carlo Petrini von Slow Food zu Lebzeiten live erlebt hat, kennt sicher auch seine Paprika-Geschichte. Er erzählt sie eigentlich auf jedem Vortrag. Eines Tages sei er in seiner Heimat im Piemont bei einem befreundeten Koch zum Essen gewesen, der ihm, wie immer, seine geliebte Peperonata zubereitete.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eIdealerweise kommt man für diese Peperonata an \u003cem\u003ePeperoni quadrati d'Asti\u003c\/em\u003e \u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAllerdings verwendete dieser Koch dafür plötzlich nicht mehr die hocharomatischen \u003cem\u003ePeperoni quadrati d’Asti\u003c\/em\u003e aus dem benachbarten Asti, sondern billige holländische Treibhausware, wässrig bis geschmacklos, voller Wachstumsregulatoren und Pestiziden. Alles, weil der Paprika-Anbau im Piemont im Vergleich zur billigeren Massenproduktion in Holland zu teuer geworden war und die ehemaligen Piemonteser Paprikabauern jetzt mehr verdienten, indem sie ihre Felder zur Vermehrung von Tulpenzwiebeln nutzten, die sie wiederum nach Holland für den dortigen Tulpenanbau exportierten.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWenn man hört, wie Petrini von einer Peperonata schwärmt, möchte man sofort auch eine essen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWenn man hört, wie Petrini von einer Peperonata schwärmt, möchte man sofort auch eine essen. Dabei mochte ich Paprika (übrigens männlich) als Gemüse bisher nicht einmal besonders. Er ist ja immer in so unleidlichen Gerichten drin: vegetarischen Burritos, Mensa-Salaten, schlechten Wok-Pfannen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAber es lohnt sich oft, verhassten Dingen eine zweite Chance zu geben. Vor allem wenn einem zufällig ein Haufen lokal angebauter, leicht unförmiger und sehr aromatischer Paprika in die Hände fallen. In meinem Fall war das ein Markt in Italien, aber ich bin sicher, auch in Deutschland gibt es irgendwo gute Paprika. Im Zweifel Spitzpaprika nehmen, die sind oft aromatischer als die üblichen. Nur die dunkelgrünen weglassen, die sind zu herb für die süße Peperonata.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eIm Zweifel Spitzpaprika nehmen, die sind oft aromatischer als die üblichen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eSo geht's: Rote und gelbe Paprika entkernen und von ihrem weißen Flaum befreien (und, wer sich die Mühe machen mag: schälen). In Streifen schneiden. Dazu auch ein paar mild-süße rote Zwiebeln, wenn möglich Tropea, in ähnlich große Streifen schneiden. Außerdem Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Nun Zwiebeln und Knoblauch auf kleinster Flamme in Olivenöl (das italienische Rezept spricht von \u003ci\u003eFuoco dolce\u003c\/i\u003e) sehr, sehr langsam glasig dünsten. Röstaromen sind hier fehl am Platz.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003ePaprikastreifen hinzufügen. Mit ihnen geschieht nun dasselbe, auch sie wollen \u003cem\u003eFuoco dolce\u003c\/em\u003e, und bei ihnen ist es fast noch wichtiger, dass sie sehr lange auf niedriger Flamme vor sich hin simmern. Sie sollen so seidig und geschmeidig wie möglich geraten. Zwischendurch mit Salz abschmecken. Kurz vor Schluss etwas Tomatenpassata zum Abbinden dazugeben und noch etwas weiterköcheln lassen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eRöstaromen sind hier fehl am Platz\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWenn die Konsistenz schließlich stimmt und im Mund alles pure Geschmeidigkeit ist, reichlich frisches Basilikum hacken und noch dazu geben. Außerdem mit einem guten Schuss Rotweinessig und Olivenöl abschmecken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Peperonata kann sofort und jederzeit warm mit Brot, zu Fleisch oder Fisch oder als eine von vielen Vorspeisen gegessen werden, aber im Sommer ist die Peperonata eigentlich am besten aus dem Kühlschrank: kalt auf geröstetem Brot, wie eine Bruschetta.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWeißwein dazu, alles klar.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789684035852,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/peperonata_splendido_b4739445-e3fb-488b-b7ab-3f6cf7ca7ece.jpg?v=1778532911"},{"product_id":"auberginen-roh-mariniert","title":"Rezept: Auberginen, roh mariniert","description":"\u003cp\u003eWeil wir ja neulich getönt haben, dass unsere Arbeit am Kochbuch von Andrea Boscagli uns soviel Neues gelehrt hat: hier ist der Beweis. Rohe marinierte Auberginen. Ich habe Andrea ungefähr sechzehn Mal gefragt, ob ich es wirklich richtig verstanden habe, dass die Auberginen zu keinem Zeitpunkt mit dem Herd oder dem Ofen oder irgendeiner anderen Form von Wärme in Kontakt kommen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie rohen Auberginen garen, wenn man so will, tatsächlich allein durch das 12-stündige Verweilen im Salz. Sie werden ganz zart und bleiben doch leicht bissfest. Irgendwie erinnern sie an einen gebratenen Kräuterseitling. Wichtig ist außerdem eine gut gewürzte Marinade. Ich mache es etwas anders als Andrea, der seiner Marinade frisch gehackte Schalotten hinzufügt. Mir gefällt Knoblauch besser.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAubergine in sehr dünne, nahezu hauchdünne Scheiben, oder gleich in Fetzen schneiden. Wer es ganz zart möchte, schält sie vorher. In eine Schale oder Auflaufform geben, gut salzen und kräftig durchmischen. Mit einem schweren Gegenstand beschweren und 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, bis die Auberginen viel Wasser gelassen haben. In ein Sieb abgießen und die Salzlake mit kaltem Wasser gründlich abspülen, damit die Auberginen später nicht versalzen sind. Im Zweifel einfach probieren. Probieren hilft immer (endlich ein Mal Anlass für den schönen Satz: „Probieren geht über Studieren“).\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuberginen jetzt abtropfen lassen und mit einem sauberen Handtuch gut und kräftig trocken tupfen. In eine Schale oder auch ein verschließbares Glas geben und mit viel gutem Olivenöl, Weißwein- oder Rotweinessig, gehacktem Knoblauch und frisch gehacktem Estragon vermischen und fein abschmecken. Falls doch noch Salz fehlt, vorsichtig nachsalzen. Wer mag, kann auch noch geröstete Pinienkerne hacken und dazugeben. Oder den Estragon durch Minze oder Basilikum oder gleich beides ersetzen. Wer es scharf mag, nimmt noch ordentlich Peperoncino. Die Schale abdecken und noch einen Tag lang im Kühlschrank marinieren lassen. Je länger, desto besser.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789684166924,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/antipasti_02_4fcd59de-2a04-4338-9ff6-73b8d1cd4159.jpg?v=1778532916"},{"product_id":"mangold-gefuellt","title":"Rezept: Mangold, gefüllt","description":"\u003cp\u003eAch, Mangold. Eines der vielseitigsten und besten Gemüse. Er ist das ganze Jahr über erhältlich, er lässt sich in unendlichen Varianten zubereiten, schmeckt eigentlich immer fantastisch und kostet fast nichts. Außerdem ist er wunderschön. Wie sehr ich den Mangold liebe, habe ich hier schon einmal aufgeschrieben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eHeute bereit ich ihn in einer Variante zu, die ihren Ursprung in den Bergregion des Veltlin und der südlichen Schweiz hat. Dort füllt man Mangoldblätter mit Fleisch oder Käse. In der Schweiz nennt man sie Capuns und sie sind so verbreitet, dass man sie sogar an der Autobahnraststätte fertig für die heimische Zubereitung kaufen kann. Zumindest habe ich sie erst kürzlich in der fantastischen Raststätte Viamala gesehen (die mit ihrem Angebot übrigens ohnehin als handfestes Feinkostgeschäft empfohlen werden kann).\nIm nördlichen Italien, von Como bis Brescia, heißen sie dann Capù. Hier werden sie meist mit Fleisch zubereitet.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch halte mich an eine Füllung mit Ricotta, so wie ich sie auch in Pasta füllen würde und serviere sie auch mit geschmolzener Salbeibutter. Die gefüllten Mangoldblätter sind eine perfekte Vorspeise oder ein Primo, das ohne Pasta auskommt. Ideal also für all diejenigen, die als zweiten Gang noch Nudeln servieren wollen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWer bei “gefüllt” jetzt gleich Panik bekommt und an die vermeintlich viele Arbeit denkt, die zum Füllen von Pasta aufgewendet werden muss (obwohl auch das relativ und einzig eine Sache der Routine ist), kann beruhigt werden. Dieses Gericht ist einfach und schnell gemacht. Im Gegensatz zu frischer Pasta fällt ja immerhin die Produktion und Vorbereitung des Nudelteigs komplett weg.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch schneide von großen, schönen Mangoldblättern die harten Stiele heraus, sodass ich möglichst große, grüne Stücke erhalte. Diese blanchiere ich kurz in kochendem Wasser und lege sie dann sogleich in Eiswasser. So behalten sie ihre schöne, grüne Farbe und garen nicht zu sehr durch.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Stiele schneide ich in sehr kleine Stücke und dünste sie zusammen mit Knoblauch und feinst geschnittenen Schalotten in Olivenöl an. Ich würze mit Pfeffer und Salz und eventuell einem Schuss Weißwein und gebe auch noch etwas abgeriebene Zitronenschale dazu. Eine Prise frisch geriebene Muskatnuss kann auch nicht schaden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSobald die Flüssigkeit verdunstet und das Gemüse gar ist, gebe ich Ricotta und fein geriebenen Parmigiano Reggiano dazu und verrühre alles zu einer kompakten, trockenen Masse. Es empfiehlt sich, Ricotta vorher abtropfen zu lassen. Ich habe übrigens Schafsricotta von Busti benutzt, von dem ich hier schon einmal geschwärmt habe. Wer möchte, kann auch einen Teil des Parmigiano Reggianos durch einen würzigen Pecorino ersetzen. Ein Produkt aus Kuhmilch tut es aber natürlich auch – wie immer ist das nur Geschmackssache.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einer kleinen Pfanne röste ich noch Pinienkerne, hacke sie ebenfalls ganz fein und gebe sie zur Käsemasse dazu. Sollte diese noch zu feucht sein, helfe ich mit ein wenig Semmelbröseln nach. Hier sollte man aber nicht zu großzügig sein. Semmelbrösel nehmen viel vom Geschmack und die Masse wird auch schnell zu trocken. Lieber vorsichtig dosieren und immer gut umrühren. Dann nochmal abschmecken und kräftig würzen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eJetzt nehme ich die Mangoldblätter aus dem Eiswasser, tupfe sie vorsichtig trocken und gebe dann reichlich von der Füllung darauf. Die Seiten schlage ich ein wenig ein und rolle dann prall gefüllte Päckchen daraus. Das funktioniert erstaunlich gut, das Gemüse ist sehr stabil und lässt sich hervorragend verarbeiten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch setze die kleinen Pakete in ein Sieb und dämpfe sie zugedeckt wenige Minuten über kochendem Wasser. Eigentlich müssen sie ja nur warm werden und nicht mehr garen und auf diese Weise können sie nicht auseinanderfallen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einer kleinen Pfanne schmelze ich dann Butter, lasse ein paar Salbeiblätter darin ziehen und gebe sie später auf dem Teller über die Mangoldblätter. Noch etwas frisch geriebener Pecorino darüber – fertig!\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789685805324,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Mangoldblaetter_46ecd54b-4fad-4b54-bf83-d4e3efd399aa.jpg?v=1778532958"},{"product_id":"fein-fermentiert","title":"Rezept: Fein fermentiert","description":"\u003cp\u003eWer öfter in Italien essen geht, merkt schnell: Die Restaurant-Landschaft unterscheidet sich sehr von der in Deutschland. Zwar gibt es in fast jedem noch so kleinen Dorf mindestens eine absolut annehmbare (und meistens äußerst empfehlenswerte) Trattoria und eine ebensolche Pizzeria – möchte man aber mal etwas essen, das über die italienischen Traditionen hinausgeht, wird die Auswahl selbst in größeren Städten schnell überschaubar.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWo in Deutschland selbst in jeder Kleinstadt mindestens ein (zugegeben meist zweifelhaftes) indisches, vietnamesisches, italienisches und oft noch ein mexikanisches oder chinesisches Restaurant zu finden ist, gibt es in Italien: fast nichts. Denn die Kochtradition der Italiener gilt nicht nur aus der Sicht vieler Köche als die beste Küche der Welt. Sie ist nicht unbedingt angewiesen auf die Ergänzung durch andere Kochtraditionen. Es ist ja eher andersherum: wo auch immer italienische Auswanderer hingeraten, wird \u003cem\u003eihre\u003c\/em\u003e Küchentradition begeistert angenommen und verehrt. Entsprechend groß das Selbstbewusstsein – und die Ansprüche.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie einzige Küche, die sich neben der italienischen dauerhaft in Italien etablieren konnte, ist die japanische Küche. Selbst in den kleinsten italienischen Kleinstädten gibt es oft ein Sushi-Restaurant und manchmal sogar eine kleine Izakaya. Wie kommt das?\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSchlichtheit und absolute Konzentration aufs Grundprodukt\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eMan kann nur mutmaßen. Vermutlich liegt es an den großen Gemeinsamkeiten. Beide Länder huldigen in ihrer Kochtradition vor allem der Schlichtheit und der absoluten Konzentration aufs Grundprodukt. Sie arbeiten mit wenigen Zutaten. Unerlässlich sind in beiden Weltküchen kompromisslose Frische und ein fast schon fanatischer Qualitätsanspruch.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUnd die Liebe der beiden Küchen-Nationen beruht auf Gegenseitigkeit: Die Geschichte des Yoji Tokuyoshi, der nach einer kulinarischen Reise durch Italien nicht mehr nach Japan zurückwollte und sich kurzerhand in den Zug nach Modena setzte, um als Kochlehrling in Massimo Botturas \u003cem\u003eOsteria Francescana\u003c\/em\u003e anzuheuern, ist legendär. Inzwischen hat Tokuyoshi in Mailand sein eigenes, mit einem Stern ausgezeichnetes, Restaurant. Und auch Alberto Bettini, Chef und Betreiber des legendären Amerigo 1934, erzählte uns im Interview davon, wie viel er als Verfechter der Regionalküche mit den Prinzipien und Ideen der japanischen Küche anfangen kann.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eMiso existiert in unzähligen Varianten, Farben und Reifegraden\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEines der interessantesten und am vielseitig einzusetzenden Produkte aus Japan, ist die Misopaste. Miso ist ein fermentiertes Mus aus Reis und Sojabohnen. Es existiert in unzähligen Varianten, Farben und Reifegraden. Ein bisschen wie bei gutem Balsamico oder Parmigiano Reggiano, wird seine Qualität in Monaten der Reifung angegeben. Und wie ebenfalls viele lang gereifte Lebensmittel schmeckt es vor allem eines: umami.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEs eignet sich daher perfekt für Soßen, Salatdressings oder als natürlicher Geschmacksverstärker. Ich habe es für eine Glasur von frischen Artischocken verwendet, in der ich die Misopaste mit Essig, Knoblauch, Parmigiano Reggiano und Trüffel kombiniert habe. Inspiriert hat mich dazu eine Vorspeise aus dem viel gerühmten Restaurant Nobu im Mailänder Armani Hotel. Das Gericht ist gewissermaßen eine Umami-Bombe. Tief und intensiv im Geschmack und der ideale Begleiter für das frische, leicht bittere, Frühlingsgemüse.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEine Umami-Bombe\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIn einem Topf lasse ich eine fein gewürfelte Schalotte und Knoblauchzehe bei kleiner Hitze in Olivenöl glasig dünsten. Wenn sie zart und weich geworden sind, lösche ich mit einem kleinen Glas Weißwein ab und rühre eine großzügige Menge der Misopaste dazu. Ich habe diese 18 Monate gereifte Variante aus dem Bioladen benutzt, die sehr zu empfehlen ist. Grade bei Sojaprodukten kann man gar nicht genau genug darauf achten, wo sie herkommen. Ich lasse die Flüssigkeit ein wenig einkochen, schmecke sie mit Salz und Pfeffer ab und gebe noch etwas Balsamico und Senf dazu. Der Geschmack sollte an eine milde Vinaigrette erinnern. Deftig und vollmundig, nur vielleicht nicht ganz so sauer. Ich rühre noch etwas fein geriebenen Parmigiano Reggiano in die ohnehin schon zähe Flüssigkeit und lasse ihn bei kleiner Hitze schmelzen. Ebenfalls reibe ich schwarze Trüffel hinein. Im Gegensatz zu den weißen Wintertrüffeln, brauchen schwarze Trüffel Hitze um ihren Geschmack entfalten zu können. Ihr zartes, erdiges Aroma verschmilzt perfekt mit den anderen Zutaten. Jetzt püriere ich alles mit dem Mixstab zu einer dickflüssigen Creme.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eKnackige und bissfeste Artischocken\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIn einem zweiten Topf bereite ich noch eine Parmigiano Reggiano-Creme zu. Dafür schmelze ich Butter, lasse ein Lorbeerblatt darin ziehen, gebe einen Schuss Weißwein hinzu und lasse unter ständigem Rühren fein geriebenen Parmigiano Reggiano in der Flüssigkeit schmelzen. Diese darf nicht so heiß sein, dass der Käse ausflockt, aber auch nicht so kühl, dass er nicht richtig schmilzt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNebenbei bereite ich die Artischocken vor, wie hier beschrieben. Ich halbiere sie und lasse sie roh in der Pfanne in Olivenöl braten, das ich zuvor mit einer grob geschnittenen Schalotte aromatisiert habe. Nach ein paar Minuten werden sie gewendet, gesalzen und gepfeffert. Sie sollten etwas Farbe bekommen und noch knackig und bissfest sein.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eUnglaublich gut\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAuf dem Teller werden sie mit der Miso-Glasur bestrichen und durch die Parmigiano Reggiano-Creme ergänzt. Ich gebe noch frische Petersilie und ein paar Blätter der weich gebratenen Schalotte dazu. Nun noch ein kräftiges Olivenöl, zum Beispiel aus \u003cem\u003eCoratina-\u003c\/em\u003eOliven, darüber. Unglaublich gut.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789686558988,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Artischocken_Miso_Trueffel_01_ff0b9118-967b-4045-9653-c6c5498b5ef4.jpg?v=1778532978"},{"product_id":"fave-rustikal","title":"Rezept: Fave rustikal","description":"\u003cp\u003eWie unsere regelmäßigen Leser wissen, verehren wir die Fava-Bohne in der Splendido-Küche wie eine Heilige und setzen uns konsequent dafür ein, dass sie auch in deutschen Küchen wieder zu neuem Ruhm gelangt. Sie ist bei uns als Acker- oder Saubohne ja keine Unbekannte, nur ist sie irgendwie in Vergessenheit geraten. Will man an den zarten, hellgrünen und nach Nuss und Gras schmeckenden Kern der Bohnen, macht das allerdings viel Arbeit. Man muss die einzelnen Bohnen zuerst aus ihrer Schote klauben, kurz blanchieren und anschließend von ihrer Hülle befreien. Am Schluss bleibt von einem riesigen Berg Fave-Schoten kaum mehr als eine Handvoll Bohnen übrig. Wer die Fave wirklich liebt, tut sich das an. Andere erklären einen für verrückt.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEin völlig anderes Geschmackserlebnis\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas Schöne ist aber, dass man Fave auch unkomplizierter essen kann. Und zwar roh. Im Gegensatz zu grünen Bohnen sind rohe Fave nämlich nicht giftig. Rohe Fave bieten ein völlig anderes Geschmackserlebnis als gegarte, aber ein mindestens so gutes. In Italien hat der Verzehr roher Fava-Bohnen im Frühling Tradition. In der Nähe von Gemüsehändlern sieht man alte Männer noch auf der Straße die grünen Schoten aufbrechen und sich die rohen Bohnen ungeschält in den Mund werfen. Bei fast jedem Pecorino-Bauern steht ein Korb frischer Fave-Bohnen auf der Käsetheke, um den Käse damit zu kombinieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEinige Restaurants stellen einem in der Fave-Saison auch vor dem Essen einfach einen Korb mit frischen rohen Fave-Schoten auf den Tisch. Dazu ein Stück jungen Pecorino und eine Flasche Olivenöl und schon hat man noch vor der Bestellung das beste Antipasto des ganzen Frühlings verzehrt. Man macht es dann am Tisch wie die alten Männer auf der Straße und bricht die Schoten selbst auf. Pflückt die Bohnen heraus und kombiniert sie mit dem besten Käse und dem frischesten Öl.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWem die wachsigen Hüllen der Bohnen zu bitter sind, kann sie auch im Rohzustand einfach herunterschälen. Das ist nicht ganz so leicht wie im blanchierten Zustand, geht aber – und fühlt sich bei einem guten Glas Wein und im Gespräch mit dem Tischpartner auch nicht mehr nach Arbeit an. Außerdem ergibt es nochmal ein neues Geschmackserlebnis: der rohe Kern der frischen Fave ist kaum mehr herb, sondern so grasig-süßlich, dass man fast schon von fruchtig sprechen könnte.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003ePecorino ergänzt die Fave ideal\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Kombination der Fave-Bohnen mit jungen Pecorino liegt übrigens nicht nur deshalb auf der Hand, weil die milde süßliche Würze und die leichte Schärfe des Käses den frisch grünen, leicht bitteren Geschmack der rohen Bohnen ideal ergänzt. Sondern weil der junge Pecorino auch gleichzeitig mit den frischen Fave-Bohnen Saison hat. Noch geschmeidiger verbinden sich alle Komponenten, wenn man sie zusammen in eine Schüssel wirft und noch etwas frische Minze hinzufügt. Fave-Bohnen aus ihren Schoten befreien, den jungen Pecorino etwa bohnengroß würfeln. Minze hacken, alles in der Schüssel vermischen, großzügig mit einem kräftigen, frischen Olivenöl anmachen und auf den Tisch stellen. \u003cspan class=\"Apple-converted-space\"\u003e\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789687083276,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Favabohnen_023dfe09-546d-44cf-9511-e4e9393affac.jpg?v=1778532997"},{"product_id":"broccoli-affogati","title":"Rezept: Broccoli affogati","description":"\u003cp\u003eTod durch Ertrinken, nein, das ist nicht schön, jedenfalls nicht für einen Menschen. Im Falle von Lebensmitteln sieht das völlig anders aus. Man denke nur an einen sogenannten \u003cem\u003eCaffé affogato\u003c\/em\u003e, ein Eis, das im Espresso ertrinkt, idealerweise ein Haselnusseis. Zerfließe doch, du bist so schön! Oder eben: an die in Olivenöl und sizilianischem Rotwein ertrunkenen Brokkoli-Röschen, namentlich \u003cem\u003eBroccoli affogati.\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGut, an die kann man natürlich schlecht denken, wenn man sie noch gar nicht kennt. Aber dafür sind wir ja da und stellen sie unseren geneigten Lesern vor.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSchlüssel des Gerichts ist der Rotwein mit seiner \"Wir sagen jetzt mal all deine Termine der nächsten sieben Wochen ab, du bleibst hier auf meinem Landgut mit Blick auf Hügel und Meer und ich leg' dir eine Decke um die Schulter und mach' den alten Kamin an\"-Art\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEs handelt sich bei dem ertrunkenen Brokkoli um ein traditionell sizilianisches Gericht. Man kann es als Vorspeise kalt oder warm, als Beilage oder als Hauptspeise mit Pasta, pur oder nur zum Butterbrot essen und sich währenddessen und danach wahnsinnig aufgehoben fühlen. Verantwortlich dafür ist natürlich vor allem der Rotwein mit seiner \"Wir sagen jetzt mal all deine Termine der nächsten sieben Wochen ab, du bleibst hier auf meinem Landgut mit Blick auf Hügel und Meer und ich leg' dir eine Decke um die Schulter und mache den alten Kamin an\"-Art. Kennt man ja von ihm.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWir reisen mit diesem Brokkoli nach Sizilien und wollen uns das Landgut des sprechenden Rotweins möglichst originalgetreu vorstellen. Deshalb ist es wichtig, einen sizilianischen Rotwein zu verwenden. Der Weinhändler des Vertrauens hat den passenden Nero d'Avola sicher schon bereitgestellt. Abholen und in die Küche tragen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDer Weinhändler des Vertrauens hat den passenden Nero d'Avola für unseren Brokkoli sicher schon bereitgestellt\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDort den Brokkoli in seine Röschen zerteilen, großzügig nur das beste Olivenöl (wer es richtig ernst meint, hat natürlich ein sizilianisches parat) in einer großen Pfanne oder einem Topf verteilen, gehackte Zwiebeln und kräftig angedrückten Knoblauch reinwerfen, auf niedriger Flamme garen bis die Zwiebel glasig ist, und je nach Geschmack wenige oder mehrere Sardellenfilets dazugeben und schmelzen lassen. An dieser Stelle muss ein für allemal geklärt werden, dass ein Gericht nicht \"fischig\" schmeckt, wenn man Sardellen hinzugibt. Der Trick ist ja, die Menge so zu justieren, dass kein Mensch jemals die Sardellen schmeckt, jeder sich aber fragt was zum Teufel hier so unglaublich gut gewürzt ist. Sardellen sind ein Geschmacksverstärker, kein Geschmacksgeber.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDer Trick bei Sardellen ist, die Menge so zu justieren, dass kein Mensch jemals die Sardellen schmeckt, jeder sich aber fragt was zum Teufel hier so unglaublich gut gewürzt ist\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eBrokkoli-Röschen und gehackte Petersilie dazugeben, nur leicht salzen (die Sardellen sind bereits salzig und der später dazukommende Pecorino ebenfalls), etwas pfeffern, Deckel aufsetzen und gute zwanzig Minuten auf niedriger Flamme simmern lassen ohne umzurühren. Anschließend den Knoblauch rausfischen, wegwerfen und den Brokkoli mit zwei großzügigen Gläsern Rotwein ablöschen. Nur ganz vorsichtig mal anheben und bewegen, damit nichts anbrennt, aber bloß nicht rühren, um die Brokkoli-Röschen nicht zu verletzen. Nochmals gute zwanzig Minuten simmern lassen, diesmal ohne Deckel, so dass der Wein nach und nach verdampft. Manche Köche werfen noch ein paar schwarze Oliven in den Topf, wir haben es ohne besonderen Grund nicht getan. Und wenn wir schon bei anderen Köchen sind: Es gibt derer auch welche, die statt Rotwein Weißwein verwenden. Vielleicht schön als sommerliche Variante.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWie lang die ideale Kochzeit ist, hängt vom Brokkoli ab und vom persönlichen Geschmack. Wer es bissfest mag, reduziert die Zeit, wer den Brokkoli durch mag, gart länger, einfachster Trick wie immer: einfach zwischendurch probieren. Ist er so gut wie gar, einen würzigen Pecorino drüber reiben oder einen in Würfel geschnittenen sizilianischen Toma und noch zwei, drei Minuten simmern lassen bis der Käse geschmolzen ist. Noch etwas frische Petersilie und einen finalen \u003cem\u003efilo d'Olio\u003c\/em\u003e drüber und zur restlichen Rotwein-Flasche servieren.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789687148812,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Broccolo__01_b7b7a355-3464-4a97-bdfa-253c8aeea70a.jpg?v=1778533001"},{"product_id":"gruene-mandeln","title":"Rezept: Grüne Mandeln","description":"\u003cp\u003eGrüne Mandeln! Kennt noch jemand die Sehnsucht, frisches Gras zu essen? Oder den Fetisch, auf Spaziergängen Blätter, Knospen oder unreife Früchte von Bäumen zu pflücken und zwischen den Händen zu zerreiben, nur um minutenlang dran zu riechen?\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMein einziges Bedauern währenddessen bezieht sich darauf, dass ich das schöne Grün nicht essen kann. Denn die meisten Gräser, Knospen und unreife Früchte schmecken leider nicht, wie sie riechen. Anders ist es bei unreifen Mandeln. Grüne Mandeln sind im Gegensatz  zu anderen unreifen Früchten hervorragend verträglich.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFrische grüne Mandeln sind hervorragend verträglich und schmecken genauso, wie alles, was in der Natur so herzzerreissend grün riecht\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIm April hängt die Mandel in einem wunderschönen Hellgrün an den Bäumen und ähnelt dabei einem unreifen Pfirsich. Das ist nicht besonders überraschend, wenn man weiß, dass die Mandel botanisch gar nicht zu den Nüssen, sondern zum Steinobst zählt. Ihr Stein, die spätere Mandel, ist in diesem Zustand noch weich, saftig und ein wenig glitschig. Seine Konsistenz ähnelt einer Mischung aus Weintraubenfleisch und Aloe Vera. Das Fruchtfleisch drumherum ist knackig.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUnd wie schmeckt sie nun genau? Ich würde sagen: wie irgendetwas zwischen dem Geruch von frisch geschnittenen Gras und grünem Apfel. Nur ohne die Süße. Es ist etwas von frischer Gurke mit Zitronensaft darin, und vom sahnig-herben Geschmack einer ungesalzener Avocado.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFrische grüne Mandeln sind eine Seltenheit im Handel\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eFrische grüne Mandeln sind eine Seltenheit im Handel. Es gibt sie erstens nur um die Monate April und Mai herum, und zweitens selbst dann oft nur in den Mittelmeerländern. In München gibt es sie in dieser Zeit manchmal bei Eataly. Oder mit etwas Glück auf dem Viktualienmarkt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eTraditionell isst man frische grüne Mandeln pur und roh als Snack, nur mit etwas Meersalz und Zitronensaft. Darin liegt bereits die ganze herbe Frische des Frühlings. Mehr braucht es in meinen Augen nicht, um das Wesen der grünen Mandeln kennenzulernen.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Grüne Mandeln\" class=\"alignnone size-full wp-image-11724\" height=\"800\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Mandeln_01-1.jpg?v=1775494083\" width=\"1200\"\u003e\u003cp\u003eIm Laufe der Zeit kann man zu experimentieren beginnen. Und die grünen Mandeln einlegen, fermentieren, in den Salat werfen. Man kann sie über dem offenen Feuer grillen, man kann sie mit Tomaten und Zwiebeln braten oder zu einem Eintopf geben. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch habe zuletzt einen sehr guten Salat daraus gemacht. Mir fiel ein, dass man in Thailand grüne Papaya unter anderem mit Chili und Fischsauce anmacht. Diese Idee schien mir nicht nur sehr gut auf frische grüne Mandeln übertragbar zu sein, sondern grundsätzlich gut nach Süditalien zu passen. Wo ja neben frischen grünen Mandeln nicht nur Peperoncino wächst, sondern wo man auch ein der konventionellen Fischsauce qualitativ weit überlegenes Produkt produziert: Die \u003cem\u003eColatura di Alici\u003c\/em\u003e.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFür den Salat aus grünen Mandeln habe ich ein fruchtiges Olivenöl mit etwas Zitronensaft, Akazienhonig und gehackten, in Öl eingelegten kalabrischen Peperoncini, fein geschnittener frischer Minze und ein paar Tropfen besagter Colatura di alici und etwas Salz abgeschmeckt. Der Trick ist, nur soviel Colatura hinzuzugeben, dass das Fischaroma noch nicht herauszuschmecken ist.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGrüne Mandeln aufschneiden, mit dem Dressing vermischen, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, fertig.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789687181580,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Mandeln_01_355aed4b-d3a6-43d4-9a72-e47495bac3c9.jpg?v=1778533002"},{"product_id":"bruschetta","title":"Rezept: Bruschetta","description":"\u003cp\u003eDie gute alte Bruschetta hat es nicht leicht in Tagen wie diesen. Weißbrot, Tomaten, Basilikum, Knoblauch, Salz, Olivenöl. Kann das alles sein? Fehlen da nicht mindestens siebenundachtzig Extra-Zutaten? Die große Überraschung, das Neue? Die Antwort lautet: Nein.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Bruschetta ist ein geniales Gericht, das völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Vielleicht liegt die allgemeine Bruschetta-Amnesie an schlechten Erinnerungen an die gleichnamige \u003cspan class=\"Apple-converted-space\"\u003eProvinzitalienervorspeise, bestehend aus schlechtem Toast, geschmacksbefreiten Tomaten, ranzigem Öl und einem Zuviel an getrocknetem Oregano.\u003c\/span\u003e \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003e\u003c\/h3\u003e\u003ch3\u003eDie Bruschetta ist ein geniales Gericht, das völlig zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten ist\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWie wir alle wissen, soll man schlechte Erinnerungen durch gute ersetzen. Wichtig ist wie immer die Qualität der Zutaten. Die Tomaten müssen tiefrot und süß sein, der Knoblauch frisch, das Öl von bester Qualität und das Brot genau richtig geröstet. Oregano hat in diesem Gericht nichts zu suchen. Dafür frisches Basilikum.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Brot für die Bruschetta ist im Idealfall italienisches Casareccio-Brot, ein helles Sauerteigbrot aus Hartweizenmehl. Sein Teig ist dicht und kompakt genug, um genügend Tomatensud aufzunehmen. Geröstet wird es am besten auf dem Grill oder in der Pfanne. \u003cspan class=\"Apple-converted-space\"\u003eWenn Casareccio nicht zu kriegen ist, einfach die nächstbeste Alternative suchen. Eher ungünstig sind all zu leichte, luftlöchrige Brotvarianten oder Supermarkttoast.\u003c\/span\u003e \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eIdealerweise sind die Tomaten schon an der Grenze zur Überreife\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIn einer Schale kleine, süße Tomaten vierteln – idealerweise sind die Tomaten schon an der Grenze zur Überreife. Frisches Basilikum hacken, dazugeben. Salzen, durchheben. Ordentlich Olivenöl dazugeben, wieder durchheben. Brot rösten. \u003cspan class=\"Apple-converted-space\"\u003eGeröstetes Brot m\u003c\/span\u003eit einer frisch aufgeschnittenen halben Knoblauchzehe einreiben. Tomaten auf das geröstete Knoblauchbrot geben, auf einem Teller anrichten, fertig.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie perfekte Temperatur: Lauwarm. \u003cspan class=\"Apple-converted-space\"\u003e\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789687443724,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Bruschetta_01_fc88c1ff-dd4f-4563-ac05-082c93366247.jpg?v=1778533010"},{"product_id":"gruenes-genie","title":"Rezept: Grünes Genie","description":"\u003cp\u003eWas macht grüne Soßen eigentlich so unwiderstehlich? Man denke nur an die Frankfurter Grüne Soße, ein frisches Basilikum- oder Bärlauchpesto: Grüne Soßen scheinen die schönen Menschen unter den Lebensmitteln zu sein. Sie müssen nur auf den Tisch kommen, schon gucken alle interessiert und wollen mal probieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eKein Wunder: Grün ist alles, was gesund ist und lebt, was duftet und sprießt. Grün ist das Gras im Sommer, grün verspricht Leben und in Form von vierblättrigen Kleeblättern Glück. Die Ampel ist grün, wenn man fahren darf und grün ist die interessantere Augenfarbe. Grün ist angeblich auch die Hoffnung, obwohl nicht besonders viele fotografische Porträts von ihr kursieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEine der mit Abstand interessantesten, vielseitigsten und saisonunabhängigsten grünen Soßen von allen grünen Soßen ist die italienische Salsa Verde. Sie ist an Würzigkeit und Geschmackstiefe kaum zu übertreffen, sie ist salzig, süß und sauer und braucht keinerlei aufwendige Begleitung, um zu glänzen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSie passt zu einfachem Brot und zu Ei, zu Kartoffeln oder Pasta, zur Ratatouille, zu Lamm und Fisch, zu gegrillten Auberginen und zum milden Käse. Und klassisch ist sie zum Bollito, dem vor allem in Ligurien, im Piemont und der Toskana beheimateten Kochfleisch. Sie hält sich ein paar Tage im Kühlschrank und befriedigt jeden Nacht- und Nachmittagshunger aufs Beglückendste. Wenn einen das nächste Mal jemand fragt, was man auf eine einsame Insel mitnehmen würde, sollte die Antwort Salsa Verde lauten.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eGenial? Ja, genial!\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas Rezept für die Salsa Verde ist einfach und ohne penible Mengenabgaben durch entspanntes Abschmecken zu bewältigen: In einen Mixbecher gibt man zunächst die Petersilie. Viel davon. Es sei an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen, auch die weichen Teile der Stängel der Petersilie mit hineinzugeben. In ihnen steckt oft mehr Geschmack als in den schönsten Blättern.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNun folgt etwas Olivenöl. Dabei ist es - wie auch bei der Zubereitung von Pesto und Mayonaise ratsam, keine allzu scharfe, bittere Variante zu wählen. Es würde den feinen Geschmack der Salsa sonst zu sehr dominieren. Nun wird beides püriert, allerdings ebenso vorsichtig und stoßweise wie beim Pesto. Die Zutaten sollen nicht zu heiß und dadurch bitter werden. Dabei nach und nach auch die weiteren Zutaten hinzufügen: Knoblauch (wenig, gerade so viel, dass man es schmeckt) und Kapern. Guter Tipp von einer italienischen Kapern-Bäuerin: wer Salzkapern benutzt, kann sie vorher statt nur mit Wasser auch mit einem guten Weißwein waschen, das gibt ihnen ein noch feineres Aroma.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDas Rezept für die Salsa verde ist einfach und durch entspanntes Abschmecken zu bewältigen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eJetzt vorsichtig die Sardellen einarbeiten. Sardellen in Öl aus dem Glas (oder aus der Dose) sind sehr geschmacksintensiv. Die richtige Dosierung ist erreicht, wenn ihr deftiger, würziger Geschmack deutlich wird, die Salsa aber noch weit davon entfernt ist nach Fisch zu schmecken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMit Zitronensaft (erstmal nur ein paar Spritzer), Weißweinessig und einem ausgewogen süß-sauren Condimento Bianco abschmecken. Die Kapern und Sardellen sind meist so salzig, dass man gar nicht mehr extra nachsalzen muss. Wer mag, kann aber noch Pfeffer hinzugeben. Und wer die Salsa Verde noch etwas schärfer möchte, kann auch mit Peperoncino nachhelfen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWie etwas auch bei der sizilianischen Caponata existieren übrigens von der Salsa Verde diverse Varianten – welche die Ursprungsversion ist, vermag einem kaum einer zu sagen, im Zweifel ist es immer die der eigenen Großmutter. Die einen fügen ihrer Salsa Verde neben allen oben beschriebenen Zutaten noch ein klein wenig rohe Zwiebeln hinzu, andere Basilikum und ein paar ganz Verrückte sogar Gurke. Manche pürieren Weißbrot oder Zwieback mit hinein und ein hartgekochtes Ei.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGetreu dem Splendido-Motto \u003cem\u003eWeniger ist mehr\u003c\/em\u003e empfehlen wir natürlich fürs Erste unsere Variante.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFreunde einladen, Salsa plus x servieren, Wein aufmachen, Leben genießen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789687509260,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido_salsa_verde_256abc9f-f91b-4923-b522-368a4ed033f6.jpg?v=1778533011"},{"product_id":"zwiebeln-gratiniert","title":"Rezept: Zwiebeln, gratiniert","description":"\u003cp\u003eIn Italien hat nicht nur jede Region ihre Spezialität, sondern oft auch jedes Dorf mindestens ein Lebensmittel, das von irgendeinem Konsortium geschützt und dessen Produktion seit Generationen streng gehütet wird. Dieser manchmal schon an Wahnsinn grenzende Schutz von Traditionen treibt hin und wieder seltsame Blüten. Wenn zum Beispiel ein- und dasselbe Nudelgericht in zwei benachbarten Dörfern unterschiedliche Namen haben \u003cem\u003emuss.\u003c\/em\u003e Oder man auf der anderen Seite eines kleinen Flusses nur eine bestimmte Käsesorte schmelzen darf, was zwei Kilometer weiter schon als Frevel gilt. Schön ist hingegen, dass es so für beinah jedes Produkt ein Rezept gibt, das die Qualität und Eigenschaften des Produkts bestmöglich repräsentiert.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn Sizilien, genauer gesagt in \u003cem\u003eGiarratana\u003c\/em\u003e, gibt es die \u003cem\u003eCipolla di Giarratana,\u003c\/em\u003e eine riesige, flache Zwiebel, hellweiß und zart, mit einem ganz milden, zuckersüßen Eigengeschmack. Sie kann vielleicht noch mit zu groß geratenen Tropea-Zwiebeln verglichen werden oder mit den ebenfalls geschmacklich großartigen \u003cem\u003eCipolle di Breme\u003c\/em\u003e aus dem Norden Italiens.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003ePecorino, Semmelbrösel, Kapern, Olivenöl. Eigentlich ist das auch schon das ganze Rezept.\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas klassische Rezept zur Zubereitung der \u003cem\u003eGiarratana\u003c\/em\u003e beinhaltet nahezu alle Zutaten, die in Sizilien typisch sind: Pecorino, Semmelbrösel, Kapern, Olivenöl. Und eigentlich ist das auch schon das ganze Rezept. Der Vollständigkeit halber schreibe ich es aber trotzdem auf:\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie großen, flachen Zwiebeln schäle ich zunächst und schneide sie dann in zwei gleiche Teile. Dabei flache ich sie unten ein wenig ab, damit sie gut auf einem Teller oder Blech liegen können. Dann rühre ich eine Art Panade aus gehackten Kapern, etwas Olivenöl, würzigem Pecorino und gehacktem, altem Brot zusammen. Ich schneide die Schnittflächen der Zwiebeln schachbrettartig ein, sodass später das Öl und die restlichen Zutaten auch ein wenig ins Innere gelangen können. Das ist gut für den Geschmack, vor allem ist es aber eine Freude auf dem Teller, wenn die butterzarten Zwiebeln langsam in ihre Einzelteile zerfallen und so fast gelöffelt werden können.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuf ein Blech setze ich die Zwiebeln, gebe großzügig von dem Käse-Brotgemisch darüber, massiere die Mischung ein wenig in das Gemüse ein und begieße die ganze Konstruktion dann großzügig mit bestem Olivenöl. Pfeffer und Salz sind hier Geschmackssache. Wenn der Pecorino schon salzig genug ist, braucht es kaum weitere Gewürze.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann in den Backofen und solange bei ca. 160°C backen bis die Panade goldbraun und die Zwiebel komplett weich und gar gebacken ist. Eventuell zum Schluss noch einmal kurz den Grill einschalten.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie gratinierte Zwiebel eignet sich als Beilage, Vorspeise oder einfach als kleine Mahlzeit zwischendurch.\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie gratinierte Zwiebel schmeckt heiß aus dem Ofen genauso gut wie kalt am nächsten Tag. Sie eignet sich als Beilage, Vorspeise oder einfach als kleine Mahlzeit zwischendurch. Wer irgendwo große, flache Zwiebeln bekommt (sie müssen ja nicht aus \u003cem\u003eGiarratana\u003c\/em\u003e sein), sollte sie unbedingt einmal so zubereiten. Das zarte, weiche Fleisch des Gemüses bildet zusammen mit der knusprigen Kruste eine großartige Kombination.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBeim Essen dachte ich sofort an Davide Oldani und seine berühmte Zwiebelkreation. Die süß-salzige karamellisierte Zwiebel, die ich vor Jahren einmal in einem Restaurant in Parma gegessen habe. Oldani serviert seine Zwiebel mit Parmigiano Reggiano-Eis und einer klassischen \u003cem\u003eFonduta.\u003c\/em\u003e Zumindest letztere lässt sich auch hervorragend zu unserer gratinierten Sizilianerin ergänzen. Wer also die süditalienische Küche verlassen oder sie zumindest mit ein paar Komponenten aus dem Norden ergänzen möchte, geht vor wie folgt und rührt kurz bevor die Zwiebel aus dem Ofen kommt noch eine \u003cem\u003eFonduta\u003c\/em\u003e zusammen: In einem kleinen Topf etwas Weißwein zum Köcheln bringen und mit Sahne aufgießen. Dann geriebenen Parmigiano Reggiano (und unbedingt auch etwas von der würzigen Kruste des Parmigiano Reggianos) darin schmelzen. Mit Muskatnuss und weißem Pfeffer abschmecken und - wenn nötig - mit einem in Wasser gelösten Löffelchen Maisstärke abbinden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie lauwarme gratinierte Zwiebel aus dem Ofen in die heiße \u003cem\u003eFonduta\u003c\/em\u003e setzen. Wer möchte, kann natürlich auch den Pecorino mit Parmigiano Reggiano ersetzen oder die \u003cem\u003eFonduta\u003c\/em\u003e mit Pecorino zubereiten. Das darf dann nur keiner von der anderen Seite des Flusses erfahren.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789687968012,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Zwiebel_gratiniert_01_921f63ff-d657-4be7-85ca-d00323611736.jpg?v=1778533025"},{"product_id":"crocche-di-patate","title":"Rezept: Crocchè di Patate","description":"\u003cp\u003eWas für die Beziehung zwischen Menschen gilt, gilt auch für die Beziehung zwischen Mensch und Essen: Wer sich gemeinsam in einer Extremsituation befindet, baut schneller eine Verbindung zueinander auf. Die sogenannte Hängebrückentheorie besagt genau das.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Experiment dazu geht so: Eine Frau stoppt in der Fußgängerzone Männer und stellt ihnen ein paar Fragen, angeblich für eine Studie. Sie gibt ihnen auch ihre Nummer: Die Männer sollen anrufen, falls sie später mehr über die Ergebnisse der Studie erfahren möchten. Die gleiche Versuchsanordnung führt die Frau danach auf einer engen, wackeligen Hängebrücke aus.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEs rufen sie nachher deutlich mehr Männer von der Hängebrücke an, als aus der Fußgängerzone. Denn dass sie sich über einem Abgrund kennengelernt hatten, machte die Frau für die Männer um einiges eindrucksvoller als in der Fußgängerzone.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWas für die Beziehung zwischen Menschen gilt, gilt auch für die Beziehung zwischen Mensch und Essen: In einer Extremsituation baut man schneller eine Verbindung zueinander auf\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd um aufs Essen zurückzukommen: Meine tiefe Liebe zu Kartoffelkroketten zum Beispiel erwachte in einer nassdüsteren Unwetter-Nacht in Neapel. Ohne Jacke oder Regenschirm und bis auf die Knochen durchnässt eilte ich durch finstere neapolitanische Gassen, vorbei an den verzerrten Schatten von Heiligenfiguren, vorbei an schummrig beleuchteten Wohnhäusern und aufgeplatzten Müllsäcken. Wildgewordene Moto-Fahrer rasten an mir vorbei und brüllten mir neapolitanische Unflätigkeiten entgegen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch war auf der Suche nach einer ganz bestimmten Pizzeria. Schließlich fand ich sie. Auf meine Pizza wartend, bestellte ich eine Vorspeise. Ich bekam eine heiße, fettige, direkt vor Ort handgemachte Crocchè di Patate in die Hand gedrückt, eingewickelt in Papier. Außen kross frittiert und golden leuchtend, innen dampfend weich und würzig. Ein perfekt gesalzenes Kartoffelkissen. Eine Wolke aus Kartoffel, Parmigiano Reggiano, Muskat und frisch gemahlenem Pfeffer. Sie wärmte mich von innen wie lange nichts. Ich sah sie an und sprach zu ihr: Du bist meine Retterin in der Not. Ich liebe dich!\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eAußen kross frittiert und golden leuchtend, innen dampfend weich und würzig. Crocchè di Patate sind ein perfekt gesalzenes Kartoffelkissen, eine Wolke aus Kartoffel, Parmigiano Reggiano, Muskat und frisch gemahlenem Pfeffer\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas Schönste an Crocchè di Patate aber ist: Sie schmecken immer. Auch, wenn kein Unwetter herrscht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGute, festkochende Kartoffeln abspülen und ungewürzt mit Schale in den Ofen geben. Bei 180°C so lange garen, bis sie durch und durch weich sind. Ich mache das meistens spätabends und lasse die fertigen Kartoffeln (etwa ein Kilo) dann einfach bei Zimmertemperatur über Nacht auskühlen. Am nächsten Mittag oder Abend schäle ich sie und zerstampfe sie mit dem Kartoffelstampfer zu Brei. Dann verschlage ich ein bis zwei Eigelb mit Salz und Pfeffer in einer Schale und gebe sie zum Brei, um alles miteinander zu vermischen. Anschließend würze ich mit etwas Muskatnuss und füge fein geriebenen Parmigiano Reggiano hinzu. Wieviel? Geschmackssache. Abgeschmeckt werden muss sowieso, schon allein aufgrund der idealen Salzigkeit. Kartoffeln brauchen ja immer ein Vielfaches mehr Salz, als man zuerst anzunehmen wagt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIst die Masse fertig, mit beiden Händen in die gewünschte Form rollen, zuerst durch Eigelb ziehen und anschließend durch Semmelbrösel (die um ein Vielfaches besser schmecken, wenn man sie selbst macht). Man kann die Crocchè di Patate auch mit einem später zart schmelzenden Fontina-Kern versehen. Dafür einfach ein großzügiges Stück Fontina in die Mitte stecken. Die Möglichkeiten sind endlos.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eKein Mensch braucht eine Fritteuse\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eÜbrigens braucht kein Mensch auf der Welt eine Fritteuse, wenn er einen Herd und einen Topf besitzt. Ebensowenig braucht die Menschheit schlechtes, billiges Fett, das schnell ranzig wird und den Körper nach dem Essen tagelang belastet. Wer hat eigentlich jemals damit angefangen zum Frittieren schlechtes Öl zu benutzen? Und vor allem: warum? Auch Frittiertes wird gegessen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAlso: Ein zumindest ausreichend gutes Olivenöl Extra Vergine aus nachvollziehbarer Herkunft vorsichtig erhitzen. Es sollte nicht rauchen, aber heiß genug sein, dass sich beim Frittieren schnell eine goldene Kruste bildet – bevor sich das Gemüse unter der Panade mit Fett vollsaugen kann. Zwischen 140° und 170°C ist die Temperatur ideal, aber ein Thermometer braucht es trotzdem nicht. Zum Test einfach ein wenig Kartoffelmasse hineingleiten lassen. Wenn die Crocchè di Patate auf allen Seiten goldbraun sind, rausnehmen und auf einem sauberen Küchenhandtuch oder Küchenpapier abtropfen lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eServieren mit nichts als einem kühlen Bier und ein wenig groben Meersalz.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789688131852,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Magazin_02_fa18bb0f-7626-4cfc-8bd0-4816b2ac5b88.jpg?v=1778533029"},{"product_id":"panino-mit-gegrillter-paprika-und-burrata","title":"Rezept: Panino mit gegrilltem Paprika und Burrata","description":"\u003cp\u003eDer Mensch ist sehr berechenbar. Man muss ihm nur mit steinzeitlichen Praktiken kommen, schon ist er glücklich. Mich kriegt man zuverlässig mit Feuer. Eine Küche ohne die Flammen des Gasherds kann ich mir dauerhaft nicht vorstellen. Regelmäßig steche ich rohes Gemüse rundherum mit dem Messer ein und werfe es im Ganzen direkt auf die Flamme, um es dort verschmoren zu lassen. Das Gemüse knackt und zischt dann wohlig im Feuer und in wenigen Momenten fühle ich mich so zuhause wie in diesen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWenig ist so befriedigend, wie Gemüse auf offener Flamme verschmoren zu lassen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Schale des Gemüses wird dabei nach und nach pechschwarz bis silbrig und beginnt sich schließlich wie Seidenpapier abzublättern, bevor sie endgültig zu Asche wird. Genau dann ist das dahinter verborgene Fruchtfleisch gerade richtig durchgegart, schmeckt süß und pur und saftig und rauchig. Die verbrannte Schalxe lässt sich nach dem Abkühlen leicht mit einem Löffel abschaben. Die Aubergine eignet sich für dieses Prozedere sehr gut, aber auch der Paprika. Im Grunde jedes Gemüse. Noch mehr Spaß macht das ganze Prozedere nur, wenn man es nicht in den Flammen des Gasherds veranstaltet, sondern in der Glut eines Lagerfeuers.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDas Schöne am verbrannten Paprika ist, dass man seine Schale dabei zwangsläufig los wird\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas Schöne am verbrannten Paprika ist, dass man seine Schale dabei zwangsläufig los wird. Der Hauptgrund nämlich, aus dem ich Paprika normalerweise verschmähe, ist genau diese Schale. Zäh, fast trocken, ein einziges Ärgernis. Höchstens in der stundenlang geschmorten Peperonata zu ertragen, sonst zu nichts zu gebrauchen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003e\u003c\/h3\u003e\u003ch3\u003eMarinierten Paprika und Burrata zusammen servieren\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eSo, und was macht man nun mit den zartrauchigen Paprikafilets? Einige Stunden oder über Nacht marinieren. In eine Vinaigrette aus Olivenöl, süßem Essig oder einer Mischung aus Rotweinessig und Honig und etwas Salz. Wer mehr Schärfe will, fügt noch frischen Knoblauch und Peperoncino hinzu, braucht es aber gar nicht.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Gegrillte Paprika\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12244\" height=\"905\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Magazin_04-1356x905.jpg?v=1775494201\" width=\"1356\"\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003eDie enthäuteten geschmorten Paprikafilets in ihrer Marinade\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUnd dann pur essen. Oder aufs Brot. Als Beilage. Zu Kartoffeln. Zum Fleisch. Zur Pasta. Oder idealerweise in einem Sandwich. Mit frischer Burrata. Denn wirklich wenig ergänzt frische Burrata so gut, wie der rauchig-süßherbe Paprika.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789688361228,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Magazin_03_0227105f-b0f1-4db4-8032-1e0a7b647569.jpg?v=1778533035"},{"product_id":"soffritto","title":"Rezept: Ein Soffritto für immer","description":"\u003cp\u003eBisher haben wir eines der universellsten Stückchen italienischer Küche nur in Nebensätzen erwähnt. Dabei ist es die Grundlage unendlich vieler Rezepte und Gerichte: Der Soffritto.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWer die Mischung aus Zwiebeln, Sellerie und Karotten nur als Ansatz für ein Ragù alla Bolognese kennt, hat viel verpasst. Eigentlich gibt es kaum ein Gericht, das mit der Verwendung des Soffritto nicht noch ein bisschen besser gelingen würde. Der Soffritto ist Basis und Verfeinerung zugleich, die Grundlage jeder Brühe und kleinster gemeinsamer Nenner unzähliger Gerichte. Der Soffritto gibt Körper und Struktur, und nicht nur das: Ihm haftet auch etwas Rituelles an. Er bedeutet den Auftakt jedes Kochvorgangs.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDer Soffritto setzt die Kreativität frei\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDenn wie oft stelle ich mich in die Küche und habe noch gar keine Ahnung, was ich kochen will. Erstmal greife ich intuitiv sofort zu Zwiebeln, Karotten und Sellerie. Das Beste daran ist: Ich mache damit fast nie etwas falsch. Während der Soffritto schon einmal in Öl vor sich hin brutzelt und sich die Küche mit einem angenehmen Duft füllt, kommen der Appetit, die Ideen und die Kreativität ganz von selbst.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDer Soffritto bahnt einem den Weg in die unendlichen Tiefen der einfachen italienischen Küche. Die so immergleich und doch so vielfältig ist, so streng und doch so offen für Improvisationen und jeden Tag ein wenig anders. Hier noch ein bisschen Knoblauch mehr, da eine Sardelle und vielleicht dort ein paar mehr Kräuter dazu. Der Soffrito gibt den Weg vor und lässt doch alle Möglichkeiten offen. Ich liebe den Soffritto.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSo sehr, dass ich ihn heute einmal ganz bei sich lasse und pur als Vorspeise serviere. Er hat es verdient, nicht immer nur die Nebenrolle, sondern auch mal den ersten Gang zu spielen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEine der schönsten Geschmackskombinationen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAlso hacke ich rote Zwiebel, Karotte und Stangensellerie in feinste Würfel. Die Mengen variieren, genauso wie alles andere beim Soffritto. Ich mag es relativ viel Sellerie, etwas weniger Zwiebel und noch weniger Karotte zu benutzen. Dann dünste ich alles in gutem Olivenöl an, solange bis die ganze Küche duftet, das Gemüse schon fast gar, aber nicht zu weich ist und würze es kräftig mit Salz und Pfeffer.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch lasse alles etwas abkühlen und platziere den Soffritto lauwarm auf einem Teller. Zur Seite stelle ich ihm eine kleine Burrata aus Apulien. Dann gebe ich nochmal bestes, würziges Öl darüber.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWenn man sich durchgerungen hat die Konstruktion zu zerstören, tut sich eine der schönsten Geschmackskombinationen auf, die ich seit langem aus weniger als fünf Zutaten erlebt habe. Der kühle Käse vermischt sich mit dem lauwarmen Gemüse. Er mildert den deftigen Geschmack ab und lässt dennoch genug Raum, um alle einzelnen Komponenten zu erkennen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch habe lange überlegt, ob ich noch Gewürze, Kräuter oder Parmigiano Reggiano dazugeben sollte, mich aber zum Glück dagegen entschieden. Der Soffritto steht endlich einmal für sich allein und es fehlt ihm an nichts.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789688492300,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Sofritto_a398f849-8dd4-43b2-8c11-ec745305efca.jpg?v=1778533040"},{"product_id":"bitte-bitter","title":"Rezept: Bitte bitter","description":"\u003cp\u003eWas genau hat der deutsche Gaumen eigentlich für ein Problem mit der Geschmacksrichtung bitter? Wäre nicht uninteressant mit dieser Frage zum Volkspsychologen zu gehen. Bis dahin tut es aber auch eine therapeutisch-kulinarische Exkursion nach Italien. Denn während im durchschnittlichen deutschen Supermarkt der Chicorée oft die letzte Bastion Bitterkeit darstellt (und auch nur, um auf dem Teller durch verzuckertes Dressing entkräftet zu werden), erwartet einen in der Bittergemüse-Ecke italienischer Supermärkte so etwas wie das kulinarische Stendhal-Syndrom, will sagen: die totale Reizüberflutung.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Liebe zum Bittergeschmack ist in Italien von jeher in der Esskultur verankert\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Liebe zum Bittergeschmack ist in Italien von jeher in der Esskultur verankert. Radicchio, Artischocken, Stängelkohl, Catalogna und andere Varianten der Zikorie sind dabei nur die bekanntesten Vertreter. Auf diversen Bauernmärkten zwischen Como und Catania kauft man zudem das ganze Jahr über lokales, bitteres Unkraut in allen Farben und Formen. Um es daheim roh in den Salat zu werfen oder mit Öl und Knoblauch als einfache Beilage zum Fleisch in der Pfanne zu dünsten. Von den vielen bitteren Aperitifs, Tonics und anderen Bar-Elixieren ganz zu schweigen. Die Scheu vor Bitterkeit scheint man hier tatsächlich nicht zu kennen. Im Gegenteil, dem Bitteren haftet in Italien eine geradezu elegante Selbstverständlichkeit an. Man sollte sich von ihr nicht nur zum Wohl der eigenen Gesundheit etwas abschauen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEigentlich eine Form von Gesundheitsvorsorge: der Puntarelle-Salat\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEiner der ganz großen Klassiker der italienischen Bittergemüse-Küche sind die \u003ci\u003ePuntarelle alla romana.\u003c\/i\u003e Ein herber Wintersalat, der mit seinen deftigen Aromen zuverlässig die Seele wärmt – und das, obwohl er kalt serviert wird. So eine \u003cem\u003eInsalata di puntarelle\u003c\/em\u003e enthält übrigens auch noch Sardellenfilets und damit aterienfreundliche Omega-3-Fettsäuren. Wenn sich dann noch der obligatorische filo d’olio dazu gesellt, zumal aus aktueller Ernte und damit nie frischer, schärfer, würziger und polyphenolhaltiger als jetzt, kann der Körper nur noch jubeln.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie gute Nachricht für alle Daheimgebliebenen: Es gibt die Puntarelle zwar in Deutschland, Österreich und der Schweiz so gut wie nie im Supermarkt. Dafür aber in den Wintermonaten immer öfter in gut sortierten Bio-Läden. Bei italienischen Großhändlern und aufgeweckten Gemüsehändlern wird man auch fündig. Wer das Zikoriengewächs noch nie zuvor gesehen hat, mag sich angesichts seiner etwas durchgedrehten Form erschrecken und es im ersten Moment für ein mutiertes Spargel-Etwas mit Löwenzahntarnung halten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie äußeren, ebenfalls essbaren und sehr bitteren Blätter gelten landläufig als Catalogna und spielen die Hauptrolle in vielen anderen klassischen italienischen Gerichten. Ihre spargelähnlichen Triebe im Inneren sind jedoch gemeint, wenn von der Puntarelle die Rede ist. Im Lazio und in Kampanien spielt die \u003cem\u003eInsalata di puntarelle\u003c\/em\u003e alla romana eine so große Rolle, dass jeder, der in Sachen Küche etwas auf sich hält, ein kleines Werkzeug besitzt, das eigens dazu gedacht ist, die Puntarelle in die für ihren Salat erwünschten schmalen Stiftchen zu schneiden. Doch keine Sorge, ein scharfes Messer und etwas Sorgfalt erledigen den Job genauso gut.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEinfacher könnte ein Rezept kaum sein\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Puntarelle waschen, gut abtropfen lassen oder sorgfältig mit dem sauberen Handtuch abtupfen. Nichts ruiniert Salate zuverlässiger als aus Nachlässigkeit verwässerte Zutaten. Nun die einzelnen Triebe voneinander trennen und jeweils in schmale und kurze Stiftchen schneiden. In einer kleinen Schale ein ausgewogenes Condimento abschmecken. Frisches Olivenöl, etwas Weißweinessig, klein geschnittene Sardellenfilets und ein wenig sehr fein geschnittenen rohen Knoblauch. Wer möchte, kann den Essig auch durch Zitrone ersetzen oder ergänzen und jetzt in der Zitrusfrüchte-Hochsaison ist auch die frisch-herbe Bergamotte keine schlechte Wahl.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWer keine Sardellen mag oder hat, sollte für die gewünschte Würzigkeit zumindest ein paar klein gehackte Kapern oder Kapernblätter hinzufügen. Natürlich ist auch eine Kombination von Kapern und Sardellen erlaubt und empfohlen. Abschmecken mit Pfeffer und wenig Salz (die Kapern und die Sardellen sind schon salzig genug). Dann alles mit den fein geschnittenen Puntarelle-Trieben vermischen, ein paar Minuten durchziehen lassen und servieren.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789689147660,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Puntarelle_01_083d8fa4-4402-41de-b886-e90b4d66c6a3.jpg?v=1778533062"},{"product_id":"sardellen-frittiert","title":"Rezept: Sardellen, frittiert","description":"\u003cp\u003eBei uns um die Ecke in Italien eröffnete neulich ein neuer kleiner Supermarkt. Und wie es sich selbst für den kleinsten italienischen Supermarkt gehört, kommt auch dieser nicht ohne eine extrem gut sortierte Fischtheke aus. Wir statteten ihr am Eröffnungstag des Marktes einen euphorischen Besuch ab – es war ja anzunehmen, dass keiner der Fische viel Zeit gehabt hatte, trübe Augen zu bekommen und uns also nur die allerbeste Ware erwartete. \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFangfrische, kleine, pralle und in den schönsten Blau- und Silbertönen des Meeres schimmernde Sardellen \u003cem\u003e\u003c\/em\u003e\n\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDem war so. Unter anderem wurden ein ganzer Haufen perfekt fangfrischer Sardellen feilgeboten. Kleine, pralle, in den schönsten Blau- und Silbertönen des Meeres schimmernde \u003cem\u003ealici\u003c\/em\u003e aus dem Mittelmeer. Das Mutter-Tochter-Gespann vor uns in der Warteschlange kaufte – den guten Look der Fische laut und lange lobpreisend – Mengen ein, die für eine Tafel von mindestens fünfzehn Personen reichten. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan beriet sich sodann im Dialog mit der Fischverkäuferin kurz über die perfekte Zubereitungsart der heringsartigen kleinen Fische. Und einigte sich schnell auf \u003cem\u003ealici fritte:\u003c\/em\u003e in nichts als Mehl gewendet, dann in Olivenöl knusprig frittiert, mit Salz bestreut und einem frisch aufgeschnittenen Zitronenschnitz serviert. \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eLaut Fischverkäuferin die perfekte Zubereitungsart der heringsartigen kleinen Fische: in Mehl gewendet und zweifach frittiert, dazu Salz und Zitrone\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eKurz wurden auch roh marinierte Sardellen in Erwägung gezogen, doch die Fischverkäuferin riet ab: viel zu gefährlich. Seit immer mehr Meeresfisch von dem für den menschlichen Organismus nicht unbedenklichen Fadenwurm Anisakis befallen sei, müsse man da aufpassen. Der Erreger stirbt nur bei längerem Erhitzen der Fischchen über 60 Grad, oder durch das Tiefkühlen bei unter -20 Grad für mindestens 24 Stunden, was keine häusliche Tiefkühltruhe leisten könne. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAber frittieren, da war man sich einig: unbedenklich, herrlich, eine Delikatesse!\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDas Ausnehmen der kleinen Fische macht keine Arbeit\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd viel Arbeit macht es auch nicht. Nicht einmal das Ausnehmen der Fische dauert lang oder erfordert besonderes Talent. Man dreht dem Fischlein nur schnell den Kopf ab und fährt dem Fisch in derselben Handbewegung mit dem Zeigefinger durch den Bauch am Rückgrat entlang und entfernt so alle Bauchorgane. Das Rückgrat selbst kann man bei so kleinen Sardellen wie diesen problemlos mitessen. Unter kaltem Wasser abspülen, abtropfen lassen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAber meistens gehört es ja ohnehin zum wohlwollenden Service des Fischerverkäufers, einem den Fisch vor Ort auszunehmen. Die Frage, ob man einem dem Gefallen tun solle, gleicht dabei mehr einer Verordnung als einer Frage. Im Sinne von: „Ich kann Sie ja leider nicht davon abhalten, den Fisch zuhause durch falsche Zubereitung zu ruinieren, aber bitte lassen Sie ihn mich jedenfalls schnell korrekt ausnehmen.“ Vielleicht ist dieser Service für den leidenschaftlichen Fischverkäufer aber auch nur so etwas wie ein Abschiedsritus von seinem geliebten Produkt, eine letzte Ehrerweisung an den Fisch, bevor er an den zweifelhaften Fisch-Amateuren auf der anderen Seite der Theke übergeben wird.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEgal: Zuhause dann die Sardellen nur noch schnell in Mehl wenden. Dann reichlich Olivenöl in einem Topf erhitzen und sobald das Fett heiß genug ist, die Fische hineinwerfen und goldbraun frittieren. \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eAuch Frittiertes wird gegessen, also lieber seltener frittieren und dafür in besserem Öl\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eÜber den Vorgang des Frittierens kann man viel sagen, wir beschränken uns gerne auf folgende Erkenntnis: Kein Mensch auf der Welt braucht eine Fritteuse, wenn er einen Herd und einen Topf besitzt. Ebensowenig braucht die Menschheit schlechtes, billiges Fett, das schnell ranzig wird und den Körper nach dem Essen tagelang belastet. Wer hat eigentlich jemals damit angefangen zum Frittieren schlechtes Öl zu benutzen? Und vor allem: warum? Auch Frittiertes wird gegessen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eKlar, es ist eine Kostenfrage. Wie immer. Wenn man aber einen Topf mit halbwegs kleinem Durchmesser und nicht das allerteuerste (aber trotzdem gutes) Olivenöl benutzt, relativiert sich das schnell. Dass fürs Frittieren schlechtes Fett grad gut genug ist, ist genau so ein Irrglaube wie der, dass man zum Kochen am besten den miesesten, möglicherweise schon gekippten Weißwein benutzen sollte.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAlso: Finger weg vom Frittierfett und lieber mal einen Kanister günstiges natives Olivenöl kaufen, das man für solche Zwecke benutzen kann. Das verliert zwar schnell an Geschmack, ist aber immer noch um Längen besser als jede Fettmischung aus dem Supermarkt. Der Körper wird es einem danken und außerdem stinkt die Wohnung danach nicht tagelang wie eine alte Pommesbude.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEs reicht soviel Öl, dass die Fischchen gerade einmal darin untertauchen können\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWeiter im Text. Öl vorsichtig erhitzen. Es braucht auch wirklich nicht viel Öl, der Topf muss keineswegs halb damit gefüllt sein. Es reicht soviel, dass die Fischchen gerade einmal untertauchen können. Das Öl sollte nicht rauchen, aber heiß genug sein, dass sich beim Frittieren schnell eine goldene Kruste bildet. Zwischen 140 und 170 Grad ist die Temperatur ideal, aber ein Thermometer braucht es trotzdem nicht. Zum Test einfach einen Holzlöffel hineinhalten – wenn sich Blasen bildet, ist die Temperatur ideal.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eTipp der Fischverkäuferin: Alici nach der ersten Frittura kurz herausnehmen, leicht abkühlen lassen und dann noch einmal ins Fett werfen. So werden sie doppelt knusprig. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eErneut abtropfen lassen und auf Küchen-, Zeitungs- oder Butterbrotpapier anrichten, mit Salz bestreuen und mit Zitronenschnitz servieren. \u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789689409804,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/alici_01_bf7c1a5b-dfb9-4f91-ba9c-e7db07cf1f05.jpg?v=1778533067"},{"product_id":"frittierter-spargel-mit-bozener-sosse","title":"Rezept: Bozner Soße zu frittiertem Spargel","description":"\u003cp\u003eDie Kombination von Spargel und Ei mündet ausnahmslos in Wohlgenuss. Es reicht schon, die Spargelstangen nur zu dünsten und ein weich pochiertes Ei mit etwas zerlassener Butter und Fleur de Sel darauf zu servieren. Faulere Menschen tauchen gegarte Spargelstangen einfach in das flüssige Eigelb eines geköpften Eis. Andere rühren eine Hollandaise an. Oder werfen den Spargel in eine Carbonara.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Kombination von Spargel und Ei mündet ausnahmslos in Wohlgenuss\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEine weitere Gelegenheit zum Rendezvous finden Ei und Spargel in Kombination mit der Bozner Soße, der \u003cem\u003esalsa bolzanina.\u003c\/em\u003e So nennt sich eine schnell und unkompliziert angerührte Südtiroler Soßenspezialität aus hartgekochten Eiern, Senf, Schnittlauch, Öl, Weißweinessig und etwas Zitronensaft.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDazu kann man den Spargel wie gewohnt im Ofen garen oder dünsten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan kann sich die Sache aber auch als Teil des Aperitivo-Buffets denken, den Spargel frittieren und die Bozner Soße als Dip dazu servieren.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Bozner Soße ist eine schnell und unkompliziert angerührte Südtiroler Soßenspezialität\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas ist heiß, fettig, knusprig und genau der Snack, von dem ich nach einem heißen Juni-Tag am See oder im Freibad träume. Idealerweise kaufe ich den Spargel auf der Rückfahrt von besagtem See oder Freibad an einer Spargelbude am Straßenrand.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZuerst macht man sich an die Bozner Soße.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFür zwei bis drei Personen zwei bis drei Eier hartkochen. Kalt abschrecken, schälen. Auf einem Schneidebrett halbieren. Mit einem Teelöffel die Eigelbe herauslösen und entweder fein hacken oder durch ein Sieb drücken. In eine Schüssel geben. Ein bis zwei Esslöffel mittelscharfen Senf dazugeben und etwa 80 bis 100 ml Olivenöl. Mit einer Gabel oder einem Schneebesen kräftig verrühren und mit einem Schuss Weißweinessig (der Einsatz eines etwas süßlicheren Condimento biancos macht sich hier auch sehr gut) und einigen Spritzern Zitronensaft abschmecken. Nun das übrige Eiweiß und den Schnittlauch hacken und ebenfalls unter die Soße rühren. Erneut abschmecken, eventuell noch etwas salzen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eHeiß, fett, knusprig\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eNun zum Spargel. Ob man grünen, weißen oder eine Mischung aus grünem und weißen Spargel verwendet, ist Geschmackssache. Weißen Spargel vorher sorgfältig schälen und die Enden abschneiden. Bei grünem Spargel reicht es oft, nur großzügig die Enden abzuschneiden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDen Spargel vor dem Frittieren ganz kurz in gesalzenem heißem Wasser gut bissfest garen. Die Stangen bleiben später beim Frittieren nicht lang genug im Fett, um dort ausreichend zu garen. Für einen einfachen Backteig Mehl, Salz und Wasser anschließend mit der Gabel zu einem sämigen Teig von Pfannkuchenteigkonsistenz anrühren und nach Belieben auch eine kleine Handvoll geriebenen Parmigiano Reggiano einrühren – das macht den Backteig noch aromatischer.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEine kleine Handvoll geriebenen Parmigiano Reggianos macht den Backteig für den frittierten Spargel mit Bozner Soße noch aromatischer\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIn einer Pfanne mit spargelstangengroßem Durchmesser fingerkuppenhoch Olivenöl erhitzen. Das Öl muss sehr heiß werden, darf aber keinesfalls bereits zu rauchen beginnen. Zum Testen der richtigen Temperatur einen Tropfen Teig hineingeben. Wenn der sofort zu brutzeln beginnt, die Spargelstangen schnell Stück für Stück durch den Teig ziehen und sofort in das heiße Fett gleiten lassen. Zwischendurch wenden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWenn die Spargelstanden von allen Seiten goldbraun sind, herausnehmen, auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und danach auf einem Teller anrichten und zur Bozner Soße servieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDazu: Ein Platz in der Abendsonne. Und lieber ein kaltes Bier als Weißwein. Die schwefeligen Aromen des Spargels vertragen sich nicht immer einwandfrei mit Weißwein.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789690392844,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Frittierter_Spargel_02_c7ca500e-fee4-4041-8ffe-d52a4f455bd6.jpg?v=1778533100"},{"product_id":"perfekte-panzanella","title":"Rezept: Perfekte Panzanella","description":"\u003cp\u003eSommer! Was will man im Sommer? Hitzeträge rumliegen. Was will man nicht? Stundenlang in der Küche stehen. Gut, dass es die Panzanella gibt. Ohne sie wäre der Sommer nur halb so schön. Sie ist schnell gemacht, schenkt altem Weißbrot neue Jugend, sonnensüßen Tomaten die ideale Bühne und dem faulen Sommermagen bei 30 Grad im Schatten jene unbeschwerte Sattheit, die er braucht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Schöne und gleichsam Verhängnisvolle an einer Panzanella ist, dass sie so variabel ist. Sie ist offen für Resteverwertung aller Art. Es darf theoretisch neben altem Weißbrot auch alles andere hinein, was grad noch so im Haus oder im Garten ist. Diese Zutaten-Toleranz kann einen an manchen Tagen vor dem Verhungern retten und ungeahnte Geschmacksperspektiven eröffnen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAber: Das kann leider auch zu Übermut verleiten! Doch, natürlich, Pfirsiche, Burrata, Sardellen, Oliven, Kapern, Rucola und Salbei sind fraglos herrliche Zutaten, die feinsinnig kombiniert ganz interessante Brotsalate abgeben. Allerdings besteht angesichts lustig überladener Brotsalate immer die Gefahr zu vergessen, dass die beste Panzanella immer noch die einfachste ist: Es braucht nichts weiter als altes Weißbrot, süße Tomaten, knackig-würzigen Stangensellerie, mildsüße rote Zwiebeln, frisches Basilikum, grasiges Olivenöl, einen guten Rotweinessig (siehe dazu die Produktkunde unten), etwas Salz, fertig. Alles da: Süß, sauer, würzig, leichte Schärfe. Knackige Elemente, seidige Elemente. \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSeidiges Brot in die Panzanella\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eSeidig? Richtig. Damit ist das Brot gemeint. Der Umgang mit dem Brot ist bei einer Panzanella entscheidend. Wer sucht, findet Tausende von Rezepten für eine Panzanella. Interessanterweise beharren vor allem die deutschen Rezepte darauf, dass die Brotwürfel knusprig bleiben sollten, also keineswegs vorher eingeweicht werden mögen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn italienischen Rezepten sieht es oftmals anders aus. Hier weiß man die seidige und saftige Konsistenz eingeweichten alten Weißbrotes zu schätzen. Natürlich bleibt es am Ende Geschmackssache. Aber wer sein Brot nur deshalb nicht einweicht, weil er Angst hat, es könne zu matschig werden und ihm missfallen, dem sei geraten es wenigstens einmal zu wagen – es lohnt sich. Schon bald wird man kein knuspriges Brot im Brotsalat mehr zulassen, versprochen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNatürlich bedeutet Einweichen nicht, das Brot stundenlang ins Wasser zu legen, bevor es sich zu den anderen Zutaten gesellen darf. Es sollte nur gerade so stark mit Wasser benetzt werden, dass es zu neuem Leben erwacht und eine ansprechend feuchte, luftig-nachgiebige, eben seidige Konsistenz erreicht. Man denke an einen feuchten Küchenschwamm, der gerade so weit befeuchtet ist, dass er nicht mehr steif ist, aber auch weit davon entfernt, zu tropfen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eRuhig ein wenig überwürzen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eLos geht’s: Altes Weißbrot in fingerdicke Scheiben schneiden. Wer kein altes, ausreichend trockenes Weißbrot hat, schiebe die Scheiben eines frischeren Weißbrots kurz in den Ofen oder in den Toaster. Die leichten Röstaromen tun dem Aroma des Salates später nur gut. Danach eine Schale mit etwas Wasser füllen und die trockenen Brotscheiben der Reihe nach einmal kurz darin wenden, bis sie von allen Seiten mit Wasser benetzt sind und jene oben beschriebene Konsistenz bekommen haben: sie sollten sich jetzt seidig anfühlen, feucht federnd, aber noch weit davon entfernt sein, zu Brei zu zerfallen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBrotscheiben würfeln und in eine Schale geben. Nun die frischen Tomaten, den Stangensellerie, die roten Zwiebeln und das frische Basilikum in beliebig große Stücke schneiden, zum Brot geben und alles miteinander vermischen. Frisches, hervorragendes Olivenöl, guten Rotweinessig, Salz und Pfeffer dazu geben und abschmecken. Ruhig ein wenig überwürzen – je nachdem, wie gesalzen das Weißbrot schon ist. In Italien benutzt man für dieses toskanische Rezept das in der Region typische, ungesalzene Weißbrot.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWer möchte, sei übrigens unbedingt dazu ermutigt auch mal den Essig wegzulassen. Hat man ein wirklich hervorragendes Öl und Zutaten, die ein wenig Säure mitbringen (zum Beispiel sehr aromatische Tomaten), wird man erstaunt sein, wie gut das funktioniert. Auch wenn es nicht ganz der kulinarischen Gewohnheit folgt, Essig und Öl stets im Zweiklang zu verwenden: Gutes Olivenöl kann getrost als vollwertiges Dressing durchgehen.  \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAlles gut durchheben, abdecken und im Kühlschrank durchziehen lassen. Das darf ruhig ein paar Stunden dauern, Zeit macht die Panzanella nur besser. Zwanzig Minuten vor dem Essen dann aus dem Kühlschrank nehmen, Raumtemperatur annehmen lassen, nochmal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Servieren, verspeisen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789690491148,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/panzanella_357388b7-5229-4f0b-bab3-cfbe3a5d29bf.jpg?v=1778533102"},{"product_id":"getrocknete-tomaten","title":"Rezept: Getrocknete Tomaten","description":"\u003cp\u003eDer Hochsommer ist eine schöne Zeit. Die Sonne scheint, es ist heiß und die Tomaten schmecken endlich mal so, wie Tomaten schmecken sollen. In Italien weiß man schon lange, dass es sich anbietet, diese Tatsachen zu verbinden und getrocknete Tomaten in der Sonne herzustellen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWer das Ergebnis von viel Sonne und reifen Früchten nur aus dem Supermarkt kennt (meist eingelegt in zweifelhaftes Sonnenblumenöl), ahnt nichts von dem Genuss eigenhändig getrockneter Tomaten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWie bei jedem Rezept von außerordentlicher Schlichtheit ist zunächst die Produktqualität entscheidend. Reife, tiefrote und süße Tomaten sollten es sein. Es schadet auch nicht, wenn sie relativ klein sind. So dauert das Trocknen nicht so lang und die Gefahr der Schimmelbildung reduziert sich. Es empfiehlt sich außerdem ein Blick auf den Wetterbericht: Wenn mehrere Tage in Folge mehr als 30 Grad angesagt sind, kann es losgehen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFür in der Sonne getrocknete Tomaten empfiehlt sich ein Blick auf den Wetterbericht\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Tomaten gründlich waschen und der Länge nach halbieren. Es gibt Italiener, die ihre zu trocknenden Tomaten zum Trocknen in einen einfachen Pappkarton werfen. Ich habe bessere Erfahrungen damit gemacht, sie auf einem Grillrost-Ofenblech-Ensemble aus dem Backofen in die pralle Sonne zu legen. So kann nicht nur die austretende Flüssigkeit besser abtropfen und verdunsten. Auch wird der Grillrost in der Sonne heißer als ein Untergrund aus Pappe, und auch das hilft dem Trocknungsprozess enorm.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Tomaten nun mit der Schnittfläche nach oben auf das Rost legen und großzügig mit einem guten, nicht zu groben Meersalz bestreuen. Da mir die Körner meines groben Meersalzes etwas zu grob erschienen, um die Tomaten ausgeglichen mit Salz zu bedenken, habe ich es vorher in der Mühle gemahlen und die Tomaten regelrecht mit (reichlich) Salz bestäubt – was später für einen umwerfend ausgeglichenen Salzgehalt der getrockneten Tomaten gesorgt hat.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDen Rost mit den gesalzenen aufgeschnittenen Tomaten nun in die pralle Sonne legen. Wer dafür kein Gewächshaus oder einen vergleichbar geschützten Ort zur Verfügung hat, sollte den Rost entweder kontinuierlich im Auge behalten oder vor Insekten und Vögel verteidigen, oder vorsichtig abdecken. Zum Beispiel mit einem dünnen Netz oder anderweitig engmaschigen, aber durchlässigen Stück Stoff.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Getrocknete Tomaten\" class=\"alignnone size-full wp-image-14224\" height=\"1601\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Getrocknete_Tomaten_01-1.jpg?v=1775744991\" width=\"2400\"\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003eGetrocknete Tomaten nach einem Tag in der Sonne\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eJetzt heißt es warten. Und wieder warten. Und nochmal warten. In dieser Zeit verdunstet ein Großteil der Flüssigkeit und die Tomaten werden dunkelrot und faltig. Je nach Wetter, Temperatur und gewünschtem Trocknungsgrad sollten die Tomaten mindestens drei Tage bis zu ein bis zwei Wochen in der Sonne verbringen. Nachts werden sie zum Schutz vor sommernächtlicher Feuchtigkeit bei Zimmertemperatur im Haus aufbewahrt. Den schützenden Stoff jedoch hierbei nicht weglassen, denn auch im Haus leben mitunter tomatenfrohe Insekten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUm eine noch gleichmäßigere Trocknung zu garantieren, kann man die Tomaten nach einem Tag in der Sonne vorsichtig wenden. Am nächsten Tag wieder wenden. Sollte übrigens das Wetter plötzlich doch nicht mehr mitspielen, kann man die Tomaten bei gut 65 Grad im Ofen fertig backen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eNachts werden die Tomaten zum Schutz vor sommernächtlicher Feuchtigkeit bei Zimmertemperatur im Haus aufbewahrt\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAchtung: Wer die getrockneten Tomaten später trocken und nicht in Öl eingelegt aufbewahren möchte, sollte sie wirklich maximal durchtrocknen lassen! Sie werden dann sehr dunkel und hart, geradezu ledern und können später wieder eingeweicht werden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWir empfehlen die halbgetrocknete und später in Öl eingelegte Variante. Die Tomaten werden dafür aus der Sonne genommen, wenn sie bereits sehr schrumpelig, aber noch tiefrot, weich und beweglich sind. Wirft man sie sich jetzt in den Mund, sind sie von angenehm weingummiweicher Konsistenz und ihr konzentriertes Tomatenaroma schmilzt geradezu auf der Zunge.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Getrocknete Tomaten\" class=\"alignnone size-full wp-image-14226\" height=\"1601\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Getrocknete_Tomaten_03-1.jpg?v=1775744993\" width=\"2400\"\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003e… und nach mehreren Tagen dann im Glas\u003c\/em\u003e\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003e\u003c\/h3\u003e\u003ch3\u003eGetrocknete Tomaten in ein Glas mit Olivenöl schichten\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eBei uns war es nach vier Tagen in der prallen Sonne soweit.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Tomaten vom Rost nehmen und einfach in ein vorher mit kochend heißem Wasser sterilisierten Glas schichten. Mit bestem Olivenöl auffüllen. Unbedingt darauf achten, dass die Tomaten komplett mit Öl bedeckt sind und keine Luftblasen entstehen. Je nach Geschmack können auch noch Gewürze dazugegeben werden, zum Beispiel Fenchelsamen oder Rosmarin. Aber auch Kapern, Knoblauch oder Peperoncino sind gute Begleiter. Dann einfach in der Küche stehen und durchziehen lassen und später als perfekte Vorspeise, Salatzutat oder Grundlage für ein Pesto benutzen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZum Schluss übrigens noch ein Anwendungstipp für oben angesprochene komplett durchgetrocknete und nicht in Öl eingelegte Tomaten, der interessanterweise vielen Menschen unbekannt zu sein scheint: Genauso, wie ihnen tagelang das Wasser entzogen wurde, müssen getrocknete Tomaten – ähnlich wie Rosinen – natürlich auch wieder rehydriert werden, bevor man sie benutzen kann. Dafür sollten man sie in Wasser einlegen und entweder kurz aufkochen, oder sich allmählich vollsaugen lassen. Danach im Backofen langsam und vorsichtig erwärmen. Sie werden dann wieder saftig und weich und lassen sich vielseitig einsetzen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789690687756,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Getrocknete_Tomaten_02-2_ac517bc8-1b45-4c18-b62d-030f05d5c409.jpg?v=1778533111"},{"product_id":"salat-aus-rohem-rosenkohl","title":"Rezept: Salat aus rohem Rosenkohl","description":"\u003cp\u003eAuch dafür muss man die kalte Jahreszeit lieben: Endlich wieder Anlass für Salate mit Kohl. Salate mit rohem oder eingelegtem Kohl sind die Braten unter den Salaten. Würzig und herzhaft, inwendig wärmend und dank ihrer kräftigen Senföle irgendwie mehr als nur Salat. Salate mit Kohl sättigen, fordern die Geschmacksknospen, machen glücklich.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSeit ich entdeckt habe, dass sich auch das zart knackige Blattwerk von Rosenkohl fein gehobelt bestens roh verzehren lässt, gibt es bei mir zwischen Oktober und März häufig folgenden Salat. Roher Rosenkohl mit Knoblauch, Sardellen, Zitrone, Semmelbröseln, gerösteten Haselnüssen und Parmesan, erntefrischem Olivenöl und Zitronensaft.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSalat mit rohem Rosenkohl – dank der kräftigen Senföle mehr als nur Salat\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDer ideale Rosenkohl ist strahlend grün, prall, knackig und radikal frisch. Gut waschen, putzen, trimmen und eventuell die äußeren Blätter entfernen. So hauchfein wie möglich schneiden oder hobeln, ideal geht das mit einer Mandoline oder einem minimal weiter eingestellten Trüffelhobel. In eine Schale geben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie in frisches Olivenöl eingelegten Sardellen fein schneiden oder auf dem Schneidebrett mit der Breitseite des Messers zu einer Paste zerdrücken. Die Menge der Sardellen ist Geschmackssache. Grundsätzlich gilt: Die Sardellen sollen hier als Gewürz dienen und die Sache im Hintergrund rund machen ohne es das Gericht ausdrücklich nach Fisch schmecken zu lassen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eAus altem Brot selbstgemachte Semmelbrösel sind oft um Welten besser als gekaufte\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEtwas Knoblauch ebenso fein schneiden oder auf die gleiche Weise zur Paste verarbeiten. Beides in eine kleine Schale geben und mit etwas Olivenöl bedecken. Etwas Zitronenschale abreiben und die Zitrone danach auspressen. Die Öl-Sardellen-Knoblauch Mischung nun mit dem Zitronensaft, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Salz (Vorsicht, die Sardelle ist bereits sehr salzig und später kommt auch noch Parmigiano Reggiano dazu) abschmecken. Zitronenabrieb dazugeben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGeröstete und geschälte Haselnüsse oder Pinienkerne mit (idealerweise selbstgemachten) Semmelbröseln  kurz in einer kleinen Pfanne bräunen. Danach noch etwas zerstoßen und zu dem rohen Rosenkohl in die Salatschale geben. Das abgeschmeckte Dressing darüber gießen und engagiert durchheben oder das Ganze gleich mit sauberen Händen vermengen. Der Kohl ist recht stabil, das Dressing hier etwas einzumassieren tut ihm gut. Danach frischen Parmigiano Reggiano über den Salat reiben. Auch er ist nur Würzmittel und sollte alles andere nicht überlagern.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789691310348,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Salat-aus-Rosenkohl-Splendido_fe187585-329d-4267-ad68-99d2b3eddd86.jpg?v=1778533126"},{"product_id":"fenchel-orangen-salat-2","title":"Rezept: Fenchel-Orangen-Salat","description":"\u003cp\u003eZutatenminimalismus, das große Splendido-Lieblingsthema und die Kernkompetenz der italienischen Küche. Nur eines von vielen Beispielen: der in Italien in den Wintermonaten beinahe omnipräsente Fenchel-Orangen-Salat. Es ist erstaunlich, wie selbstgenügsam die beiden Zutaten sind. Sie bringen alles mit, was ein guter Salat an Aroma-Komponenten braucht, streng genommen bräuchte es nicht einmal mehr ein Dressing. Der Fenchel gewinnt mit seinen süß-herben, zart öligen und leicht salzigen Anisaromen, die Orange mit ihrer lieblichen, geradezu warmherzigen Säure und Frische.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFenchel und Orange bringen alles mit, was ein guter Salat an Aroma-Komponenten braucht\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUrsprünglich stammt dieser Salat aus Sizilien, wo roher Fenchel und aufgeschnittene Orangen einst nur als einfaches Wintergericht der Orangenbauern auf den Tisch kamen. Hin und wieder finden sich in süditalienischen Zubereitungen auch Oliven, Zwiebeln und Kapern. Im Norden Italiens hingegen wird der Salat meist so pur wie möglich serviert, in der Emilia-Romagna hobelt man maximal noch jungen Parmigiano Reggiano darüber, in der Lombardei und im Veneto Grana Padano.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWorauf aber sinnvollerweise alle Italiener in Sachen Fenchelsalat bestehen: eine der jetzt im Winter besonders strahlend weißen, maximal runden, prallen und saftigen Fenchelknollen muss es sein.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan nennt diese Art der Fenchelknolle in Italien gern auch \u003cem\u003efinocchio maschio,\u003c\/em\u003e männlichen Fenchel. Es gibt auch ihr Gegenstück, den \u003cem\u003efinocchio femmina\u003c\/em\u003e, den dem Sprachgebrauch nach also weiblichen Fenchel, jenes schlankere, höher gewachsene und oft etwas weniger saftige Exemplar. Man verwendet es in Italien lieber nur gegart, da es sich roh verzehrt zu trocken und sehnig ausnimmt. Wie man sich leicht denken kann, entbehrt die Aufteilung in Geschlechter jedoch jeder botanischen Grundlage, denn Fenchelknollen haben kein Geschlecht. Zumindest keines, das sich in ihrem Erscheinungsbild äußern würde.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eStrahlend weiß, maximal rund, prall und saftig muss die Fenchelknolle für einen Fenchel-Orangen-Salat sein\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd so wird der Fenchel-Orangen-Salat des Winters mindestens wöchentlich im Hause Splendido zubereitet und verzehrt:\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBeim Einkauf des Fenchels darauf achten, dass das aromatische Fenchelgrün noch frisch und intakt ist. Fenchel hauchdünn aufschneiden und in einer flachen Salatschale anrichten. Dafür eignet sich wieder einmal die Mandoline. Die Schale der Orangen abreiben. Ein wenig davon als Gewürz für den Salat zurückhalten. Das Gros des Abriebs entweder für eine zeitnahe Verwendung abgedeckt im Kühlschrank aufheben, oder für eine spätere Verwendung einfrieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eOrangen nun sorgfältig filetieren, sodass keine weißen Häute mehr daran zu finden sind. Wer die Süße der Orange intensivieren will, legt die Filets vorher wie hier beschrieben in Zucker ein.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Orangenfilets jetzt auf den Fenchelscheiben anordnen. Die übrigen Bestandteile der Orange – ihr vor Saft tropfendes Gerippe - lassen sich gut über dem Fenchel und den Orangenfilets in der Salatschale auspressen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eNur Olivenöl, Orangensud und Orangenschale als Dressing. Ok, und einen Teelöffel Senffruchtsirup\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWer die Orangen vorher eingelegt hat, kann auch ein paar Esslöffel des Orangen-Zucker-Suds nun in einer kleinen Schale mit frischem Olivenöl, dem bisschen Orangenschale und etwas frisch gemahlenen Pfeffer verschlagen (ansonsten nur das Öl mit der Schale und dem Pfeffer verschlagen). Und wer, wie wir, stets ein Glas Mantovaner Senffrüchte im Kühlschrank hat, kann für eine zarte senfige Komponente im Hintergrund auch noch einen Teelöffel des klaren Senfsirups in das Dressing rühren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Mischung nun über Fenchel und Orangen verteilen und gut durchheben. Essig oder Zitronensaft braucht es nicht, der Orangensaft bietet genügend Säure. Lediglich etwas des aromatischen Fenchelgrüns und einige Salzflocken könnte man noch final über das Arrangement rieseln lassen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789691408652,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Fenchel-Orangen-Salat-scaled_98ae4a4b-12a3-4c5f-9347-dd2d6248d12b.jpg?v=1778533128"},{"product_id":"frittierte-salbeiblaetter","title":"Rezept: Frittierte Salbeiblätter","description":"\u003cp\u003eEs wird für immer zu den ungelösten Rätseln der Kulinarik gehören, warum sich ausgerechnet Menschen in heißeren Klimazonen mit Vorliebe von Frittiertem ernähren. Andererseits weiß auch jeder halbwegs philosophisch veranlagte Mensch, dass sich die Welt vornehmlich aus Widersprüchen zusammensetzt. Lassen wir die Causa Hitze und Fritti also unhinterfragt stehen und konzentrieren uns darauf, dass frisch Frittiertes einfach köstlich ist.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eBester Aperitivo-Snack: ein Teller frittierter Kleinigkeiten\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eHeute frittierten wir: In Öl eingelegte Sardellen aus dem Glas, geklemmt zwischen zwei frische Salbei-Blätter. Das leicht scharfe, intensiv balsamische Salbei-Aroma kann mit der salzigen Intensität der Sardelle bestens mithalten und gemeinsam bilden beide ein perfekt harmonierendes Ganzes. Verpackt in knusprigen Backteig wird daraus ein einfacher, bestens appetitanregender Aperitivo-Snack.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Sardellenfilets aus dem Glas entnehmen und kurz unter Wasser abspülen. Vorsichtig mit Küchenpapier trockentupfen, ohne die empfindlichen Filets zu beschädigen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einer Schale mit einem Schneebesen aus Mehl, einer Prise Salz und Wasser (alternativ auch Weißwein oder eine Mischung aus beidem) einen relativ dünnflüssigen Teig anrühren. Richtwert: Pfannkuchenteig.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie frittierten Salbeiblätter müssen sofort sprudelnd goldgelb ausbacken, sonst ist das Öl nicht heiß genug\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eZwei Finger hoch Olivenöl in einem kleinen Topf auf hohe Temperatur bringen. Ob das Öl heiß genug ist, lässt sich mit einem Tropfen des Teigs testen. Wenn das Öl noch nicht heiß genug ist, saugt sich das zu frittierende Gut bloß unschön mit Fett voll, anstatt leicht und knusprig zu geraten. Backt der Tropfen Teig sofort sprudelnd goldgelb aus, ist die Temperatur ideal. Vorsicht: Nur rauchen darf das Öl nicht, zu heiß ist also auch wieder nicht gut. Aber keine Scheu vor dem Erhitzen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, Olivenöl eigne sich nicht zum Braten oder Frittieren, lässt sich das hochwertige Fett bestens auf nötige Temperaturen bringen. Das Frittierte liegt später weitaus weniger schwer im Magen als bei der Verwendung von minderwertigen, raffinierten Frittierfetten. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNun jeweils ein Sardellenfilet zwischen zwei Salbeiblätter klemmen, vorsichtig durch den Teig ziehen und sofort ins heiße Fett gleiten lassen. Mit den weiteren Sardellen ebenso verfahren. Wenn der Teig goldgelb ausgebacken ist, die frittierten Salbeiblätter zum Abtropfen kurz auf Küchenpapier geben. Mit ein paar Spritzern Zitronensaft servieren. \u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692031244,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Frittierter-Salbei_be786f83-d9fc-41af-b59a-fa5adddbc87d.jpg?v=1778533144"},{"product_id":"bagna-cauda","title":"Rezept: Bagna Cauda","description":"\u003cp\u003eEin Fondue ist so etwas wie die veredelte Form des gemeinsamen Kochens. Die anstrengende Arbeit ist getan, der Dreck beseitigt, der Tisch gedeckt, das Maß der noch ausstehenden Handgriffe überschaubar. Voll spielerischem Appetit sitzt man also miteinander um ein kleines Feuer herum, zupft und tunkt und wartet und plaudert, und darf, anders als beim Kochen, währenddessen bereits essen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEin ungemein befriedigendes Mischwesen aus Fondue und Dip ist die Bagna Cauda aus dem Piemont\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEin ungemein befriedigendes Mischwesen aus Fondue und Dip ist die Bagna Cauda aus dem Piemont. Rohes Wintergemüse und Brot werden zu einer über einer Flamme heiß gehaltenen Soße aus Olivenöl, Butter, Knoblauch und geschmolzenen Sardellen gereicht. Die Kombination des knackigen Gemüse – im Piemont sind das vor allem Karden, Artischocken, Topinambur, Radicchio, Paprika, Fenchel und Chicorée – und der heißen, fettigen Tunke bildet einen erfrischenden und zugleich wärmenden Kontrast.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Bagna Cauda wird im Fujot oder Fornellino serviert, ein kleiner, mit einem Teelicht beheizter Topf\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIm Piemont ist die Tradition der Bagna Cauda heiß geliebt und fest verwurzelt. Ihre Anhänger nennen sich \u003cem\u003ebagnacaudisti,\u003c\/em\u003e und auch ein eigenes Kochgeschirr gibt es für die Bagna Cauda. Der Fujot oder Fornellino ist ein kleiner, mit einem Teelicht beheizter Topf. Er steht, ähnlich dem schweizerischen Caquelon, in der Mitte des Tischs.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWir sind strikte Gegner vom Horten zu vieler unterschiedlicher Küchengeräte, finden aber, die Anschaffung eines oder mehrerer Fujots lohnt sich, denn die Bagna Cauda ist für zwei Personen genauso schnell und unkompliziert aufgetischt wie für eine große Tafel. Das Gericht ist ein Klassiker, für den das Leben ständig Anlässe findet.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEin Winterklassiker, für den das Leben ständig einen Anlass findet\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd so geht's: In einem kleinen Topf Olivenöl erwärmen und die Butter darin schmelzen lassen. Den fein geschnittenen Knoblauch gemeinsam mit den in Olivenöl eingelegten Sardellen ins heiße Fett geben. Unter ständigem Rühren kurz garen bis eine glatte Konsistenz entsteht. Der Knoblauch sollte keine Farbe bekommen, allerdings auch nicht mehr roh sein. Vorsichtig abschmecken. Dank der salzigen Sardellen ist weiteres Salz häufig nicht nötig. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Bagna Cauda in das unten erwähnte Fujot umfüllen und auf dem Tisch warmhalten. Alternativ den warmen Topf auf ein Stövchen oder ähnliches stellen. Die Sauce muss unbedingt heiß gegessen werden. Die ausgewählten rohen Gemüsesorten in angenehm zu dippende Streifen schneiden, frisches Weißbrot dazu und, ganz im Sinne echter \u003cem\u003ebagnacaudisti,\u003c\/em\u003e einen guten Rotwein aus dem Piemont.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692096780,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Bagna-Cauda-Splendido_a7fbb9fb-f90d-4671-bbad-abe6ee9e3e9f.jpg?v=1778533145"},{"product_id":"fave-e-cicoria","title":"Rezept: Fave e cicoria","description":"\u003cp\u003eWer kurzzeitig vergessen haben sollte, was noch einmal Fave waren: In Deutschland kennt man die daumennagelgroße, hellgrüne Bohne auch unter den Namen Sau-, Acker- oder dicke Bohne. Etwas irreführend ist, dass sie botanisch gar nicht zu den Bohnen gehört, sondern zur Familie der Wicken. Deshalb kann man sie im Gegensatz zu echten Bohnen auch roh essen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDennoch ist für Fave-Neulinge etwas Vorsicht geboten, denn egal ob roh oder gekocht: Menschen, die unter der sogenannten Bohnenkrankheit, dem Favismus, leiden (und damit einhergehend übrigens meist auch keine Linsen, Soja, Kichererbsen, Erbsen und Johannisbeeren vertragen), kann bereits die Berührung mit Fave in Lebensgefahr bringen. Die meisten dürften jedoch aufatmen, da diese Genkrankheit in Deutschland nur schätzungsweise rund ein Prozent der Bevölkerung betrifft. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUnd während die aromatische und nahrhafte Saubohne in Deutschland unverständlicherweise an Popularität eingebüßt hat, zählt sie in Italien noch immer zu den Grundnahrungsmitteln. Man verzehrt sie roh und pur, mit Meersalz in der Schote über dem Feuer gegrillt, gekocht, geschält und gebraten zur Pasta oder im Risotto – die Rezeptvielfalt ist nahezu endlos. \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSaubohnen vertragen sich bestens mit Bittergemüse\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIn diesem Fall verarbeiten wir das Gemüse mit etwas Kartoffel und Lorbeer zu einem Püree. Unter dem Namen Fave e cicoria wird es vor allem in Apulien traditionell zu einem mit Knoblauch gebratenen Bittergemüse serviert. Meist zu den Blättern irgendeines bitteren Zikoriengewächses. In Deutschland sollte man vor allem Ausschau halten nach der immer öfter in Bioläden oder bei gut sortierten Gemüsehändlern angebotenen Catalogna (oder auch Löwenzahn), der Puntarelle, oder der sogenannten Wegwarte. Aber auch Chicorée oder ein Radicchio halten zur Not als bittere Platzhalter her. Dazu gibt es nichts als Weißbrot und jede Menge bestes Olivenöl. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eKann man trotz Frühling keine frischen Fave für Fave e cicoria auftreiben, nimmt man wie so viele Ganzjahresrezepte des Klassikers mit getrockneten Vorlieb. Das bedeutet zwar einerseits eine längere passive Vorbereitungszeit (die getrockneten Fave müssen in kaltem Wasser eingeweicht werden), andererseits weniger aktive Handarbeit (die frischen Fave möchten nämlich aufwendig geschält werden). \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eMan braucht immer mehr Fave als man denkt\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eLos gehts mit der Vorbereitung der frischen Favabohnen. Für vier Personen sind gut drei Kilo frischer Schoten ein guter Richtwert. Man wundert sich immer wieder, wie wenig Bohnenkerne man am Ende in der Schüssel hat. Die Schoten öffnen, die einzelnen Bohnen herauspflücken und in Salzwasser nur kurz blanchieren. Sofort wieder abgießen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie leicht wachsig anmutende Haut der Bohnenkerne sollte sich nun einfach ablösen lassen. Die daraus entspringenden, knallgrünen Bohnenkerne in einer Schale sammeln. Wer getrocknete Favabohnen verwendet, nimmt derer gut 350 Gramm und weicht sie zwölf Stunden in kaltem Wasser ein. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Bohnenkerne nun in einen Topf geben und mit einer großen, in dünne Scheiben geschnittenen Kartoffel und einem großen Lorbeerblatt bedecken. Den Topf mit gerade so viel Wasser aufgießen, dass die Bohnen und die Kartoffel im Wasser liegen, aber nicht ganz davon bedeckt sind. Salzen und gut 20 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet ist und sowohl Bohnen als auch Kartoffeln so weich sind, dass sie beinahe zerfallen und sich leicht zu einem Püree zerstampfen lassen. Getrocknete, eingeweichte Bohnen brauchen länger, etwa eine gute Stunde. \u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFave e cicoria schmecken am besten mit frischem Weißbrot\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWährenddessen das Bittergemüse vorbereiten. Waschen, putzen und gut von Sand und Strunk befreien. Dann in nach Belieben große Stücke schneiden und in der Bratpfanne mit Olivenöl und Knoblauch bissfest braten. Zwischenzeitlich der Pfanne den Deckel aufsetzen, so kann das Kondenswasser zurück in die Pfanne tropfen und dafür sorgen, dass das Gemüse gleichzeitig brät wie dünstet. Wer es scharf mag, fügt noch etwas frischen Peperoncino hinzu. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSind die Bohnen soweit, großzügig Olivenöl dazugießen und mit dem Kartoffelstampfer zu einem sämigen Püree zerdrücken. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMit Salz und Pfeffer abschmecken und gemeinsam mit dem Favepüree auf einem Teller anrichten und erneut großzügig mit Olivenöl garnieren. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZu frischem oder geröstetem Weißbrot servieren. \u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692129548,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/fave_e_cicoria_3bdd5671-da43-42b3-88b6-f6ad2a8d8549.jpg?v=1778533146"},{"product_id":"eingelegte-zucchini-mit-minze","title":"Rezept: Eingelegte Zucchini mit Minze","description":"\u003cp\u003eEs ist erstaunlich, wie sehr man sich immer wieder über Dinge freuen kann, die man längst kennt. Tauchen im Sommer die knackigen kleinen Sommerzucchini auf dem Markt auf, trifft mich ihr Anblick, als hätte ich seit Jahren überhaupt keine Zucchini mehr gesehen. Geflutet von Euphorie packe ich so viele davon ein, dass es für eine Großfamilie reichte. Und freue mich, dass die ständige Verfügbarkeit der Dinge dem Saisonalen doch noch weit unterlegen ist.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEine Köstlichkeit aus Neapel: Zucchine alla scapece\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAus den Unmengen Zucchini bereite ich meist noch am selben Tag eine Köstlichkeit, die ich aus Neapel kenne und die alle Sommergefühle in der Küche potenziert: Zucchine alla scapece – goldbraun frittierte Zucchinischeiben, die nach dem Braten für mindestens zwei Stunden, besser aber einen ganzen Tag in Weißweinessig, Olivenöl, Knoblauch und frischer Minze eingelegt werden. Daraufhin halten sie nochmal gut fünf Tage im Kühlschrank und passen eigentlich zu allem. Am liebsten esse ich sie aber spätnachmittags und heißhungrig auf sonnenwarmen Treppenstufen nach einem sommerträgen Nickerchen zu Brot, Käse und Kartoffelchips.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDer Name Scapece stammt vom arabischen Wort \u003cem\u003esikbag\u003c\/em\u003e für \"saure Nahrung\" und beschreibt viele Gerichte, die erst gebraten und anschließend sauer eingelegt werden, oftmals Fischgerichte. Das Wort findet sich auch im spanischen Escabeche, einem Verwandten des Bratherings. Zucchini alla scapece sind damit mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie die lokale Esskultur vor allem in den großen italienischen Hafenstädten stets von interkulturellem Austausch und Handel geprägt wurde.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Zucchini nicht zu dünn aufschneiden\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEin paar Dinge muss man unbedingt beachten. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWichtig ist, die Zucchini in recht dicke, bis zu daumenbreite Scheiben zu schneiden. Nur so bekommen sie jene saftige und fleischige Textur, die dieses Gericht auszeichnet. Maßgeblich für das Gelingen des Rezepts ist außerdem ein hingebungsvoller Bratvorgang. Ich kenne kaum ein Gemüse, das durch gutes Fett und gekonnte Röstaromen derart gewinnt, wie die oftmals etwas fade Zucchini.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEinige Rezepte sehen vor, die Zucchinischeiben vor dem Braten zu salzen und etwas stehen zu lassen, damit sie Wasser abgeben. Ich habe beste Erfahrungen damit gemacht, diesen Schritt zu übergehen und sie direkt ins heiße Fett zu geben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBeim Braten kommt es also auf zweierlei an: 1. Genügend und ausreichend heißes (und gutes!) Olivenöl in die Pfanne zu geben, so dass die Zucchini darin mehr frittieren als braten. Und 2. die Zucchini sorgfältig, geradezu liebevoll von beiden Seiten bei starker Hitze goldbraun braten zu lassen, nicht heller, nicht dunkler. Es lohnt sich meiner Erfahrung nach, jede einzelne Zucchinischeibe dabei individuell zu wenden. Obwohl ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin, empfinde ich diese Hingabe gegenüber den brutzelnden Scheibchen als meditativen Vorgang.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eGeduldig wenden, bis die Zucchini von beiden Seiten goldbraun sind\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eSind die Zucchini von beiden Seiten goldbraun, aus dem heißen Fett auf mehrere Lagen Küchenrolle oder ein sauberes Küchenhandtuch verteilen, damit sie auskühlen und etwas überschüssiges Fett loswerden können. Währenddessen bestreue ich sie mit Salz und bin dabei meistens zu vorsichtig, so dass ich während der Marinade später einmal abschmecken und nachsalzen muss.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einer Schale mit genügend Platz, nachher auch noch die Zucchini aufzunehmen, rühre ich eine mengen- und intensitätsmäßig zu der Menge der Zucchini passende Mischung aus Weißweinessig, Olivenöl, in feine Scheiben geschnittenen Knoblauch und gehackter frischer Minze an. Man kann sich dabei auf das gleiche Augenmaß und Einfühlungsvermögen verlassen, mit dem man auch ein Salatdressing anrührt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNun die Zucchini zur Marinade geben, alles gut durchheben und für mindestens zwei Stunden, besser einen Tag lang in den Kühlschrank stellen. Zwischendurch erneut durch heben und eventuell etwas nachsalzen. Übrigens lässt sich auch mit Auberginen, Paprika, Pilzen oder Bohnen auf diese Weise verfahren.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692391692,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/zucchini-mit-minze_34cf66a2-3986-4d5b-9ca0-05cd04361bfa.jpg?v=1778533157"},{"product_id":"fagioli-alla-veneziana","title":"Rezept: Fagioli alla veneziana","description":"\u003cp\u003eZu den am besten gekleideten Gemüsesorten zählen fraglos die Borlotti-Bohnen. Ihre leuchtend magentarote Hülse ist von cremeweißen Sprenkeln übersät, während die Bohnenkerne selbst das umgekehrte Muster tragen: magentarote Sprenkel auf cremeweißem Grund.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eBorlotti-Bohnen: Schönheit in Bohnenform\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAuch im getrockneten Zustand hält sich die Färbung noch, erst das Garen beseitigt sie. Doch der köstliche Geschmack tröstet zuverlässig darüber hinweg. Die cremig-nussigen Aromen machen Borlotti-Bohnen zu einer der beliebtesten Bohnensorten Italiens und es lohnt sich auch außerhalb der Bohnensaison, immer Bohnen auf Lager zu haben. Bohnen sind Mahlzeiten-Retter, wer welche im Haus hat, hat schon fast ein gutes Essen. Man denke nur an schnell zusammengeworfene Salate aus Brot, Zwiebeln und Bohnen oder die berühmten Pasta e fagioli.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAus dem bohnenverrückten Veneto stammt ein Rezept, das sehr schnell gemacht ist und gut zu nichts weiter als geröstetem Brot und gutem Olivenöl schmeckt. Es reiht sich aber auch hervorragend in ein ganzes Buffet voller Antipasti oder Beilagen ein.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Borlotti-Bohnen\" class=\"alignnone size-large wp-image-15936\" height=\"1068\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Borlotti-Bohnen_01-1710x1141.jpg?v=1775494574\" width=\"1600\"\u003e\u003ch3\u003eBorlotti-Bohnen sind Mahlzeiten-Retter\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eFrische Borlotti-Bohnen aus den Hülsen pulen, alternativ getrocknete Bohnen über Nacht in Wasser einweichen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Bohnen in einen Topf mit viel Wasser geben, gut salzen, ein Lorbeerblatt hinzufügen und so lange kochen, bis die Bohnen angenehm weich sind. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWährenddessen in einer Pfanne großzügig Olivenöl erhitzen und sanft etwas Knoblauch darin anbraten. Dann einige Sardellenfilets aus dem Glas dazugeben und schmelzen lassen. Sie sind hier nur Geschmacksverstärker, nicht Geschmacksgeber. Bohnen abgießen und ebenfalls in die Pfanne geben. Schwenken und mit etwas Rotweinessig und wenn nötig auch noch Salz abschmecken. Gegebenenfalls noch ein Sardellenfilet dazu schmelzen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Borlotti-Bohnen einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen und kurz vor dem Servieren noch mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692424460,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Borlotti-Bohnen_alla_veneziana_bee4839c-878d-44a4-a435-b4af66a267a9.jpg?v=1778533159"},{"product_id":"insalata-mista","title":"Rezept: Insalata Mista","description":"\u003cp\u003eWidmen wir uns einem der scheinbar unspektakulärsten Klassiker der italienischen Küche: der Insalata mista. Menschen, die ihre Salaterziehung außerhalb Italiens genossen haben oder einen Zutatenmaximalismus à la Ottolenghi für normal erachten, erleiden angesichts der Insalata mista oft einen Schock. Da ist ja nicht mal Dressing dran!\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eStimmt, anmachen muss man das Blattwerk einer Insalata mista selbst. Und zwar mit nichts als Olivenöl, gutem Rotweinessig und etwas Salz. Bei der Insalata mista geht es um Strahlkraft der \u003cem\u003ematerie prime.\u003c\/em\u003e Deshalb wäre hier jedes experimentelle Senf-, Honig- oder Joghurtaroma genauso fehl am Platz wie eine zu frühe Vermählung von Salat und Dressing. Weder sollen andere Aromen die feinen Geschmäcker des rohen Gemüses überdecken, noch darf die knackige Komposition durch eine zu lange Reaktion mit Salz, Essig und Öl vorzeitig erschlaffen oder verwässern.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eAnmachen muss man die Insalata mista selbst – und das aus gutem Grund\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Insalata mista schmeckt auch deshalb selbst zubereitet am besten, weil man in Restaurants allzu oft das zweifelhafte Duo von braunsüßem Balsamico und ranzigen Olivenöl vorgesetzt bekommt. Spätestens hier lohnt sich der oft als pedantisch belächelte Tick mancher Olivenöl-Fetischisten, bei Restaurantbesuchen stets ein Fläschchen gutes Olivenöl bei sich zu führen. Denn in einer Insalata mista lässt sich schlechtes Öl beim besten Willen nicht übertünchen. Auf den Essig kann man zur Not auch verzichten, auf schlechten sowieso. Ein guter Rotweinessig ist deshalb der Essig der Wahl, weil er etwas mehr Umami mitbringt, als ein Weißweinessig, während selbst ein guter Aceto Balsamico zu schwer wäre für das rohe Gemüse.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eKennzeichnend für eine gute Insalata mista ist außerdem das perfekt austarierte Verhältnis verschiedener Gemüsestrukturen und -aromen. Meist thronen bei einer klassischen Insalata mista auf einem luftigen Sammelsurium roher Salatblätter nach Gattung sortierte rohe Gemüsesorten. An ihrer Darbietung lässt sich gut studieren, wie unterschiedliche Schnittformen ein und desselben Gemüses himmelweite sensorische Unterschiede ausmachen können.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEine gestiftelte Karotte schmeckt anders als eine geraspelte, eine zu kreisrunden Scheiben oder der Länge nach aufgeschnittene Karotte. Und so macht es auch einen Unterschied, in welcher Form die einzelnen Komponenten sich begegnen: Verträgt sich eine zu rustikalen Spalten aufgeschnittene Tomate optimal mit hauchdünn aufgeschnittenem Fenchel und gewürfelten Karotten? Ließe sich das Verhältnis durch eine andere Form optimieren?\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eNur Olivenöl, Rotweinessig, Salz\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWas die Mengenverhältnisse der einzelnen Komponenten angeht, kann man sich an die Formel 50:50 halten. Die eine Hälfte setzt sich aus Blattsalaten, die andere Hälfte aus bis zu vier rohen Gemüsesorten zusammen. Wir empfehlen zum Einstieg eine Variante aus Blattsalaten, Tomaten, Karotten, Fenchel und rohen Artischocken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Salatblätter gut waschen und vor allem gut abtrocknen (Wasser im Salat bedeutet bekanntermaßen sein Todesurteil). Es bieten sich hier alle aromatischen und leicht bitteren Blatt- oder Schnittsalate an. Einzig auf den ohnehin faden und wässrigen Eisbergsalat sollte man verzichten. Je nach Saison kann man verschiedene Salate kombinieren oder Spinat und Kohlblätter in die Mischung integrieren.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEinen Geizkragen für den Essig, einen Gerechten für das Salz und einen Verrückten für das Öl\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eBlätter in mundgerechte Stücke zerteilen und locker am Boden der Schale anrichten. Auf dieses Bett die fein aufeinander abgestimmte und saisonal passende Auswahl von rohem Gemüse setzen. In unserem Beispiel schmecken die Tomaten besonders gut zu schmalen Spalten geschnitten und die Karotten zu feinen Stiften. Der Fenchel fügt sich wie die rohen Artischockenherzen gut zu dünnen Längsscheiben gehobelt in das Ensemble ein. Die rohen Artischocken zuvor mit etwas Zitronensaft beträufeln, das addiert Frische und bewahrt das Gemüse vor der Oxidation.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn welchem Verhältnis Salz, Rotweinessig und Öl zum Salat kommen, kann man sich anhand eines italienischen Sprichworts leicht merken: \u003cem\u003eA ben condire l’insalata ci vuole un avaro per l’aceto, un giusto per il sale, uno strambo per l’olio\u003c\/em\u003e: einen Geizkragen für den Essig, einen Gerechten für das Salz und einen Verrückten für das Öl. Richtig: Erst, wenn am Schluss jede Zutat von einem köstlichen Olivenölglanz überzogen ist, bedeutet das den Einsatz von ausreichend Öl.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692489996,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Mista-1_0ae3b8c6-e191-46eb-896c-e46010bdcd58.jpg?v=1778533159"},{"product_id":"marinierte-sardellen","title":"Rezept: Marinierte Sardellen","description":"\u003cp\u003eSardellen, man muss sie lieben. Hat man das Vergnügen, die kleinen Fische frisch zu kaufen – anstatt im Glas oder in der Dose – sollte man zugreifen. Und sich daran erinnern, was man auf Splendido gelesen hat: die einfachsten Rezepte sind die besten. Frische Sardellen schmecken köstlich, wenn man sie nur kurz in Mehl wendet, frittiert und pur serviert.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan kann und sollte es aber auch einmal mit dem Kaltgaren der frischen Sardelle probieren, jener sauer eingelegten Köstlichkeit namens Alici marinati. Ein Teller dieser Alici marinati auf dem Tisch und schon ändert sich die Szenerie: man sitzt automatisch mit einem beschlagenen Glas Weißwein und etwas Weißbrot auf einer Hafenmauer und blickt in einen rosafarbenen Himmel über dem Meer.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eMarinierte Sardellen, ein Glas Weißwein und eine Hafenmauer\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas sogenannte Kaltgaren ist ein tolles Prinzip. Wie bei dem Bismarckhering oder der peruanischen Ceviche spalten hier die Säuren von Essig und Zitrone das Eiweiß des Fisches auf. Das Fleisch ändert seine Farbe und erscheint gar, bleibt dabei aber viel zarter, als würde es durch Hitze gegart. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNur eine Sache muss man beim Kaltgaren leider bedenken: Es tötet keine im Fisch vorhandenen Krankheitserreger. Und da mittlerweile doch recht viele Sardellen von Anisakiasis befallen sind, der Heringswurmkrankheit, muss man hier ganz besonders vorsorgen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Larven von Anisakiasis sterben in der Salzlake, bei Temperaturen von über 60 °C oder unter -20 °C. Erstere sind für diesen Fall wenig hilfreich. Bleibt die Kälte. Bloß schaffen wiederum haushaltsübliche Tiefkühlgeräte die Temperatur oft nicht. Besser ist es also, bereits direkt nach dem Fang schockgefrostete und wiederaufgetaute Sardellen zu kaufen – oder die gefrorenen Ware zu kaufen und sie zuhause selbst aufzutauen. Am besten, man fragt den Fischhändler, ob die feilgebotenen Sardellen schon einmal schockgefrostet wurden oder nicht (kauft man die Ware nicht direkt am Hafen, ist dies meist ohnehin der Fall).\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Sardellen mit dem Zitronen-Essigsud begießen und in den Kühlschrank stellen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd nun los: Den Kopf der prophylaktisch gefrorenen und wiederaufgetauten Fische mit einer kurzen Bewegung abdrehen. Den Körper des Fisches dann mit einem Finger am Bauch entlang öffnen und dabei die Innereien entfernen. Ebenfalls das Rückgrat entfernen und die Fische der Länge nach aufklappen. Unter kaltem Wasser abspülen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einer Schale reichlich Weißweinessig, frischen Zitronensaft, Salz und nur einen minimalen Schluck Wasser verrühren. Die Fischfilets in einer flachen Schale nebeneinanderlegen und mit der Mischung begießen. Die Sardellen müssen absolut komplett mit der Flüssigkeit bedeckt sein. Bei gut 500 Gramm Sardellen sind etwa 200 ml Weißweinessig und 100 ml Zitronensaft ein optimaler Richtwert, damit die Menge für die Schale ausreicht und der Fisch durch den höheren Essiganteil schön schneeweiß wird. Die Schale mit Folie dicht verschließen und für etwa 4 bis 6 Stunden in den Kühlschrank stellen – sobald die zarten Filets durchgehend weiß und fest sind, ist der Kaltgarprozess abgeschlossen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAnschließend die Fische kurz mit kaltem Wasser abspülen, sorgfältig trockentupfen und erneut in einer Schale platzieren. Fein geschnittenen Knoblauch und gehackte Petersilie hinzugeben und mit reichlich Olivenöl aufgießen. Im Kühlschrank erneut durchziehen lassen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie marinierten Sardellen sind nach wenigen Stunden bereit für den Verzehr. Sie halten sich im Kühlschrank einige Tage, wenn sie immer vollständig mit Öl bedeckt bleiben.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692915980,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/alici_splendido_0ad7b15a-e81c-4516-a9f0-3666b860d4bd.jpg?v=1778533171"}],"url":"https:\/\/shop.splendido-magazin.de\/collections\/rezepte-speisekarte-antipasti.oembed?page=3","provider":"SPLENDIDO","version":"1.0","type":"link"}