{"title":"Rezepte: Speisekarte Secondi","description":"","products":[{"product_id":"parmigiana","title":"Rezept: Parmigiana di Melanzane","description":"\u003cp\u003eMit Aufläufen kann man mich normalerweise nicht besonders begeistern. Da denke ich an lieblose, wässrige Gratins, die tagelang in Küchen rumstehen und nach zuviel Lauchgemüse in zuviel Béchamelsauce müffeln. Aber mit der Parmigiana, der klassischen italienischen Auberginen-Lasagne, kriegt man mich immer.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIch kann zum Beispiel, egal was ich vorher gegessen habe oder nachher noch zu essen plane, nicht zu Eataly in der Schrannenhalle gehen, ohne ein Stück der dort wirklich hervorragend zubereiteten Parmigiana zu verspeisen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAber ich sag ja eh immer, dass die Aubergine ein Freund fürs Leben ist. Wenn man einmal für sich herausgefunden hat, wie man sie zubereitet, beugt sie sich geschmeidig jedem Plan und glänzt in jeder Variante. Sogar im Auflauf.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Aubergine ist ein Freund fürs Leben\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eNatürlich kann man auch bei der Parmigiana eine Menge falsch machen. Wässrig darf auch sie zum Beispiel auf gar keinen Fall werden. Ebenfalls nicht zu schwer und fettig. Wobei sie etwas ölig und deftig schon sein muss, das ist nun mal ihr Wesen. Wer eine Zeit lang in Australien oder Amerika verbracht hat, denkt bei dem Namen Parmigiana übrigens vielleicht zuerst an mit Ei, Tomate und Käse überbackenes Schnitzel – eine italo-amerikanische Erfindung, die ihren Ursprung ebenfalls in der süditalienischen \u003cem\u003eParmigiana di Melanzane\u003c\/em\u003e beziehungsweise \u003cem\u003eMelanzane alla Parmigiana\u003c\/em\u003e findet\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNach dem Ausprobieren unzähliger Varianten bin ich mittlerweile bei dieser Idealversion gelandet: Auberginen in gut 8 mm breite Scheiben schneiden. Ob der Länge nach oder der Breite, ist Geschmackssache. Ich bin ein Fan davon geworden, die Scheiben in der Auflaufform zu kleinen Türmen zu schichten und jedem Esser einen eigenen Turm zu servieren - aber einem einheitlichen, die gesamte Form füllenden Auflauf widerspricht ganz und gar nichts.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Scheiben lege ich, ohne sie gesalzen oder entwässert zu haben und ohne Fett auf Backpapier in den Ofen und lasse sie bei relativ großer Hitze einmal von beiden Seiten (zwischendurch natürlich einmal wenden) leicht braun werden. Allerdings bin ich mittlerweile dazu übergegangen, die Auberginen vor dem Verarbeiten zu schälen, da einige Züchtungen derart zähe Schalen haben, dass sie einem die Freude am Essen verderben können.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEs gibt Varianten der Parmigiana, in denen die Auberginen in Ei und Mehl paniert und ausgebacken werden, bevor sie in die Form wandern, aber das ist mir zuviel des Guten, schmeckt mir zu sehr nach Ei und Panade und liegt außerdem ewig im Magen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eJe länger der Sugo köchelt, desto cremiger wird er\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWährend die Auberginen im Ofen sind, kann man schon mal einen Sugo aufsetzen: Etwas Knoblauch in Olivenöl erhitzen, dann beste passierte Tomaten aus der Dose oder der Flasche dazu und mit Deckel eine gute halbe Stunde oder länger köcheln lassen ohne zwischendurch zu viel umzurühren. Das lange Köcheln ist wichtig, der Sugo soll schön cremig werden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAm Ende pfeffern und moderat salzen. Die Auberginen sind zwar nicht gesalzen, aber dafür kommt nachher zwischen jede Lage etwas Parmigiano Reggiano. Dessen Würzkraft sollte man nie unterschätzen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSemmelbrösel (am liebsten aus altem Weißbrot selbstgemacht), frische Basilikumblätter, feinstens geriebenen Parmigiano Reggiano und Büffelmozzarella bereit stellen. Die Auberginen sind mittlerweile schon wieder aus dem Ofen entlassen worden und kühlen gerade ab.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEine Auflaufform mit Olivenöl auspinseln. Dann schichten: Zuerst etwas Olivenöl auf dem Boden der Auflaufform verteilen, dann eine Lage der Auberginen hineingeben, dann etwas vom cremig eingekochten und gar nicht mehr wässrigen Sugo darauf verteilen– bloß nicht so viel, dass die Auberginen komplett in Tomatensoße ersaufen. Aber auch nicht so wenig, dass die Aubergine alles innerhalb von drei Minuten aufsaugt und austrocknet.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuf die Sugoschicht ein wenig Basilikum geben. Es reichen einige wenige zerrissene Blättchen pro Schicht. Darüber flächig eine Schicht Semmelbröseln streuen und eine Schicht Parmigiano Reggiano. Außerdem ein paar Streifen Büffelmozzarella darauf geben.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie letzte Schicht der Parmigiana kommt ohne Mozzarella aus und schließt mit Parmigiano Reggiano ab\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd so nun wieder von vorn, bis alle Zutaten aufgebraucht sind: immer zuerst Aubergine, dann Sugo, Basilikum, Semmelbrösel, Parmigiano Reggiano, Mozzarella. Die letzte, oberste Schicht allerdings kommt ohne Mozzarella aus und schließt mit Parmigiano Reggiano und etwas Olivenöl ab.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAlles für mindestens 45 Minuten bei 160°C in den Ofen geben und warten, bis die Zutaten in ihrem Kern zu einer cremigen, würzigen, herrlichen Einheit verschmelzen. Am besten schmeckt eine Parmigiana übrigens lauwarm und niemals direkt aus dem Ofen. Am besten isst man sie sogar erst nach einigen Stunden oder einen Tag später aufgewärmt.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789681152268,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Parmigiana_01_c027df88-e4d2-4613-9f41-6d4539d606db.jpg?v=1778532838"},{"product_id":"parmigiana-mit-zucchini","title":"Rezept: Parmigiana mit Zucchini","description":"\u003cp\u003eObwohl ich eine klassische Parmigiana mit Auberginen allzeit in Ehren halte, rufen heiße Sommertage für mich oft nach der leichteren Variante mit Zucchini. Und wie könnte man auch an der Vielfalt erntefrischer Zucchini vorbeigehen? Gelb, rund, gestreift, gepunktet, hellgrün meliert. Im besten Fall wachsen sie natürlich im eigenen Garten und man muss nur barfuß zu ihnen hinlaufen und sie pflücken.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eMit den richtigen Partnern an ihrer Seite blüht die Zucchini erst richtig auf\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAllerdings ist die Zucchini ja von Natur aus ein etwas schüchternes Wesen. Erwischt man nicht gerade jene winzigen, extraknackigen Exemplare, die man sich direkt aus dem Beet in den Mund werfen kann, muss man der Zucchini etwas helfen, in die Gänge zu kommen. Sie liebt es zum Beispiel, kräftig gebraten zu werden. Leicht verschmort entwickelt sie sensationelle Aromen. Außerdem ist sie ein guter Teamplayer. Mit den richtigen Freunden an ihrer Seite blüht sie erst richtig auf.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGut also, dass sie für die Parmigiana in den Genuss beider Strategien kommt: Erst kräftig gebraten, dann mit guter Tomatenpassata, frische Mozzarella, Parmigiano Reggiano, Pecorino und schon von sehr weit weg sehr intensiv duftendem Basilikum vereint.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDas entscheidende Merkmal einer guten Parmigiana ist ihre sämig-zarte, alle Schichten gut zusammenhaltende Konsistenz\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas entscheidende Merkmal einer guten Parmigiana ist ihre sämig-zarte, alle Schichten gut zusammenhaltende Konsistenz. Am Boden der Auflaufform sollte sich kein Saft sammeln.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUmso wichtiger deshalb die besondere Vorsicht mit allen potentiell wässrigen Zutaten:\u003c\/p\u003e\u003col\u003e\n\u003cli\u003eDer Sugo: Die perfekte Konsistenz des Sugos ist ausgesprochen sämig und nur ein wenig flüssiger als Tomatenmark. Dafür Zwiebeln und ein wenig Knoblauch fein hacken und in einem Topf in Olivenöl anschwitzen lassen. Tomatenpassata dazugeben und unter gelegentlichem Rühren etwa eine halbe Stunde bis 45 Minuten einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wer eine richtig gute Passata mit viel Eigengeschmack verwendet, muss den Sugo weder salzen noch pfeffern. Die gesalzene Zucchini, der Parmigiano Reggiano, Pecorino und Mozzarella gleichen das später wieder aus.\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\nDie frische Mozzarella (\u003cem\u003eF\u003c\/em\u003e\u003cem\u003eior di Latte\u003c\/em\u003e ist sehr gut. Würziger, aber natürlich schwieriger zu bekommen ist eine gute \u003cem\u003eMozzarella di Bufala)\u003c\/em\u003e in der Mitte aufbrechen und schon einmal in einer Schale bereit stellen. Ihre Molke soll sich schon einmal am Schalenboden sammeln, damit man sie später einfach abgießen kann.\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003eDie Zucchini dritteln und der Länge nach in sehr dünne Scheiben schneiden, am besten geht das mit der Mandoline oder einer Schneidemaschine. Ideal sind drei bis vier Milimeter. In ein Sieb geben, salzen und gute 20 Minuten stehen lassen, damit sie ihr Wasser abgeben.\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ol\u003e\u003cp\u003eBasilikum zupfen und in einer Schale bereit stellen. Parmigiano Reggiano und Pecorino reiben, vermischen und ebenfalls in einer Schale bereitstellen. Den fertigen Sugo vom Feuer nehmen und auch erstmal beiseite stellen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie entwässerten Zucchini mit einem sauberen Küchenhandtuch oder Küchenpapier gründlich trockentupfen und in eine Schale geben.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Zucchini goldbraun frittieren\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eZum Frittieren der Zucchini großzügig Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen: einen halben bis einen ganzen Zentimeter sollte das Öl am Boden der Pfanne stehen. Ist das Öl heiß, die Zucchinischeiben nebeneinander hineingeben und von beiden Seiten goldbraun frittieren. Je nach Menge der Zucchini und Größe der Pfanne braucht es dafür wahrscheinlich mehrere Durchgänge. Die jeweils schon fertig frittierten Zucchini auf einem sauberen Küchenhandtuch oder reichlich Küchenpapier ablegen und abtropfen lassen. Sind alle Zucchini frittiert, noch einmal sanft mit Küchenhandtuch oder Küchenpapier abtupfen und in eine Schale geben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Molke der Mozzarella abgießen und die Mozzarella in kleine Stücke reißen. Diese erneut vorsichtig mit sauberen Händen über der Spüle oder einer Schale auspressen, damit so wenig Flüssigkeit wie möglich drin enthalten bleibt.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eAm besten schmeckt die Parmigiana, wie alle Parmiganas, lauwarm, oder noch besser: aufgewärmt am nächsten Tag\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAuflaufschale bereit stellen und das Werk vollenden: Eine Kelle Tomatensugo auf dem Boden verteilen, darauf eine Lage Zucchinischeiben verteilen. Dann Mozarellafetzen darüber geben und von der Parmigiano Reggiano-Pecorino-Mischung, außerdem einige zerrissene Basilikumblätter. Dann wieder die nächste Kelle Sugo vorsichtig darauf verstreichen.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Zucchini Parmigiana\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11904\" height=\"905\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_01-1356x905.jpg?v=1775494124\" width=\"1356\"\u003e\u003cp\u003eUnd wieder Zucchini, Mozzarella, Pecorino, Basilikum darauf schichten. So lange in dieser Reihenfolge fortfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Lage schließt mit Tomatensugo und Parmigiano Reggiano. Danach: Bei 180 Grad für 45 Minuten in den Ofen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDazu nichts als geröstetes, mit Zitronenschale eingeriebenes Weißbrot\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAm besten schmeckt die Parmigiana, wie alle Parmiganas, lauwarm, oder noch besser: aufgewärmt am nächsten Tag. Dazu nichts als geröstetes, mit Zitronenschale eingeriebenes Weißbrot.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789687640332,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_03_1a9818df-15ae-425c-b25d-74c9611d2160.jpg?v=1778533016"},{"product_id":"peposo","title":"Rezept: Peposo","description":"\u003cp\u003eIn der Splendido-Küche kochen wir selten mit Fleisch. Einerseits aus ethischen und gesundheitlichen Gründen, vor allem aber aus Gründen der Geschmacksvielfalt. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen einen guten Schinken auf dem Panino oder Guanciale in der Amatriciana. Im Gegenteil, gerade als Würzmittel sind Fleischprodukte oft durch nichts zu ersetzen. Als Hauptdarsteller auf dem Teller jedoch, bleibt es in den allermeisten Fällen einfach: Fleisch. Und ist damit leider häufig nicht halb so spannend wie gut zubereitetes Gemüse oder Pasta.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNatürlich gibt es aber Ausnahmen. Ein gutes Ragù zum Beispiel oder eben den Peposo. Ein unglaublich einfaches Schmorgericht aus der Toskana, das - wenn man ein wenig Geduld mitbringt - zu den besten Dingen gehört, die ich in meinem Leben jemals gegessen habe. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Geschichte des Peposo ist legendär und in fast jedem Kochbuch und Italienblog nachzulesen: Angeblich hat das Gericht seinen Ursprung in der Renaissance als der Dom von Florenz gebaut wurde. In den Brennöfen außerhalb der Stadt, in denen die Ziegelsteine für die Kuppel hergestellt wurden, nutzte man die Resthitze um Fleisch in Schmortöpfen zu garen. Manchen Varianten der Geschichte zufolge war es sogar Brunelleschi persönlich, der auf die Idee kam, das Fleisch mit einer kräftigen Portion Pfeffer zu versehen. Damit seine Arbeiter nach einem gut gewürzten Mahl noch besser arbeiten konnten.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDer Peposo ist ebenso fantastisch wie simpel\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWie für fast alle Klassiker gibt es auch für den Peposo die verschiedensten Rezepte und jeder Koch behauptet das einzig wahre Original zu kennen. Was allen gemein ist, ist die Verwendung von Muskelfleisch vom Rind, viel Pfeffer und Chianti Classico. In vielen Rezepten kommen auch die üblichen Ergänzungen der deftigen toskanischen Fleischküche zum Einsatz. Zum Beispiel Rosmarin, Lorbeer, Salbei oder Knoblauch.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMeine Variante hingegen ist sehr simpel und sie ist ebenso fantastisch.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cb\u003eSo geht's:\u003c\/b\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einem Schmortopf dünste ich zunächst in dünne Scheiben geschnittene Zwiebeln in Olivenöl an. Sie sollten nicht braten und Farbe bekommen, sondern nur ganz leicht garen und weich werden. Das Fleisch schneide ich in grobe, mundgerechte Würfel, die ich in Pfeffer wende. Hier gilt es nicht zu geizen, sondern eine wirklich fast unverschämt große Menge frisch gemahlenen Pfeffers zu benutzen. Schließlich ist Pfeffer nicht nur die namensgebende Zutat des Gerichts, sondern vor allem die dominierende Geschmacksnote. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann brate ich das Fleisch für den Peposo im Topf mit den Zwiebeln von allen Seiten leicht an und gebe eine großzügige Menge Tomatenmark und etwas Salz dazu. Ich verrühre alles mit dem Kochlöffel und gieße dann den Wein auf.\u003cbr\u003e\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDass hier ein Chianti benutzt werden sollte, versteht sich von selbst. Es sollte vor allem aber kein schlechter Chianti sein. Bei einem Gericht, das einen Großteil seines Geschmacks aus dem Wein bezieht, sollte an letzterem nicht gespart werden.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSchmoren. Je länger, desto besser\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas Fleisch lasse ich jetzt, von Wein bedeckt, langsam bei geschlossenem Deckel schmoren. Man kann den Topf dafür in den Backofen stellen, genauso wie sie es zu Zeiten Brunelleschis getan haben. Man kann ihn aber auch einfach bei kleiner Hitze auf dem Herd köcheln lassen. Wie lange? Je länger, desto besser. Knappe zwei Stunden sollten es schon mindestens sein. Wenn die Flüssigkeit zu schnell verdampft, gieße ich nochmal Wein nach. Die Küche füllt sich währenddessen mit dem Zwiebel-Fleisch-Rotwein-Duft und das ganze Haus riecht nach Weihnachten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZum Schluss sollte eine dickflüssige, sämige Soße mit butterweichem Fleisch übrig bleiben. Die lange Garzeit hat es so zart und mürbe gemacht, dass es mit dem Löffel zerteilt werden kann. Jetzt nur nochmal kurz abschmecken und servieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eGegessen wird der Peposo am besten einfach mit einer Scheibe gutem Brot. Als \u003cem\u003eContorno\u003c\/em\u003e eignen sich hervorragend weiße Canellini-Bohnen, die mit etwas Knoblauch und Salbei und viel gutem Olivenöl kurz angebraten werden. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eHatte ich schon gesagt, dass der Peposo zu den besten Dingen gehört, die ich jemals gegessen habe? Gehört er wirklich.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789688918284,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Peposo_01_c48a80a2-5c5c-4485-8953-648595d082c9.jpg?v=1778533055"},{"product_id":"coda-alla-vaccinara","title":"Rezept: Coda alla Vaccinara","description":"\u003cp\u003eAuf der großen Splendido-Speisekarte stehen verhältnismäßig wenige Fleischgerichte. Das liegt unter anderem daran, dass die italienische Küche eine arme Küche ist. Gemüse und Getreide spielen darin traditionell die Hauptrolle. Auch wenn sich dieses Verhältnis (zum großen Nachteil der Tiere) in heutiger Zeit umgekehrt hat: Fleisch konnte sich früher kaum jemand leisten. Teilweise noch nicht mal der Metzger, der in Rom die Rinder für die bessere Gesellschaft verarbeitet hat.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIhm ist dieses Gericht gewidmet. Denn der \u003cem\u003evaccinaro\u003c\/em\u003e (von \u003cem\u003evacca\u003c\/em\u003e, ital. Kuh) konnte, wenn überhaupt, nur die Teile des Tieres verzehren, die beim Verkauf übrig blieben. In hippen Metropolen nennt man das heute fortschrittlich und gerne auch mit einem erhobenen Zeigefinger \"\u003cem\u003enose to tail\"\u003c\/em\u003e.  Im alten Italien sprach man hingegen schon immer vom \u003cem\u003equinto quarto,\u003c\/em\u003e dem \"fünften Viertel\".\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eOchsenschwanz - das fünfte Viertel\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEin beliebtes unter den unbeliebten Stücken vom Rind ist der Ochsenschwanz. Ochsenschwanz hat viel Knochen und wenig Fleisch. Er macht Arbeit und braucht Zeit und vereint damit alles, was man in der Küche gerne lieber vermeidet. Nimmt man sich allerdings die Zeit und gibt sich bei der Zubereitung etwas Mühe, wird man mit dem aromatischsten und zartesten Fleisch belohnt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003e\u003cem\u003eCoda alla vaccinara\u003c\/em\u003e ist in der klassischen römischen Küche ein \u003cem\u003esecondo\u003c\/em\u003e. Das Fleisch wird im Ganzen mit einer Gemüsebeilage serviert. Typischerweise mit geschälten, blanchierten Selleriestangen. Macht man sich die Mühe das Fleisch vom Knochen zu lösen, lässt es sich auch hervorragend zu Pasta servieren oder in Pasta füllen, so wie es in ganz Italien in Restaurants von der Trattoria bis zum Sternelokal gemacht wird.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Zubereitung ist bei allen Varianten gleich und sie geht so:\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSobald das Gemüse angedünstet ist, gebe ich das Fleisch wieder dazu. Jetzt kann mit Wein abgelöscht werden. Traditionell ist hier ein weißer, römischer \u003cem\u003eCastelli Romani bianco\u003c\/em\u003e. In vielen Rezepten ist aber auch die Rede von Rotwein oder der Wein wird ganz weggelassen. \u003cem\u003eCoda alla vaccinara\u003c\/em\u003e ist ein sowieso Gericht für das es ebenso viele Rezepte wie Köche gibt.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWürze und Süße\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eNun gieße ich Tomatenpassata an, sodass das Fleisch knapp damit bedeckt ist. Gewürzt wird mit einer Mischung aus Gewürzen, die sicher auch in einem weihnachtlichen Lebkuchen gut aufgehoben wären. Nelken, Rosmarin und Zimt sind dabei, aber auch Lorbeerblätter, Wacholderbeeren oder Rosinen eignen sich hervorragend. Ich gebe außerdem noch einen Löffel dunkles Kakaopulver und Pinienkerne dazu. Das gibt Würze und Süße. Dann schmecke ich kräftig mit Salz und Pfeffer ab und verschließe den Topf mit einem Deckel.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZugedeckt bei kleiner Hitze darf der Ochsenschwanz nun langsam auf dem Herd schmoren. Alternativ gibt man den Topf bei ca. 90°C in den Backofen. So oder so - drei bis vier Stunden sind ein guter Richtwert. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich ohne Mühe vom Knochen lösen lässt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSollen die Stücke vom Ochsenschwanz im Ganzen serviert werden, sind sie nun bereit. Für die Variante mit Pasta muss das Fleisch vorher vom Knochen gezupft werden. Das mache ich mit der Hand, vermenge es dann noch mit etwas vom Gemüsesud und vermische es in einer Schale mit der frisch gekochten Pasta. Hier eignen sich zum Beispiel Rigatoni oder Fusilloni hervorragend.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789689737484,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Ochsenschwanz_01_1e6e5366-0d80-44c1-a246-8704255fc8e1.jpg?v=1778533077"},{"product_id":"karde-mit-fonduta-und-weissen-trueffeln","title":"Rezept: Karde mit Fonduta und weißen Trüffeln","description":"\u003cdiv class=\"page\" title=\"Page 11\"\u003e\n\u003cdiv class=\"layoutArea\"\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\n\nEine der verlässlichsten Küchenregeln lautet: Was gleichzeitig wächst, schmeckt auch gut zusammen. Im Piemont weiß man das schon lange. Hier, insbesondere rund um das Städtchen Nizza Monferrato, erntet man ab dem Herbst die ersten Karden. Der „Cardo gobbo“ ist eine regionale Spezialität, die man im Winter glücklicherweise auch außerhalb Italiens immer häufiger bekommt. \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eDas stachelige Monstrum gehört, ähnlich wie die mit ihm verwandte Artischocke, zu den Gemüsesorten, die am meisten Arbeit in der Küche machen. Doch sie sind die Mühen wert. Ihr feiner, bittersüßer Geschmack und die dichte, fleischige Konsistenz sind unvergleichlich. Die zweite große Berühmtheit der Region sind weiße Trüffeln.\u003c\/div\u003e\n\u003c\/div\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003ch3\u003eEntweder richtig oder gar nicht\u003c\/h3\u003e\u003cdiv class=\"page\" title=\"Page 11\"\u003e\n\u003cdiv class=\"layoutArea\"\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\n\n \n\nDie wichtigste Empfehlung, die man einem angehenden Trüffelesser mitgeben kann: Lieber nur ein oder zweimal pro Saison damit kochen, aber dafür nicht an Menge und Qualität sparen. Nichts ist schlimmer als viel Geld für gute Zutaten auszugeben, die man dann doch nicht angemessen genießen kann. Sicher, weißer Trüffel hat seinen Preis. Aber es gilt: Entweder richtig oder gar nicht. \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eKarde und Trüffel werden im Piemont entsprechend des eingangs erwähnten Naturgesetzes gern kombiniert. Mit einer reichhaltigen Käse-Fonduta geht das Gericht als eines der wenigen vegetarischen Secondi durch und ist ein echtes Festessen, das man sich schon einmal als potentielles Weihnachtsgericht vormerken kann.\n\n\u003c\/div\u003e\n\u003c\/div\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003ch3\u003eGroßzügig weiße Trüffel über die Karde mit Fonduta hobeln\u003c\/h3\u003e\u003cdiv class=\"page\" title=\"Page 11\"\u003e\n\u003cdiv class=\"layoutArea\"\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\n\nUnd so wird es ein Erfolg: \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eDie einzelnen Stiele der Karde erst einmal von ihrem Strunk befreien. Die Stiele gut waschen, bis kein Sand und keine Erde mehr daran haften. \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eNun mit einem scharfen Messer die harte Schale mitsamt ihrer faserigen Fäden entfernen (ganz ähnlich wie beim Schälen von Stangensellerie) und die geschälten Stiele danach in gleich große, daumen- bis fingerlange Stücke schneiden. Sofort in Wasser mit etwas Zitronensaft legen. Denn genauso wie ihre Schwestern, die Artischocken, verfärben sich die Karden sonst an der Luft sofort schwarz. \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eKarden in Salzwasser kochen bis sie gar, aber noch bissfest sind. Abtropfen und ausdampfen lassen. \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eIn einem kleinen Topf die Fonduta zubereiten. Für vier Personen 150 Gramm eines würzigen Bergkäses, zum Beispiel Fontina aus dem Aosta-Tal, reiben und gemeinsam mit jeweils etwa 50 Gramm Butter und Milch unter ständigem Rühren langsam im heißen Wasserbad bei etwa 60 Grad erhitzen. Wenn der Käse geschmolzen ist, weiter rühren, bis er keine Fäden mehr zieht. Mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken, kurz auf etwa 65 Grad abkühlen lassen und zügig zwei Eigelbe unterrühren. Die Masse im Wasserbad unter Rühren sanft binden lassen, bis sich eine dickflüssige Creme bildet, ohne dabei die fürs unerwünschte Gerinnen kritischen 75 Grad zu überschreiten.\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eKarden in einer Gratinform schichten und mit der heißen Fonduta übergießen. \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eKurz unter dem heißen Ofengrill gratinieren, bis die Karden an ihren Rändern etwas Farbe angenommen haben. \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eAus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und auf Tellern anrichten. \u003c\/div\u003e\n\u003cdiv class=\"column\"\u003eDann großzügig in feinen Spänen vom weißen Trüffel darüber hobeln und sofort servieren.\n\n\u003c\/div\u003e\n\u003c\/div\u003e\n\u003c\/div\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789691146508,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Karde_mit_Fonduta_01_0c30ba22-cf8d-4b15-938b-545aa8d1c271.jpg?v=1778533121"},{"product_id":"stracotto","title":"Rezept: Stracotto","description":"\u003cdiv\u003e\nSo, wie es im Sommer beinah jede Unpässlichkeit kuriert, an ein Gewässer zu fahren, ist im Winter das gleiche für die Küche wahr. Zwischen Oktober und März gibt es kaum einen geborgeneren Ort als die heimische Kochstätte. Dort lassen sich viele kleine Festtage ausrufen, zu denen es weder Weihnachtsbäume, viele Gäste oder komplizierte vorherige Einkaufstouren braucht. \u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003eFür den berühmten italienischen Rinderschmorbraten Stracotto reicht es zum Beispiel, einen guten Weinhändler und einen ausgezeichneten Bio-Metzger in der Nachbarschaft zu haben. Darüber hinaus braucht es nur sonntagsträge Stimmung und gut vier Stunden Zeit.\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eKeine Angst: Dreieinhalb dieser Stunden muss nicht mehr tun, als herumliegen, aus dem Fenster gucken und sich an der rotweingeschwängerten Luft erfreuen. Es ist immer wieder erstaunlich, als welch aufwendiges Kochwerk Braten gelten, nur weil sie etwas Zeit in Anspruch nehmen. Die Handarbeit dahinter ist überschaubar.\u003c\/p\u003e\n \n\u003ch3\u003eStracotto, geschmort – die perfekte Zubereitungsmethode für weniger begehrte Rindsteile\u003c\/h3\u003e\n \n\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eWas ist nun das Besondere am Stracotto? Das italienische Wort bedeutet nichts anderes als „durchgekocht“, und folgt dem auf der ganzen Welt bekannten Prinzip, dass weniger begehrte Rindsteile im Schmoren die perfekte Zubereitungsmethode finden. Das Fleisch wird dabei derart butterzart, dass man glatt vergisst, warum nochmal alle Welt eigentlich so scharf auf Entrecôtes ist.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eWie so oft hütet jede italienische Region ihr eigenes Stracotto-Rezept. Wir halten uns gern an den Klassiker aus der Emilia, für den man am besten einen kräftigen Wein aus dem angrenzenden Piemont wie Barolo oder Barbera d’Asti verwendet und dazu einen buttrigen Kartoffelpüree serviert.\u003c\/p\u003e\n \n\n\u003c\/div\u003e\u003ch3\u003eDas Rezept für den Stracotto:\u003c\/h3\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eZum Einkauf: Für zwei Personen braucht man gut 500 Gramm Fleisch. Ideal ist zum Beispiel Rinderschulter oder jedes andere Stück, das zumindest einigermaßen von Fett durchzogen ist. Durch die lange Garzeit schmilzt das Fett und sorgt für die legendär zarte Konsistenz. Außerdem zwei große weiße Zwiebeln, vier bis fünf Karotten, zwei bis drei Stangen Sellerie, gutes Tomatenmark, frischer Rosmarin, frischer Thymian, ein paar Nelken und eine Flasche kräftigen Rotweins.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eAm Wein zu sparen rächt sich bei diesem Gericht sofort, da der Wein hier eine tragende Rolle spielt. Darüber hinaus sollte man sich hier, wie bei vielen italienischen Gerichten, keinesfalls von der Einfachheit der Zutaten abschrecken lassen und der Versuchung erliegen, irgendwas „verfeinern“ oder ergänzen zu wollen. Je weniger und besser die verwendeten Zutaten, desto besser das ganze Gericht.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eFür den Kartoffelbrei gut 500 Gramm vorwiegend festkochend bis mehlige Kartoffeln, 200 Milliliter Milch, 100 Gramm Butter, 100 Gramm Parmigiano Reggiano und Muskatnuss besorgen.\u003c\/p\u003e\n \n\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003ch3\u003eEs lohnt sich, mehr Fleisch einzukaufen – die Reste kann man am nächsten Tag zur Pastafüllung verarbeiten\u003c\/h3\u003e\n \n\u003cp class=\"Text\"\u003eEs lohnt sich übrigens, etwas mehr Fleisch einzukaufen, als man an einem Abend aufessen kann. Am nächsten Tag lässt sich aus den Resten ein sehr guter Sugo für frische Pasta machen, oder gleich eine saftige Brasato-Raviolifüllung.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eZum Stracotto: Das Fleisch kurz unter fließendem Wasser abspülen und trockentupfen. In einem schweren Topf aus Gusseisen Olivenöl erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig darin anbraten. Die Zwiebeln, Karotten und den Sellerie in grobe Würfel schneiden und zum Fleisch geben. Alles unter gelegentlichem Rühren gut andünsten. Das Gemüse sollte mit Fett überzogen sein und die Zwiebeln schon langsam glasig werden. Am Boden des Topfes bildet sich jetzt eine dunkle, karamellartige Schicht.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eIn einer Schale nun gut 300 Millilitern Rotwein zusammen mit drei, vier Esslöffeln Tomatenmark mit der Gabel verrühren. Das Gemisch zum Fleisch gießen, aufkochen und etwas verdampfen lassen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eWer hat, kann nun mit einer guten Rinderbrühe auffüllen bis das Fleisch fast komplett mit Flüssigkeit bedeckt ist. Wasser geht aber auch. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, Rosmarin- und Thymianzweige dazugeben. Außerdem ein oder zwei Lorbeerblätter und Nelken mitkochen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eJetzt den Topf mit einem Deckel verschließen und in den auf 150 Grad vorgeheizten Backofen stellen. Dort sollte er mindestens drei Stunden bleiben. Zwischendurch das Fleisch immer mal mit der Flüssigkeit übergießen oder wenden. Sie sollte langsam verkochen bis nur noch Gemüse in einer dickflüssigen Soße übrig ist.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eKurz vor dem Ende der Garzeit die Kartoffeln schälen, kochen oder noch besser im Dampf garen. Dann mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken bis unter ständigem Rühren und der Zugabe von Vollmilch, Butter und fein geriebenem Parmesan ein cremiges, glänzendes Püree entsteht. Gut mit Salz abschmecken und etwas geriebene Muskatnuss dazugeben. Nicht mehr erwärmen oder kochen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp class=\"Text\"\u003eZwei dicke Scheiben Fleisch herunterschneiden und auf dem Püree gemeinsam mit dem Gemüse servieren. Auf dem Teller noch etwas Olivenöl und fein gehackte frische Petersilie sowie etwas frischen Thymian über den Stracotto geben. Restlichen Wein in schöne Gläser gießen und feierlich anstoßen.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003c\/div\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789691343116,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/stracotto_01_fcd8d931-25fe-48d5-8b6d-757d1dec5a52.jpg?v=1778533127"},{"product_id":"salsicce-alluva","title":"Rezept: Salsicce all'uva","description":"\u003cp\u003eEine überraschende Kombination, über die ich kaum genug lobende Worte verlieren kann, ist die von Salsicce und Trauben. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSalsicce all'uva ist ein klassisches Herbst- und Wintergericht aus Mittelitalien, dessen Zeit gekommen ist, wenn die Trauben reif sind. Die süßsauren Aromen der Trauben harmonieren perfekt mit den salzigen, fetten Würsten. Dazu braucht es nur etwas Weißbrot und alle sind zufrieden. Es ist genau die Art von Gericht, die man sich wünscht, wenn die Tage draußen dunkler und kälter werden und man sich schon morgens einen dicken Wollpullover überwirft.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDass wir hier noch nicht längst über diese großartige Kombination geschrieben haben, liegt an der mangelnden Fotogenität dieses Gerichts. Sie steht in direktem Gegensatz zu seinen sensationellen Aromen und Texturen. Man sollte es als freundliche Erinnerung daran auffassen, dass Essen gegessen, und nicht auf Instagram gepostet werden soll. Weil wir unseren Lesern dieses Rezept aber nicht weiter vorenthalten wollen, haben wir diese Regel mal wieder ignoriert und unser Bestes gegeben. Besser als ein kleiner Schnappschuss von den auf ihrem Traubenbett in der Pfanne garenden Salsicce wurde es leider nicht.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSalsicce all'uva: Die süßsauren Aromen der Trauben harmonieren perfekt mit den salzigen, fetten Würsten\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eLos geht's mit dem Kochen. Die Zubereitung ist so einfach, dass man sich das Rezept, einmal gekocht, für immer merken kann. Man braucht bloß frische Salsicce, süße, reife Trauben (mit Kernen oder ohne ist Geschmackssache), etwas trockenen Rotwein, Olivenöl und gutes Weißbrot. Welche Salsicce man verwendet, kann man dem Angebot überlassen. Mit Fenchelsamen gewürzte Salsicce passen gut, aber auch jene mit Knoblauch oder Salz und Pfeffer eignen sich hervorragend.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eTrauben waschen und von ihrem Stiel entfernen (man kann hier auch von dem schönen altmodischen Wort \"entrappen\" Gebrauch machen). Die einzelnen Trauben direkt in die Pfanne geben. Einen guten Schluck Rotwein und einen Faden Olivenöl dazugießen. Letzterer steuert eine angenehm grasige Schärfe bei und ist als Gewürz nicht zu unterschätzen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan kann übrigens auch Weißwein statt Rotwein nehmen. Am besten probiert man im Laufe der Zeit beide Varianten und entscheidet dann, was einem besser schmeckt. Meine Meinung: Weißwein bietet sich an, wenn man dieses Gericht im Spätsommer kocht. Rotwein empfiehlt sich für die kälteren Tage.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Trauben mit dem Wein auf mittlerer Flamme erhitzen, bis der Wein zu köcheln beginnt und die Trauben etwas in sich zusammenfallen. In der Zwischenzeit die Würste präparieren: Mit einer scharfen Messerspitze oder einigen Zahnstochern die Pelle rundherum einstechen. So kann das Fett besser in den Traubensaft entweichen und einen schönen Sud bilden. Außerdem platzen die Würste in der Hitze nicht unschön auf. Sind die Würste präpariert, zu den Trauben in die Pfanne geben.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWeißwein im Spätsommer, Rotwein im Winter\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDeckel aufsetzen und alles so lange miteinander köcheln lassen, bis die Würste vollständig gar sind. Am Boden der Pfanne sollte sich ein leicht karamellisierter und durch das Fett auch etwas eingedickter, würzig-süßer Sud gebildet haben. Das dauert ungefähr zwischen fünfzehn und zwanzig Minuten. Bei Bedarf Wein nachgießen. Salz braucht es keins, die Würste sind salzig genug.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003ePfanne von der Flamme nehmen, Weißbrot aufschneiden. Die Salsicce all'uva in der Pfanne in die Mitte des Tisches stellen und eher Schalen als flache Teller dazu reichen. Jeder nimmt sich Würste, Trauben und einige Löffel des aromatischen Suds auf den Teller, zerteilt die Wurst in kleine Stücke und belegt das Brot Bissen für Bissen mit Trauben und Wurststückchen. Das Brot saugt sich dabei mit Sud voll und das Herz mit Glück.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692686604,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/salsicce_alluva_02_84e7937a-697f-4753-9fca-6109efda9634.jpg?v=1778533163"},{"product_id":"weisse-trueffeln-mit-ei-und-kartoffelpueree","title":"Rezept: Weiße Trüffeln mit Ei und Kartoffelpüree","description":"\u003cp\u003eWir sagen es ja immer wieder: Gute Lebensmittel sprechen für sich. Wer glaubt, besondere Zutaten verlangten ein riesiges Spektakel in der Küche, liegt falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Exzellente Produktqualität nimmt einem mehr Arbeit ab als jede Küchenmaschine.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWeißen Trüffeln zum Beispiel reichen schon etwas Butter und ein Ei, um ihre Aromen perfekt zu entfalten. Auch frische Eierpasta oder Kartoffeln sind perfekte Unterstützung der kostbare Knolle. Es gilt hier, was wohl für alle Exzentriker gilt: je bodenständiger ihre Begleitung, desto funkelnder ihr Auftritt.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEs gilt für weiße Trüffel, was wohl für alle Exzentriker gilt: je bodenständiger ihre Begleitung, desto funkelnder ihr Auftritt\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEine meiner favorisierten Darreichungsformen für weiße Trüffeln sind deshalb ein einfacher Kartoffelpüree und ein pochiertes Ei. Geschmeidiger kann man die spektakulären Aromen kaum hervorholen und genießen: Der Löffel gleitet durch die zarte Eiweißschicht, das weiche Eigelb ergießt sich über die Kartoffelcreme, die Trüffelspäne mischen sich darunter und im Mund entfalten sich weiche, warme Umami-Aromen und die ganze sphärische Kraft des weißen Trüffels.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZum Kartoffelpüree: Mehlige Kartoffeln machen das Püree luftiger, aber auch etwas substanzloser. Mich stören die winzigen wässrig-kristallinen Kartoffelpartikel der mehligen Sorten, ich nehme lieber vorwiegend festkochende und festkochende Kartoffeln mit intensivem Kartoffelaroma und speckigem Fleisch, auch wenn die einen etwas festeren Kartoffelbrei erzeugen – wahrscheinlich wie so oft Geschmackssache.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie ungeschälten Kartoffeln, für zwei Personen rund 500 Gramm, in kaltem Salzwasser aufsetzen und so lange mit Deckel köcheln lassen, bis sie sich beim Einstechen durch und durch weich anfühlen. Bei Kartoffeln gilt: Lieber zu weich, als minimal zu roh. Nicht zu oft einstechen, sonst werden sie wässrig.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAbgießen, abkühlen lassen, pellen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDurch die Kartoffelpresse zurück in den Kochtopf drücken oder mit dem Kartoffelstampfer zu Kartoffelpüree stampfen. Absolut klümpchenfrei wird das Püree, wenn man die zerdrückten Kartoffeln anschließend vorsichtig durch ein Sieb drückt. Niemals pürieren! Die heftige Einwirkung des Pürierstabs zerstört die Stärkezellen der Kartoffel und verwandelt sie in einen zähen Kleister.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWenn schon weiße Trüffel dazu serviert werden, dann bitte auch gute Milch, gute Butter und vor allem: viel Butter in das Kartoffelpüree geben\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eMit Salz abschmecken. Kartoffeln verlangen nach mehr Salz, als man glaubt, doch es lohnt sich zu bedenken: nachher kommt noch Parmigiano Reggiano dazu.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEin Glas Vollmilch in einem Topf erwärmen. Kurz bevor sie zu kochen beginnt, vom Herd nehmen und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen nach und nach zur Kartoffelmasse geben. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eJe nach persönlicher Butter-Waghalsigkeit irgendetwas zwischen 150 und 500 Gramm Butter schmelzen und ebenfalls unter die Kartoffeln rühren. Ich warne jedoch: Sparsamkeit ist hier fehl am Platz, je mehr Butter, desto besser. Eine gute Menge ist erreicht, wenn das Püree einen leichten Glanz bekommt. Und bitte nur gute, frische und sahnige Milch und beste Butter verwenden, es zahlt sich geschmacklich aus.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann soviel frisch geriebenen Parmigiano Reggiano hinzufügen, wie es einem beliebt – wichtig ist bloß, dass die Käsearomen nicht alles andere überdecken, vor allem später nicht die Aromen des Trüffels. Scheint die Konsistenz des Pürees jetzt noch nicht ideal, mit Milch und Butter nachjustieren.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eVorsichtig mit dem Parmigiano Reggiano\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eFür pochierte Eier hat jeder seine eigene Methode, ich bin kein Fan von Foliengefummel, ich halte mich an einen Wasserstrudel. Gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und mit dem Schneebesen einen Strudel hinein rühren. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEi aufschlagen und in das Auge des Strudels gleiten lassen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEinige Minuten im gerade so nicht mehr kochenden Wasser pochieren lassen und wenn das Eiweiß fest ist, das Eigelb aber noch flüssig, das Ei mit der Schaumkelle herausheben. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWasser gut abtropfen lassen (gegebenenfalls sehr vorsichtig mit Küchenkrepp abtupfen). Das Ei auf einem Bett von Kartoffelpüree auf dem Teller anrichten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNun großzügig weiße Trüffeln über Kartoffeln und Ei reiben. Das Reiben mit der Microplane holt noch mehr Aromen aus der Knolle heraus als der Einsatz eines Trüffelhobels. Fünf bis zehn Gramm Trüffel pro Person sollten es schon sein, alles darunter lohnt sich nicht. Bei Trüffel gilt: Wenn, dann richtig. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eUnd wenn es nur einmal im Jahr ist.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789692719372,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Trueffel_Ei_Kartoffeln_b4c37081-7ac4-41ea-9546-cea503176cd4.jpg?v=1778533164"},{"product_id":"porchetta","title":"Rezept: Porchetta","description":"\u003cp\u003eDie Porchetta – eine weltberühmte Köstlichkeit und doch alles andere als schnell abgehandelt. Denn jede Region Italiens besteht auf seinem eigenen Rezept. Die ganz großen Zentren der italienischen Schweinebraten-Kultur sind Ariccia, Camplì und Norcia. Es finden sich aber im ganzen Land verteilt auch zahlreiche kleinere. Einige Zubereitungsarten werden sogar durch eigene Konsortien geschützt. In privaten Haushalten oder kleineren Restaurants hält man sich indes oft an persönliche Hauskreationen. Diese ist eine von ihnen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEine der kräuterreichsten Porchetta-Varianten stammt aus den Marken\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eSie gleicht noch am ehesten einem traditionellen Porchetta-Rezept aus den Marken, wo man die Kombination von Knoblauch, Pfeffer, Rosmarin und wildem Fenchel schätzt. Dazu gesellen sich die äußerst porchettakompatiblen Aromen von frischem Salbei und Fenchelsamen. Wilden Fenchel in Deutschland zu bekommen ist schwer, aber nicht unmöglich. Man kann ihn häufig sogar wild sammeln. Sollte man nicht erfolgreich sein, gelingt die Porchetta auch ohne.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEine Besonderheit der Porchetta ist ihre Form. Die meisten Varianten, so auch diese, bestehen aus einem Stück Schweinelende, das mit einem relativ mageren Stück Schweinebauch samt Schwarte umwickelt und im Stile eines Rollbratens zur Rolle gebunden wird. Zwischen die einzelnen Teile wird zuvor reichlich Kräutermarinade gerieben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEhe das Fleisch schließlich in den Ofen darf, sollte es mindestens sechs Stunden im Kühlschrank marinieren. Dieser Vorgang führt zu einer unwiderstehlichen, fast irrwitzigen Parfümierung des Fleisches, die jeden Aufwand rechtfertigt. Die Porchetta gilt eigentlich als festliches Straßenessen, das im Großformat zubereitet, aufgeschnitten und zwischen zwei Weißbrotscheiben vielen Hungrigen serviert wird.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMan kann eine Porchetta aber problemlos auch für zwei bis drei Personen zubereiten, man kauft dann einfach ein kleineres Stück Lende und ein kleineres Stück Schweinebauch, sodass sich eine recht handliche Rolle ergibt. Was übrig bleibt, schmeckt in den Folgetagen aufgeschnitten als kalter Braten gut.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eLos geht's:\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDas Fleisch Zimmertemperatur annehmen lassen. Zum Einreiben des Fleisches zuerst etwas Olivenöl mit einigen Lorbeerblättern, etwas Rosmarin und Knoblauch aromatisieren. Dafür alle Zutaten gemeinsam gut eine halbe Stunde lang nur sehr sanft erhitzen, auf maximal 50 Grad.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDen Schweinebauch abspülen und sorgsam trocken tupfen. Es sollten keine Rippenstücke oder Knorpelreste im Fleisch enthalten sein. Mit der Schwarte nach unten auf der Arbeitsfläche ausbreiten, sodass das Fleisch daliegt wie ein aufgeschlagenes Buch.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Porchetta\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16586\" height=\"905\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Porchetta_02-1356x905.jpg?v=1775494738\" width=\"1356\"\u003e\u003ch3\u003eDen Schweinebauch auf der Arbeitsfläche ausbreiten wie ein aufgeschlagenes Buch\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eMit einem Filetiermesser nun von beiden Seiten her jeweils einen Fleischlappen von der Schwarte lösen. Das Fleisch dabei nur so weit einschneiden, dass es in der Mitte noch zusammenhält. Die dickere der beiden Fleischseiten erneut einschneiden, diesmal von der Mitte aus, sodass sie sich nach außen aufklappen lässt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn die so entstehende Tasche wird später die Lende eingepackt. Außerdem entsteht auf diese Weise genug Fläche, die mit Kräutermarinade eingerieben werden kann und später nicht nur für die intensiven Aromen, sondern auch für die marmorierte Optik der aufgeschnittenen Scheiben sorgt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas zuvor aromatisierte Öl nun mit einem Schuss Weißwein versehen, gut zu einer Emulsion verrühren und diese mit sauberen Händen in die gesamte Fleischfläche einmassieren. Auch die Lende rundherum damit einreiben. Das so präparierte Fleisch bei Zimmertemperatur eine gute halbe Stunde bis Stunde ruhen lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWährenddessen die Kräuter und Gewürze hacken und zu einer Gewürzmischung vereinen: Frische Rosmarinnadeln, wilden Fenchel, Knoblauch, Salbeiblätter, Fenchelsamen, frisch gemahlenen Pfeffer, reichlich Salz.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Porchetta\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16587\" height=\"905\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Porchetta_03-1356x905.jpg?v=1775494740\" width=\"1356\"\u003e\u003cp\u003eDiese Mischung nun auf der gesamten Oberfläche des Fleischs verteilen und gut einmassieren, auch die Lende rundherum damit einreiben. Das Lendenstück bei dieser Gelegenheit rundherum mehrmals einige Zentimeter einschneiden und die Gewürze und Kräuter in die Spalten reiben, sodass sie das ganze Fleisch optimal durchziehen können. Nun reichlich wilden Fenchel auf den eingeriebenen Flächen verteilen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie separate Lende wird für die Porchetta schließlich mittig in den Schweinebauch eingerollt\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Lende mittig auf das Fleischstück setzen, das nach außen aufklappbare Fleischstück darüberklappen und nun den ganzen Braten aufrollen, sodass die bisher unberührte Schwarte nach außen zeigt. Die Rolle mit drei Fäden der Breite nach provisorisch fest verknoten, sodass sie fürs Erste zusammenhält.\u003c\/p\u003e\u003cimg alt=\"Porchetta\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16582\" height=\"905\" src=\"https:\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Porchetta_04-1356x905.jpg?v=1775494743\" width=\"1356\"\u003e\u003cp\u003eNun geht die Feinarbeit los: Die Rolle zweimal der Länge nach einbinden, das Garn dafür an den gerollten, offenen Enden des Bratens jeweils einmal überkreuzen. Anschließend den Braten der Breite nach final verknoten. Am einfachsten ist es, jeweils einzelne Abschnitte von Küchengarn zu verwenden. In der Mitte beginnen und sich jeweils mit einem Abstand von zwei bis drei Zentimetern nach außen vorarbeiten. Alternativ mit einem langen Faden jeweils Schlingen im Abstand von wenigen Zentimetern über den Braten ziehen und miteinander verknoten, wie auf dem Foto ersichtlich. Zum Schluss auch auf der Rückseite die einzelnen Schlingen miteinander verbinden.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie fertig gebundene Rolle für sechs bis acht Stunden in den Kühlschrank legen zum Durchziehen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie fertig präparierte Rolle abgedeckt oder in Alufolie gewickelt über Nacht für sechs bis acht Stunden in den Kühlschrank legen, damit alles gut durchziehen kann.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eRechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, denn vor dem Backen sollte das Fleisch noch einmal Zimmertemperatur annehmen. Schwarte mit dem Messer kreuzweise einritzen. Darauf achten, das Garn dabei nicht zu beschädigen. Schwarte mit Olivenöl einreiben. Danach die offenen Enden des Bratens gut mit Alufolie umwickeln, dies schützt das Fleisch vor dem Austrocknen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBraten auf einem Ofengrillrost platzieren und das darunter liegende Blech mit etwas Wasser und einem Schuss Weißwein füllen. Einen Zweig Rosmarin hineinlegen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNun je nach Größe des Bratens bei 220 Grad mit Ober und Unterhitze zwischen zwanzig und vierzig Minuten einen ersten Backvorgang durchführen. Danach die Hitze auf 160 Grad reduzieren und einige Stunden backen, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 70 bis 72 Grad erreicht hat. Pro Kilo Fleisch dauert das etwa eine Stunde, bei einem Gesamtgewicht des Bratens von drei Kilogramm plant man also maximal drei Stunden ein. Darauf achten, dass stets genug Flüssigkeit im Backblech ist, andernfalls nachfüllen. In der letzten halben bis Viertelstunde die Alufolie entfernen und die Umluftfunktion einschalten, dies sorgt für eine noch knusprigere Kruste. Die letzten fünf bis zehn Minuten den Grill einschalten, um das Ergebnis zu optimieren. Das Fleisch in dieser Phase gut beobachten, damit nichts anbrennt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAus dem Ofen nehmen, etwas ruhen und leicht abkühlen lassen, dann in Scheiben aufschneiden (dafür immer nur so viele Fäden lösen, wie gerade nötig) und zu Weißbrot servieren. Die übrig gebliebene Porchetta lässt sich, wie gesagt, am nächsten Tag hervorragend als Brotbelag oder mit karamellisierten Zwiebeln oder Zwiebelmarmelade genießen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789694226700,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Porchetta_01_c06c1ec4-49dc-4dfc-96a4-e766d8d725e9.jpg?v=1778533204"},{"product_id":"tagliata-di-manzo","title":"Rezept: Tagliata di Manzo","description":"\u003cp\u003eDie Tagliata di Manzo ist eine zuvorkommende Fleischspeise: ein in elegante, mundgerechte Scheiben geschnittenes Entrecôte, beziehungsweise natürlich \u003cem\u003econtrofiletto\u003c\/em\u003e. Sie ist so beliebt, dass sie heute zu den klassischsten Secondi überhaupt gehört und in vielen Hotels so zuverlässig auf der Zimmerservice-Karte steht wie sonst nur noch Spaghetti al pomodoro. Dabei gelangte die Tagliata erst 1973 zu Popularität, als der (spätere Sternekoch) Sergio Lorenzi sie in seinem Restaurant in Pisa als Variation der klassischen Bistecca Fiorentina auf die Karte setzte.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSo jung und schon so beliebt: die Tagliata di Manzo\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie berühmteste Darreichungsform der Tagliata besteht aus einem in Scheiben aufgeschnittenen, medium rare gebratenen Controfiletto, das mit frischem Rucola, einigen Spänen Parmigiano Reggiano und wenigen Tropfen Aceto Balsamico Tradizionale di Modena und Olivenöl Extra Vergine serviert wird.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eHäufig begegnet einem die Tagliata di Manzo aber auch zu einem halbierten oder geviertelten, einfach gegrillten Radicchio Trevisano, dessen bittersüße Noten und etwas saftigere Konsistenz dem Fleisch so perfekt zur Seite stehen, dass man nach dem Verzehr Messer und Gabel beiseitelegt, seufzt und das wahre Gütesiegel eines jeden Klassikers ausspricht: »Warum essen wir das eigentlich nicht öfter?« Je nach persönlicher Vorliebe kann auch im Ofen gebackener Radicchio oder ein gedünsteter Radicchio di Castelfranco dazu serviert werden. Wichtig ist bei dieser Variante, dass hier kein geringerer Balsamico zum Einsatz kommen sollte, als ein echter Tradizionale. Nur seine feinen, durch die jahrelange Reifung in verschiedenen Holzfässern entwickelten Aromen eignen sich für den Einsatz auf einem exzellenten Stück Fleisch. Gewöhnlichere Essigvarianten würden die Aromen der guten Zutaten überdecken.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSo geht's:\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd so geht's: Entrecôte ein bis zwei Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen. Ob man das Fleisch vor oder nach dem Braten salzt, ist eine Glaubensfrage, wir salzen das Fleisch meist erst auf dem Teller, damit es so lange wie möglich bei sich bleiben kann. Eine Pfanne stark erhitzen und wenig Olivenöl hineingeben. Eine gut gebratene Tagliata di Manzo zeichnet sich dadurch aus, dass sie bei einer dünnen dunklen Kruste einen relativ großen rosafarbenen Kern besitzt. Dies machen nur hohe Temperaturen möglich, allerdings sollte das Öl nicht rauchen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFleisch vorsichtig und vom Körper weg in die heiße Pfanne geben. Je nach Dicke und gewünschtem Gargrad auf jeder Seite wenige Minuten braten, idealerweise nur einmal wenden. Den idealen Gargrad ohne das Fleisch anzuschneiden herauszufinden, ist Übungssache. Drückt man mit dem Finger oder einem Löffel auf das Fleisch, lernt man, ihn zu erspüren. Je mehr das Fleisch nachgibt, desto roher ist es im Inneren.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eNur einen echten Aceto Balsamico Tradizionale di Modena benutzen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWer ein Thermometer benutzen will: das Fleisch ist perfekt, wenn es im Kern zwischen 53 und 55 Grad besitzt. Fleisch einen Moment vor dem Erreichen des gewünschten Gargrads aus der Pfanne nehmen, auf ein Stück Alu- oder hitzebeständige Klarsichtfolie setzen, einwickeln und noch kurz ruhen lassen. Fleisch aus der Folie heben, auf einem Schneidebrett in Scheiben schneiden und auf dem Teller anrichten. In der Folie hat sich durch das Ruhen ein hocharomatischer und entsprechend kostbarer Fleischsaft gesammelt, diesen nun über das Fleisch träufeln. Außerdem wenige Tropfen eines sehr guten Olivenöls und den Balsamico über das Fleisch geben und servieren. Fleisch am Tisch mit Fleur de Sel salzen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789694357772,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido_tagliata_29ff6711-3689-4ad8-8bde-7313cb529565.jpg?v=1778533206"},{"product_id":"schmorhuhn-mit-zimt-und-rosinen","title":"Rezept: Schmorhuhn mit Zimt und Rosinen","description":"\u003cp\u003eDies ist ein einfaches, elegantes Schmorhuhn, wie man es so oder ganz ähnlich in vielen italienischen Haushalten oder kleinen Restaurants serviert bekommt. Die wenigen, fein komponierten Zutaten sorgen für ausgewogen süßsaure Aromen und stehen dem Huhn hervorragend. Durch die Stärke der Kartoffeln entsteht ein hinreißender, fast sahniger Schmelz, außerdem braucht man für das ganze Gericht nur einen einzigen Topf – an faulen Tagen nicht zu verachten.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eEin Schmorhuhn-Rezept, das für eine Person so nützlich ist wie für sechs\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eBei einem ausgewachsenen Huhn ist ein größerer Gusseisentopf oder Bräter ideal, kleinere Portionen lassen sich in einem gewöhnlichen Topf zubereiten. Man kann es gut auch nur für eine Person zubereiten, es belebt an einsamen Abenden Küche und Sinne aufs Tröstlichste. Dafür nimmt man einfach anstelle eines ganzen Huhns nur ein oder zwei Schenkel. Oder besorgt ein sogenanntes Mistkratzerli, wie eine schöne Schweizer Bezeichnung für Stubenküken lautet.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWenn man nicht ganz genau weiß, woher das verwendete Geflügel stammt und unter welchen Bedingungen es herangezogen wurde, lohnt es sich, nach einem Huhn mit dem französischen Gütesiegel Label Rouge zu suchen. Kein anderes Land in Europa betreibt ein derart dichtes Kontrollnetz zu Überwachung seiner Geflügelzüchter. Label Rouge Hühner wachsen in bäuerlicher Haltung im Freien auf. Ihr Wohlergehen, der Umweltschutz und beste Fleischqualität stehen dabei im Vordergrund.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eIm Zweifel auf Label Rouge-Hühnerfleisch setzen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAber nun endlich zur Zubereitung: Huhn oder Hühnerteile mit kaltem Wasser abspülen, mit Küchenpapier trocken tupfen und salzen. Milde, süße rote Zwiebeln, idealerweise Tropea- Zwiebeln oder Roscoff-Zwiebeln, vierteln. Auch Schalotten sind eine gute Wahl. Festkochende Kartoffeln schälen und ebenfalls je nach Größe und Belieben vierteln oder achteln. In dem Topf etwas Olivenöl erhitzen, darin das Huhn und die Zwiebeln von allen Seiten anbraten, bis sie rundherum gut Farbe bekommen haben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMit einer großzügigen Menge fruchtigem Weißwein, etwas Wasser und einem kleinen Schuss Weißweinessig ablöschen. Flüssigkeit aufkochen lassen, Fleischteile mit einem Kochlöffel anheben und mit einem Pfannenheber den Bratensatz lösen, damit er gut im Sud aufgehen kann. Kartoffeln, Rosinen, Pinienkerne und die Zimtstange hinzufügen. Erneut salzen und auch pfeffern. Topf mit dem Deckel verschließen und je nach Größe des Huhns oder der Hühnerteile zwischen fünfunddreißig und neunzig Minuten schmoren lassen, bis das Huhn durchgegart ist und beginnt, sich butterweich vom Knochen zu lösen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZwischendurch immer mal die Flüssigkeit kontrollieren und den Sud abschmecken. Eventuell erneut Wein und Wasser angießen und etwas umrühren, damit die Kartoffeln nicht am Boden ansetzen und Sud und Stärke eine cremige Emulsion eingehen. Die Zimtstange vor dem Servieren entfernen. Wenn von dem Gericht etwas für den nächsten Tag übrig bleibt, umso besser. Aufgewärmt schmeckt das Schmorhuhn mindestens so gut.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789694423308,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido_schmorhuhn_6c73ebc1-c7de-4a9f-93b1-e692b6fcb1a0.jpg?v=1778533207"},{"product_id":"fisch-auf-kartoffelbett","title":"Rezept: Fisch auf Kartoffelbett","description":"\u003cp\u003eEinen frischen Fisch im Ganzen auf Kartoffelscheiben zu betten und im Ofen zu garen ist eine in vielen italienischen Haushalten sehr beliebte Zubereitungsart. Vielleicht sogar die beliebteste. Wer Fisch noch nie auf einem Kartoffelbett gegessen hat, mag vor der Einfachheit des Gerichts zurückschrecken: Fehlt da nicht was, das sogenannte gewisse Etwas, wenigstens ein paar Kirschtomaten, ein wenig Rosmarin?\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNein, es fehlt gar nichts, im Gegenteil. In der Einfachheit dieses Gerichts liegt sein großer Gewinn, und wer sich darauf einlässt, wird Fisch nur noch selten anders servieren. Die mit Olivenöl, Knoblauch und Petersilie aromatisierten Kartoffeln geraten zugleich knusprig und cremig, die Zitronen karamellisieren an ihren Rändern leicht und steuern eine ferienhafte Süße und Säure bei. Der Fisch bleibt bei sich und darf so seine ganze Frische und Qualität zeigen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFisch, Kartoffeln, Olivenöl, Knoblauch, Petersilie, Zitronen – mehr nicht\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWelchen Fisch man hier verwendet, ist übrigens egal, daher auch der etwas freie Titel dieses Rezepts. Hauptsache, er präsentiert sich in glänzender Frische und mit prallen, glasklaren Augen. Steinbutt, Seezunge, Wolfsbarsch, Dorade oder Saibling, auf einem Kartoffelbett fühlt sich jeder Fisch wohl – übrigens nicht nur ganze Fische, sondern auch Filets.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Zubereitung ist einfach, es kommt aber wie bei allen Rezepten, die mit wenigen guten Zutaten auskommen, auf die Details und gutes Gespür an, vor allem was den perfekten Gargrad der Kartoffeln und des Fischs angeht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie geschälten Kartoffeln mit Hilfe einer Mandoline in feine Scheiben schneiden. Um ihnen etwas Stärke zu nehmen und sie davor zu bewahren, im Ofen zu sehr miteinander zu verschmelzen, kann man die Scheiben mit kaltem Wasser abspülen. Sie geraten aber auch ohne diesen Schritt sehr gut, nur etwas cremiger. Am besten, man probiert nach und nach beide Varianten aus und entscheidet dann, welche einem besser schmeckt.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWelcher Fisch auf das Kartoffelbett kommt, soll das frischeste Angebot entscheiden\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eKnoblauch und Petersilie fein hacken und miteinander vermengen. Unbehandelte Zitronen gut waschen und einige wenige feine Scheiben davon herunterschneiden, um sie unter die Kartoffelscheiben zu mischen. Die Kartoffeln und Zitronenscheiben auf einem Blech oder in einer Gratinform ausbreiten und salzen. Einen Teil der Knoblauch-Petersilie-Paste darüber verteilen und großzügig Olivenöl hinzufügen. Mit sauberen Händen alles gut miteinander vermengen, sodass Kartoffel- und Zitronenscheiben von Salz, Olivenöl, Petersilie und Knoblauch überzogen sind.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Kartoffeln in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen schieben und schon einmal vorgaren. Je nach Menge und Dicke dauert es etwa 15 bis 30 Minuten, bis die Kartoffeln weich im Inneren und an den Rändern golden und knusprig werden. Damit sie gleichmäßig garen, kann man sie zwischendurch einmal umschichten. Während Kartoffeln tendenziell nicht gar genug sein können, ist Fisch oft sehr viel früher gar, als man meint. Bleibt er nur ein bis zwei Minuten zu lang im Ofen, gerät er trocken und sein Potenzial ist ruiniert.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eWährend Kartoffeln tendenziell nicht gar genug sein können, ist Fisch oft sehr viel früher gar, als man meint – deshalb lieber wachsam bleiben\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDen Fisch auf der Oberseite mit einem scharfen Messer mit wenigen parallelen Schnitten einschneiden und etwas von der Petersilie-Knoblauch- Mischung darauf verteilen. Auch das Innere des Fischs damit einreiben. Fisch auf den beinahe garen Kartoffeln platzieren und unter wachsamer Beobachtung zwischen fünf und fünfzehn Minuten garen lassen. Zwischendurch an der dicksten Stelle einmal vorsichtig einstechen und den Gargrad kontrollieren. Man erkennt den perfekten Gargrad eines Fischs daran, dass das Fleisch nicht mehr ganz durchsichtig, aber noch etwas glasig und überaus saftig ist. Das Blech sofort aus dem Ofen nehmen und heiß in die Mitte des Tischs stellen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789694685452,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido_fisch_kartoffelbett_ca74bae4-f1d3-4928-8ca7-ca9b4cd43f1b.jpg?v=1778533219"},{"product_id":"moscardini-in-zimino","title":"Rezept: Moscardini in Zimino","description":"\u003cp\u003eWann immer man nicht recht weiß, was man mit einem schönen Gemüse, einem Fisch oder einem Stück Fleisch anfangen soll, lohnt es sich, auf die drei Komponenten Tomaten, Knoblauch und Olivenöl zurückzukommen. Ihr Einsatz funktioniert wie eine universale Grundierung für die unterschiedlichsten Zutaten und ist nicht umsonst die Basis unzähliger italienischer Gerichte.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn Italien nennt man das Prinzip, eine Hauptzutat im eigenen Sud gemeinsam mit grünem Blattgemüse zu schmoren, in Zimino. Vor allem in und um Livorno werden dafür gern wahlweise kleinere Tintenfischarten wie Seppie oder Moscardini mit Erbette, jungen Mangoldblättern, kombiniert.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eIn Zimino bezeichnet das Prinzip, eine Hauptzutat im eigenen Sud gemeinsam mit grünem Blattgemüse zu schmoren. Zum Beispiel Moscardini\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Bezeichnung Zimino stammt vermutlich vom arabischen \u003ci\u003ezamin\u003c\/i\u003e ab, was in etwa »dicke, ölige Soße« meint und den Sud dieses Eintopfs entsprechend gut beschreibt. Es lohnt sich, das Prinzip in Zimino auch mit anderen proteinreichen Hauptzutaten auszuprobieren, man findet an italienischen Gastronomia-Theken und in Restaurants zum Beispiel auch vegetarische und vegane Varianten mit Kichererbsen oder Bohnen. Aber auch Kaninchen, Rindsmagen oder Aal wird auf diese Weise zubereitet, das Ergebnis ist immer köstlich.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEinige traditionelle Rezepte verwenden statt des Knoblauchs ein Soffritto aus Zwiebeln, Sellerie und Karotten, was dem Ganzen etwas klassischere, mitunter leicht biedere Gemüsenoten verleiht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMoscardini gut abspülen und, falls noch nicht von Seiten des Fischhändlers erledigt, ausnehmen (Tipp: Die Moscardini idealerweise am Vortag einfrieren und danach im Kühlschrank wieder auftauen lassen, das bricht die zähen Fasern auf und bereitet auf bessere Zartheit beim Kochen vor): dafür den Mantel nach außen stülpen und die Innereien herausschneiden sowie den kleinen, Becco genannten Knorpel an der Mundöffnung herausdrücken. Die Tuben und Tentakel vor dem Garen mit einer Prise grobem Meersalz und einem Teelöffel Olivenöl kurz wie ein gutes Steak massieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einem Topf großzügig Olivenöl erhitzen, den in Scheiben geschnittenen Knoblauch und Peperoncino sowie halbierte oder geviertelte kleine Tomaten dazugeben. Kurz zusammen braten lassen, dann die Hitze stark reduzieren und die zuvor gesäuberten Moscardini erst dazugeben, wenn sie in der restlichen Hitze nur noch anschwitzen statt braten. Nur so geraten sie zart statt zäh.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Moscardini in Zimino zu geröstetem Brot servieren\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eEbenfalls die in grobe Stücke zerteilten Mangoldblätter hinzufügen, mit einem großzügigen Schluck Weißwein ablöschen, salzen und den Deckel auf den Topf setzen. Bei weiterhin geringer Hitze mindestens fünfundvierzig Minuten lang sanft schmoren lassen, bis die Moscardini zart sind und in einem sämigen, aromatischen Sud schwimmen. Um die Flüssigkeit zu kontrollieren, zwischendurch immer mal umrühren und gegebenenfalls mit etwas Wein, Wasser oder, falls vorhanden, auch mit Brühe nachjustieren. Gegen Ende der Kochzeit frisch gehackte Petersilie zu den Moscardini geben und erneut mit Salz abschmecken. Zu geröstetem Brot servieren. Die Reste des Sugo schmecken am nächsten Tag gut mit Pasta.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789694718220,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Moscardini_Zimino_f0faa904-5b77-4cce-a024-ca48c7ffc08d.jpg?v=1778533220"},{"product_id":"melanzane-a-beccafico","title":"Rezept: Melanzane a Beccafico","description":"\u003cp\u003e\u003ci\u003eA Beccafico\u003c\/i\u003e ist eine sizilianische Zubereitungsart, deren bekannteste Variante das Gericht\u003ci\u003e Sarde a Beccafico\u003c\/i\u003e darstellt: frische Sardinenfilets werden mit gerösteten Semmelbröseln, Knoblauch, Petersilie, Pinienkernen, geriebenem Pecorino und eingelegten Rosinen gefüllt, aufgerollt und gebacken oder gegrillt.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eMelanzane a Beccafico, die vegetarische Variante von Sarde a Beccafico\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDer Name dieser Machart rührt daher, dass man statt Sardinen einst kleine Vögelchen der Gattung Beccafico (der im Italienischen wiederum nach seiner Vorliebe für Feigen benannt ist und bei uns Grasmücke heißt) auf diese Weise zubereitete. Die ärmere Bevölkerung konnte sich das nicht leisten und verwendete stattdessen Sardinen. Wer jedoch nicht einmal Sardinen hatte, verließ sich stattdessen auf die Aubergine. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEine sehr gute Wahl, die es verdient hat, ins eigene Küchenrepertoire aufgenommen zu werden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEs eignen sich für die Involtini dicke, längliche schwarze Auberginen genauso gut wie die runde, ins Violette changierende Melanzana Tonda Violetta. Wer sie der Länge nach aufschneidet, hat mehr Auberginenfleisch zum Aufrollen. Wer sie der Breite nach in Scheiben schneidet, erzielt etwas kleinere Röllchen. Wichtiger ist die Dicke der Scheiben, die weder zu dick noch zu dünn sein sollten. Etwas weniger als ein Zentimeter ist ideal. Wem die Schale zu zäh scheint, kann die Auberginen vorher schälen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Auberginen-Scheiben sollten weder zu dick, noch zu dünn geraten\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eNur wenig Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die Auberginenscheiben darin braten, bis sie von beiden Seiten gut Farbe bekommen haben. Alternativ kann man sie auf dem Grillrost garen. Beiseitestellen und abkühlen lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAltes Weißbrot zu Semmelbröseln reiben oder fein hacken. In der Pfanne nun erneut Olivenöl verteilen, diesmal großzügig. Zuerst gehackten Knoblauch darin anschwitzen, dann zügig das geriebene alte Brot und die Pinienkerne dazugeben. Rösten, bis sie goldbraun geworden sind. In einen Teller geben und abkühlen lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einem kleinen Topf nun Rosinen in etwas Marsala aufkochen, sodass sie prall und saftig geraten. Marsala ist ein sizilianischer Likörwein aus der Hafenstadt Marsala und kann Rezepte bei hervorragender Qualität auf ein neues Level heben. Wir empfehlen den Einsatz eines halbtrockenen, semisecco Marsala.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAußerdem frische Petersilie hacken und reichlich Pecorino reiben. In Sizilien benutzt man den heimischen Pecorino Siciliano.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eAufgekochte Rosinen steuern den Melanzane a Beccafico saftige Süße bei\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eSemmelbrösel-Mischung, Petersilie, Pecorino und die dem Marsala entnommenen saftigen Rosinen nun vermischen, um die abgekühlten Auberginen damit zu füllen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eJe nachdem wie salzig die Füllung durch den darin enthaltenen Käse ist, entscheiden, ob man die Auberginenscheiben nun in einem Zwischenschritt mit etwas Salz bestreut. Dann jeweils eine Auberginenscheibe großzügig mit der Mischung bestreichen und aufrollen. In einer Auflaufform eng nebeneinander anordnen und zwischen zwei Röllchen jeweils ein Lorbeerblatt stecken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Involtini mit der restlichen Brot-Käse-Mischung bestreuen. Mit einem Faden Olivenöl beträufeln und je nach Größe der Röllchen für gut eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten in den 180 Grad heißen Ofen schieben\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789694750988,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/melanzane_splendido_795e2882-411a-4a68-ac93-129095f033cf.jpg?v=1778533221"},{"product_id":"cotechino-mit-linsen","title":"Rezept: Cotechino mit Linsen","description":"\u003cp\u003eHält man sich regelmäßig in Italien auf und besucht dort auch regelmäßig Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte, kann man den Rhythmus des Jahres leicht anhand der typischen Auslagen aufsagen. Im Frühling dominieren riesige in bunte Folie verpackte Ostereier und Colombe das Bild, im Sommer gibt es kistenweise Tomaten inklusive Zubehör, um sie einzukochen. Ab Oktober werden schon die ersten Panettone aufgebaut. Kurz vor Weihnachten dann kommen noch zwei Spezialitäten dazu: Der Zampone und der Cotechino.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSieht man sich die Zutaten der beiden Kochwürste an (Schweinefleisch, Lambrusco, Gewürze) wird klar, dass sie nur aus der Emilia stammen können. Und tatsächlich haben sie beide ihre Heimat um Modena. Während im Cotechino das magere Schweinefleisch in einen Darm (bzw. heute oft auch in eine Gelatinehülle) gefüllt wird, ist die Verpackung des Zampone gleich der gesamte Vorderfuß des Schweins.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Idee ist aus der Not geboren\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWem ganze Tierhufe auf der festlichen Tafel etwas unromantisch erscheinen, greift also zum Cotechino. Geschmacklich nehmen sich beide nicht viel. Hier ein wenig Geschichte: Der Legende nach ist die Idee, Schweinefleisch in einem Schweinefuß zu lagern, wie so oft aus der Not geboren. Als nämlich die Truppen Papst Julius II im Jahre 1511 den Ort Mirandola nahe Modena belagerten, waren im Ort irgendwann nur noch die Schweine übrig. Um sie nicht dem Feind zu schenken, schlachtete man sie und bewahrte einen Teil des Fleischs zur Konservierung in ihren Füßen auf, um es zu einem späteren Zeitpunkt zu essen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Idee bewährte sich, obwohl das Volk von Mirandola kurze Zeit später kapitulierte. Der Zampone war geboren. Und fand bald viele leidenschaftliche Anhänger. Die berühmtesten waren wohl Gioacchino Rossini, der regelrechte Liebesbriefe der Begeisterung an einen Modeneser Metzger verfasste, und der französische Schriftsteller Émile Zola. Letzterer empfahl den Zampone bei jeglichen Stimmungstiefs: \"Ein Zampone verschafft einer traurigen Seele Freude\".\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDer Cotechino hingegen, die Alternative ohne Fuß, schaffte es spätestens 1910 zu großer Berühmtheit, als ihm Pellegrino Artusi in seinem Standardwerk zur italienischen Küche das Rezept No. 322 widmete und ihn damit auch der feinen Gesellschaft zugänglich machte.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eNicht selbst zubereitet\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eBeide Spezialitäten gehören zu den Dingen, die man eher nicht selbst zubereitet, sondern fertig kauft, um sie zuhause nur noch fertig zu kochen. Es gibt beide daher auch in den verschiedensten Qualitäten. Von frischer Metzgerware über zweifelhafte Industrieprodukte bis hin zum Bio-Cotechino. Wer einen guten Produzenten kennt, dem kann man nur empfehlen, auch das vorgekochte Produkt zu kaufen. Es beinhaltet keinerlei zweifelhafte Zutaten und macht die Delikatesse fast schon zum Fast Food.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eTraditionell werden Zampone und Cotechino zu Silvester in Begleitung von Linsen gegessen. Linsen symbolisieren durch ihre Form Münzen und sollen für Reichtum im neuen Jahr sorgen. Weil Reichtum alleine aber auch nicht alles ist, gibt es das Fleisch dazu. Manchmal noch in Begleitung von Kartoffelbrei.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSo geht's\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eFür die Linsen in einem kleinen Topf ein Soffritto aus gehackten Zwiebeln, Karotten und Sellerie in wenig Olivenöl andünsten. Die Linsen dazugeben (geeignet sind kleine grüne oder braune Linsen, zum Beispiel die berühmten Linsen aus Castelluccio, die französische le Puy Linsen oder schwäbische grüne Linsen) und mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen. Ein Lorbeerblatt und einen Rosmarinzweig hinzufügen und alles langsam köcheln lassen, bis das Gemüse gar und die Flüssigkeit weitestgehend verkocht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eCotechino oder Zampone nach Anleitung zubereiten. Vorgekochte Exemplare brauchen nur 20 Minuten, frische vom Metzger hingegen mehrere Stunden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eLinsen auf einem Teller anrichten und mit einigen Scheiben Cotechino servieren. Viel Glück fürs neue Jahr!\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789695045900,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido-Cotechino-Linsen-1_1b5f0ffe-b4b7-4c19-9c85-b1d68c218aba.jpg?v=1778533230"},{"product_id":"triester-gulasch","title":"Rezept: Triester Gulasch","description":"\u003cp\u003eTriest ist eine hübsche Hafenstadt mit wechselhafter Geschichte. Direkt an der Grenze im äußersten Osten Italiens gelegen, stand sie im Laufe der Jahrhunderte immer wieder unter verschiedenster Herrschaft. Von 1382 bis 1918 war Triest – von kurzen Episoden abgesehen – habsburgisch-österreichisch. Dieser lange Zeitraum hat die Stadt geprägt. Und so fühlt man sich bei einem Spaziergang durch die Altstadt zumindest architektonisch an eine Mischung aus Wien, Salzburg und Venedig erinnert. Auch kulinarisch entstehen durch unterschiedliche Einflüsse oft interessante Rezepte, im Falle Triests zum Beispiel das Triester Gulasch. Idee und Paprika machen die ungarische Herkunft deutlich, während die weiteren Zutaten klar den mediterranen Einflüssen der Stadt und ihrer Umgebung entstammen. Die Kombination funktioniert perfekt.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003e\u003c\/h3\u003e\u003ch3\u003eDas Triester Gulasch spiegelt die k.u.k-Geschichte Triests in Rezeptform\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDen Boden eines großen Schmortopfs mit Olivenöl ausgießen und sanft erhitzen. Fein geschnittene Zwiebeln (ungefähr dieselbe Menge wie Fleisch) dazugeben und unter Rühren glasig dünsten. Das Volumen sollte sich ungefähr auf die Hälfte reduzieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Hitze etwas erhöhen, das in Würfel geschnittene Fleisch dazugeben und von allen Seiten leicht anbraten. Hier eignet sich typisches Schmorfleisch vom Rind, zum Beispiel von der Wade, Hals oder Schulter. Das qualitativ sehr hochwertige Paprikapulver (süßes ungarisches Paprikapulver oder eine Mischung aus süßem und pikantem aus Spanien, aber unbedingt von besseren Herstellern aus dem Feinkostladen, niemals von den konventionellen Würzherstellern aus dem Supermarkt) über das Fleisch stäuben, sodass es vollständig davon bedeckt ist. Nun mit Brühe (Fleisch- oder Gemüsebrühe) oder einer Mischung aus Brühe und Wasser aufgießen, bis das Fleisch fast vollständig von Flüssigkeit umgeben ist. Das Paprikapulver in die Flüssigkeit hineinrühren.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eGutes, am besten ungarisches Paprikapulver für das Gulasch verwenden\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie frischen Kräuter zu einem kleinen Bund zusammenbinden, dazugeben und einige Esslöffel Tomatenmark einrühren. Salzen, pfeffern und zugedeckt bei kleiner Hitze je nach Menge 2 bis 3 Stunden schmoren lassen. Das Fleisch sollte weich und zart und die Zwiebeln vollständig geschmolzen sein. Kräuter entfernen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Flüssigkeit hat sich durch die lange Kochzeit zusammen mit dem Fett des Fleischs zu einer dickflüssigen dunklen Soße reduziert. Sollte sie zu fest geworden sein, mit etwas Wasser verdünnen. Ist sie zu flüssig, noch einige Minuten bei geöffnetem Deckel kochen lassen. Erneut abschmecken. Das Gulasch noch etwas durchziehen lassen (je länger, desto besser) und auf dem Teller mit etwas Olivenöl versehen. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDazu passt Polenta.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789695865100,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido_triester_gulasch_ac2c06b2-a11a-4c93-8152-f57e116b75ac.jpg?v=1778533259"},{"product_id":"fettine-alla-pizzaiola","title":"Rezept: Fettine alla pizzaiola","description":"\u003cp\u003eFettine alla pizzaiola. Der Name dieses Rezepts erzählt schon seine ganze Geschichte – ein Pizzabäcker, der in der gleichen Tomatenpassata, mit der er sonst seine Pizzen bestreicht, schnell ein paar dünn aufgeschnittene Rindfleischscheiben gart. Es handelt sich dabei um einen nonchalanten kleinen Secondo, den man sich selbst oder einer kleinen Runde von Freunden schnell und einfach zu Salat, geröstetem Weißbrot und guten Drinks servieren kann.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFettine alla pizzaiola, die Nonchalance in Rezeptform\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eUnd so kommt man dazu: Man lässt sich auf dem Markt sehr dünne Rind- oder Kalbfleischscheiben aufschneiden. Klassischerweise vom Tafelspitz, so wie man es auch für ein gutes Schnitzel oder einen Vitello Tonnato verwenden würde. Pro Person kann man je nach Appetit gut zwei Scheiben à 100 bis 150 Gramm rechnen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFür den Tomatensugo braucht man nur Tomatenpassata, frischen Knoblauch und Salz. Außerdem Olivenöl und einen Hauch, aber bitte wirklich nur einen Hauch, guten getrockneten sizilianischen Oregano. Zuviel Oregano erdrückt nicht nur jedes Aroma, es weckt auch unschöne Assoziationen an deutsche Provinzitaliener, die glauben, der deutsche Gast wolle und brauche eine Überdosis Oregano in jeder Speise, um sie überhaupt erst für eine italienische zu halten.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eNur einen Hauch Oregano\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eZuerst den Sugo ansetzen: Olivenöl in der Pfanne erhitzen, zwei angedrückte Knoblauchzehen hineingeben, kurz sanft braten, dann mit der Passata ablöschen. So gut salzen, dass auch das ungewürzte Fleisch nachher davon profitiert. Es braucht gar nicht besonders viel Sugo, nur soviel, dass das Fleisch angenehm darin garen kann und man auch mit dem Weißbrot noch genüsslich davon auftunken kann, oder wie es auf Italienisch heißt: fare la scarpetta.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Scheiben vom Fleisch klopft man wie bei Herstellung eines Schnitzels am besten zwischen zwei Schichten Backpapier oder Klarsichtfolie noch ein wenig platt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDann legt man sie nur noch in den etwas eingekochten Sugo in die Pfanne, lässt sie dort nicht länger als eine knappe Minute pro Seite garen und richtet sie dann zusammen in dem nun aufs Köstlichste durch die Aromen und den Saft des Fleisches angereicherten Sugo auf einem großen Teller an. Mit Olivenöl begießen und dem Hauch Oregano bestreuen und zu Scheiben von geröstetem Weißbrot servieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuch Varianten dieses Rezepts kann man mal ausprobieren: einige legen auf die heißen Rindfleischscheiben noch ein bis zwei Scheiben frischer Mozzarella, andere streuen Oliven oder Kapern dazu. Auch frisches Basilikum macht sich gut.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789696028940,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido_fettine_alla_pizzaiola-1_48872ee5-338a-4f2b-aade-d31643689555.jpg?v=1778533263"},{"product_id":"ganze-trueffeln-in-franciacorta","title":"Rezept: Ganze Trüffeln in Franciacorta","description":"\u003cp\u003eVor einigen Jahren schwärmte uns ein befreundeter Koch, der viele Jahre als Privatkoch für die sogenannte höhere Gesellschaft gearbeitet hatte, davon vor, dass er für seine Auftraggeber in den Wintermonaten in den Chalets in den Schweizer Bergen ganze Trüffelknollen mit Lardo umwickelt und in die heiße Asche im Kamin gelegt habe. Das Fett schmolz dabei und durchdrang die ohnehin schon aromatischen und in der Glut langsam garenden Trüffeln mitsamt all seinen lardotypischen Kräuteraromen. Danach konnten die Trüffeln dünn aufgeschnitten oder im Ganzen verzehrt werden.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eVon Fett und Kräutern durchdrungene Trüffeln\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eNatürlich waren die Mitglieder der Schweizer Gesellschaft beileibe nicht die Ersten, die auf diese Idee kamen. Bereits im Jahr 1833 schwärmte der Koch Richard Dolby in einem seiner Rezepte begeistert davon, ganze schwarze Trüffelknollen unter Zugabe von Kräutern, Speck und Schinken in Champagner zu garen. Die Sache hat Geschichte.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWir finden, es ist Zeit, einmal daran anzuknüpfen: Gut gebürstete Trüffelknollen (das Gericht kann natürlich auch mit einer einzigen Knolle für ein oder zwei Personen zubereitet werden) in eine ofenfeste Schale geben. Einige Salbeiblätter und Rosmarinzweige drumherum platzieren. Speck (Lardo und Guanciale eignen sich durch ihre ohnehin schon intensiven Kräuteraromen perfekt) in dünne Scheiben schneiden und um und auf den Trüffeln verteilen. Auch einige Scheiben luftgetrockneten Rohschinken hinzugeben, sowie ein Lorbeerblatt. Pfeffer und Salz sind durch den salzigen Schinken und Speck nicht nötig und können bei Bedarf später ergänzt werden. Alles nun mit trockenem Franciacorta aufgießen, bis die Trüffeln fast davon bedeckt sind.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eTrüffeln in Franciacorta, der besseren Alternative zu Champagne\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDer nach der Metodo Classico hergestellte Schaumwein aus der gleichlautenden Region Franciacorta in der Lombardei gilt unter vielen Feinschmeckern sogar als bessere Alternative zum Champagner. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSchale mit Backpapier abdecken. Wer kann, stellt sie in die Glut eines Feuers oder Kamins und lässt alles dort eine gute Stunde durchgaren. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIm Backofen funktioniert das bei einer Temperatur zwischen 150 und 170 Grad.\nSollte die Flüssigkeit zu schnell verdampfen, nochmal Franciacorta nachgießen. Das Gericht ist fertig, wenn die Trüffelknolle unter Druck nachgibt. Die Konsistenz entspricht dann ungefähr der von gekochtem Fleisch. Etwas abkühlen lassen und die Trüffeln lauwarm servieren, etwas von dem Sud darübergeben. Ein dünner Faden Olivenöl verstärkt das Aroma. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eÜbrigens: Achtung, bevor jemand seine weißen Trüffeln verhunzt – nur schwarze Trüffeln profitieren von Hitze. \u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789696291084,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido_Trueffeln_in_Franciacorta_82e24f6c-96c9-479d-811d-ee47cef68130.jpg?v=1778533271"},{"product_id":"manzo-allolio-di-rovato","title":"Rezept: Manzo all'Olio di Rovato","description":"\u003cp\u003eBeim Kochen ist es ein bisschen wie beim Farbenmischen: Guter Küche gelingt es, aus wenigen bekannten Zutaten immer wieder völlig neue kulinarische Erlebnisse zu generieren. Der Manzo all’Olio di Rovato ist so ein Beispiel. Die Zutaten gehören mehr oder weniger zur Grundausstattung jeder Vorratskammer, sorgen aber durch ihren geschickten Einsatz für einen unvergleichlichen Rinderbraten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn Rovato schwört man auf den Einsatz eines Stücks vom Rind namens Cappello del Prete. Dabei handelt es sich um ein etwas unbeliebteres Teil aus der Schulter, das sich aber dank der Fettstreifen in seinem Inneren ideal zum Schmoren eignet. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZwiebeln, Knoblauch und Sardellen (Richtwert: pro Person eine Sardelle) fein hacken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einem Topf, der so groß ist, dass er auch das Rindfleisch beherbergen kann, Olivenöl sanft erhitzen. Die Zwiebel-Knoblauch-Sardellen-Mischung hineingeben und leicht anschwitzen. Nun das Rindfleisch ergänzen und von allen Seiten gut anbraten, bis es etwas Farbe angenommen hat. Das Fleisch salzen und pfeffern und dann alles mit einem großzügigen Schluck Weißwein ablöschen. Ist der Wein so gut wie verdunstet, so viel\nWasser und Olivenöl (zu gleichen Teilen) in den Topf geben, dass das Fleischstück komplett davon bedeckt ist. Einmal aufkochen und dann gut 1,5 Stunden auf kleiner Flamme sanft köcheln lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNach dieser Zeit das Fleischstück wenden und eine weitere halbe Stunde köcheln lassen. Die ideale Kochzeit variiert je nach Größe des Fleischs, für ein Stück von etwa 800 Gramm reicht die hier angegebene Kochzeit, ansonsten entsprechend verlängern oder verkürzen, wobei beim Schmoren ja die Regel gilt: je länger, desto besser. Auch einstechen hilft, das Fleisch sollte butterzart und mürbe sein.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDas Fleisch aus dem Topf nehmen, in Alufolie wickeln und ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Topf von der Hitze nehmen und den restlichen Fond (oder, je nach übrig gebliebener Menge, einen Teil davon) mit Semmelbröseln, geriebenem Grana Padano und gehackter Petersilie anreichern und gut verrühren, bis eine sämige Soße entsteht. Das Fleisch in Scheiben schneiden, auf einer Platte anrichten und mit\nder Soße bedecken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDazu passen als Contorni Polenta, Kartoffelpüree oder auch einfach nur blanchiertes Gemüse.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789697044748,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido-manzo-allolio_98b0ce28-c536-4d5b-a683-783eee697990.jpg?v=1778533288"},{"product_id":"coniglio-alla-ligure","title":"Rezept: Coniglio alla Ligure","description":"\u003cp\u003eIn Paolo Sorrentinos großem Rom-Film La Grande Bellezza gibt es eine Szene, in der auf Jep Gambardellas Dachterrasse allerlei Mitglieder der High Society zum Essen versammelt sind. Unter anderem ein für seine Neigung zu Ausschweifungen bekannter sogenannter Kardinal Bellucci, der von seinem Lieblingsgericht Coniglio alla Ligure schwärmt: »Schneidet das Kaninchen in mindestens zwölf Teile, Niere, Leber, Kopf ausgenommen. Scharf anbraten. Ich empfehle Thymian, Lorbeerblatt, Rosmarin, dann Wein, Taggiasca-Oliven, Pinienkerne. Und nach einer Stunde: Ligurisches Kaninchen!«\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eViele Italiener, die zwischen San Remo und Genua aufgewachsen sind, kennen das Coniglio alla Ligure seit Kindheitstagen von ihren Eltern und Großeltern, und während man in jedem Haushalt auf andere Details Wert legt, beinhaltet das von Kardinal Bellucci in La Grande Bellezza gepredigte Rezept doch die all diesen Rezepten gemeinsame Essenz. Man könnte es, so wie es ist, als perfekt bezeichnen – allerdings schwören viele Genueser auf den zusätzlichen Einsatz von wenigstens etwas Zwiebel und Knoblauch, wenn nicht gleich von einem kleinen Soffritto aus Karotte, Zwiebel und Sellerie.  Welche Variante man bevorzugt, ist Traditions- und Geschmackssache, wir beschränken uns auf Knoblauch und Zwiebel.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eFür das Coniglio alla Ligure am besten einen ligurischen Rotwein nehmen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eKnoblauch und Zwiebel fein hacken und in Olivenöl in einer tiefen Pfanne oder einem Schmortopf sanft anschwitzen. Kardinal Bellucci hat Recht: Je kleiner man das Kaninchen schneidet, desto besser und zarter wird das Fleisch für das Coniglio alla Ligure, vielleicht hält man sich also an seine Vorgabe von zwölf Teilen. Fleischteile zu dem nun glasigen Gemüse geben, und die Teile bei stärkerer Hitze scharf anbraten, ohne sie zu bewegen. Sie sollen kräftig Farbe annehmen. Einmal wenden. Dann die fein geschnittenen Rosmarinnadeln, den gehackten Thymian und das Lorbeerblatt in den Topf geben. Oliven, Pinienkerne, frisch gemahlenen Pfeffer und Salz ergänzen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMit etwas mehr als einem Glas Rotwein ablöschen. Wer kann, nimmt natürlich einen ligurischen Rotwein, bevorzugt einen Rossese di Dolceacqua. Sobald der Alkohol sich verflüchtigt hat, einige Kellen der Brühe dazugeben, den Deckel auf den Topf setzen und mindestens eine Stunde sanft schmoren lassen. Es gibt auch Varianten mit Weißwein. Zwischendurch kontrollieren, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, je nach Geschmack mit Wein und Brühe nachjustieren. Am Ende sollte ein aromatischer Sud am Boden des Topfes stehen, der seinen Weg auch auf die Teller findet, wo die Reste des Coniglio alla Ligure später mit etwas Weißbrot aufgetunkt werden können.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789697503500,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Coniglio_alla_Ligure-1_2bb4dc3e-2702-44f2-8d43-406c81ebea98.jpg?v=1778533299"},{"product_id":"huhn-und-paprika","title":"Rezept: Huhn und Paprika","description":"\u003cp\u003eAusgehungert und sonnenträge vom See oder Strand heimkommen und diese in Tomate, Zwiebel und Weißwein geschmorten Hühnerteile mit gegrillten Paprika auf dem Herd vorfinden: unbezahlbar.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEs handelt sich bei Pollo e Peperoni um einen Ferragosto-Klassiker, der warm oder kalt schmeckt und üblicherweise einfach zu geröstetem Weißbrot serviert wird. Auch möglich ist die elegante Zweiteilung zu einem Sommermenü: als ersten Gang gibt es dann eine kleine Portion Fettucine im aromatischen Tomatenpaprika-Sud, und als zweiten Gang nur noch die Hühnerteile selbst. Als Nachtisch? Eine Schale Eiswasser, in der ganze Pfirsiche liegen, die man mit der auf einem separaten Teller angereichten Stoffserviette trocknet und am Tisch erst zerteilt. Reife Feigen im Ganzen. Oder einfach ein Stück eisgekühlte Wassermelone. Nie sind Desserts so einfach zu bewerkstelligen wie mitten im August.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003ePollo e Peperoni: Sommer im Topf\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eLos geht's: Je nach gewünschter Menge entweder ein ganzes Huhn oder nur einige Hühnerteile, z.B. Keulen besorgen. Französische Label Rouge Hühner sind immer eine vertrauenserweckende Wahl, aber wer andere gute Quellen für Hühnerfleisch glücklicher Hühner kennt, wende sich an diese.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAußerdem: Paprika, Dosentomaten, Zwiebel, Weißwein.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eZuerst die möglichst aromatischen roten Paprika butterweich grillen und mit der Hand die Haut herunter pflücken. Das geht am besten, wenn man die heißen, rundherum schwarz gerösteten Schoten direkt nach dem Grillen sofort in eine Schüssel gibt und luftdicht mit Klarsichtfolie abdeckt. Man kann sie auch in einen Gefrierbeutel geben. Schwitzen sie hier 10 bis 15 Minuten im eigenen Dampf, löst sich die Haut nachher viel besser. Wichtig: Die gehäuteten Paprikafilets nicht mit Wasser abwaschen, sonst ginge das Röstaroma verloren. Ersatzweise beglückt der Einsatz kleiner aromatischer, bereits gehäuteter eingelegter Paprika wie die spanischen Pimiento di Piquillo.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eHarmonie? Huhn und Paprika!\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eHühnerteile in einem Schmortopf in etwas Öl rundherum anbraten, dass sie gut Farbe bekommen haben. Mit großzügig Weißwein ablöschen. Wenige Dosentomaten dazugeben, eine in sehr feine Ringe geschnittene Zwiebel und die in grobe Streifen geschnittene gegrillte Paprika. Salzen. Pfeffern. Einmal alles gut aufkochen lassen, dann auf kleiner Flamme schmoren lassen, bis das Fleisch zart vom Knochen fällt und ein sämiger appetitlicher Sud entstanden ist. Bevorzugt lauwarm mit den Fingern essen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789697863948,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Pollo_e_Peperoni_Splendido_0e030a20-43c2-4613-9ee7-d738b89d3451.jpg?v=1778533309"},{"product_id":"polenta-pasticciata","title":"Rezept: Polenta Pasticciata","description":"\u003cp\u003ePolenta! Man liebt sie oder man hasst sie. Fakt ist, dass sie zeitweise das Einzige war, was die ärmeren Bevölkerungsschichten Italiens zu essen hatten. Während die Bauern fanden, dass Polenta zufrieden mache (La pulènta, la cuntènta), fanden die Wohlhabenderen den Maisgrieß zum Einschlafen fad (La pulènta la indurmènta) und aßen lieber Risotto. Bis heute nennen Süditaliener Norditaliener etwas gehässig Polentoni und freuen sich darüber, dass dieses Wort nicht nur den Maisbrei bezeichnet, sondern auch das Wort Lento darin steckt, langsam oder auch lahm, tranig, fad. Die Polentoni wiederum rächen sich, indem sie die Süditaliener als Terroni beschimpfen, grob übersetzt Erdfresser.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003ePolenta, man liebt sie oder man hasst sie\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDabei weiß man Polenta heute längst auch in Mittel- und in Süditalien zu schätzen: In Neapel, der Hauptstadt der Fritti, wird sie in Fett ausgebacken als Straßensnack serviert und in der Basilicata, Kalabrien und Sizilien löffelt man sie unter dem Namen Frascatula mit einer deftigen Fleischsoße.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie ganz Italien durchziehende Rezeptvielfalt für Polenta ist beeindruckend und beweist wieder einmal, dass man nur kreativ werden muss, wenn man aus wenig viel machen möchte. Man isst sie mit Wurst, Käse, Gemüse, Kräutern, Fleischsoßen, gebratenen Rippchen, vermischt sie manchmal mit Kartoffelbrei, Schmalz, Sahne, serviert sie dann als dicken Brei, suppig, aber auch fest, vom Holzbrett gelöffelt, aufgeschnitten und in Scheiben gebraten, frittiert oder wie eine Lasagne geschichtet.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSie kann Beilage sein, Hauptspeise und süß gewürzt auch Nachspeise. Es gibt Polenta alla Carbonara, Polenta mit Schokolade, Polenta mit Frauenminze. Man könnte ein ganzes Kochbuch nur mit Polenta-Varianten füllen. Und auch Kunst- und Kulturgeschichte bergen in Form von Gemälden, Gedichten und Geschichten unzählige Liebeserklärungen an die Polenta. Sogar einen Soundtrack hat die Polenta: Ennio Morricones Stück La Polenta aus Bernardo Bertoluccis Film Novecento lässt sich gut beim Polenta-Rühren auf Repeat hören.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eTut gut an ungemütlichen Tagen: Polenta Pasticciata\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAber los jetzt! Für eine Polenta-Lasagne namens Polenta Pasticciata zuerst das Ragù nach Wahl kochen, z.B. ein Ragù alla Genovese oder Bolognese.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuch ein vegetarisches Ragù mit Gemüse funktioniert hervorragend.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003ePolenta unter Rühren in gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung kochen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuf einer mit Backpapier ausgelegten Gratinform verstreichen, so dass sich ein Fladen von etwa drei bis fünf Zentimeter Höhe ergibt. Mit Backpapier bedecken und im Kühlschrank komplett auskühlen lassen. Das kann man gut schon einen Tag vorher machen. Die kalte Polenta lässt sich feiner und stabiler schneiden und schichten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIst das Ragù einsatzbereit, Polenta in dünne Scheiben schneiden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einem Topf eine Béchamelsoße rühren: Butter schmelzen lassen, ein bis zwei Esslöffel Mehl hineinrühren, geduldig schluckweise Milch hineinrühren, bis sie anfängt einzudicken, salzen und eine Prise Muskatnuss hineinreiben. Einmal aufkochen lassen, je nach Konsistenz weiter eindicken lassen oder mit Milch wieder etwas flüssiger machen, bis die Konsistenz angenehm cremig ist.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAuf den Boden der Lasagneform Béchamel streichen, dann Ragù, dann die Polentascheiben darauf anordnen. Wieder Béchamel, Ragù und Polenta. Die letzte Schicht schließt mit Ragù, Darauf Parmigiano Reggiano reiben und Butterflocken anordnen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSo kann die Lasagne sofort gebacken werden, oder auch ruhig noch einmal im Kühlschrank warten, damit alles gut durchzieht. Kurz vor dem geplanten Verzehr dann in den Ofen bei 200° C für 20 bis 25 Minuten, bis eine appetitlich goldbraun geröstete Kruste entstanden ist. Nicht ganz heiß servieren, sondern so, dass sich keiner mehr die Zunge verbrennt.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789697929484,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido_Polenta_9fb1fa7d-9d57-41b5-a406-c553cbb4cdfe.jpg?v=1778533310"},{"product_id":"ossobuco-in-gremolada","title":"Rezept: Ossobuco in Gremolada","description":"\u003cp\u003eDas Ossobuco wird klassischerweise mit Gremolada oder Gremolata serviert, einer Mischung aus gehackter Petersilie, etwas Knoblauch und Zitronenschale, die auf mittelalterliche Zeiten zurückgeht. Sie gibt dem deftigen fetten Fleisch die nötige Frische und sorgt mit ihren Aromen für die perfekte Harmonie. Der untrennbar mit der Mailänder Küche verbundene Gualtiero Marchesi ergänzte seine Gremolada gar noch mit weiteren typisch mediterranen Kräutern wie fein geschnittenem Salbei und gehacktem Rosmarin. Traditionell ist das nicht, schmackhaft aber allemal.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie klassische Zubereitung des Ossobuco auf dem Herd\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eFür die traditionelle Art zunächst ein fein gehacktes Soffritto aus Zwiebeln, Stangensellerie und Karotten in einer großen Pfanne in viel Butter andünsten. Wer es deftiger mag, gibt noch etwas fein geschnittenen Rohschinken\ndazu. Die Beinscheiben (Ossibuchi, klassischerweise aus der hinteren Haxe des Kalbs) kurz in Mehl wenden und von beiden Seiten sanft anrösten. Mit reichlich trockenem Weißwein ablöschen. Wenn der Wein weitestgehend\nverdunstet ist, etwas Brühe ergänzen und mit einem Deckel abdecken.\nIn den letzten Jahrzehnten wurde immer mehr dazu übergegangen, die Pfanne abgedeckt im Ofen schmoren zu lassen, eine Vorgehensweise, die vor allem der französischen Küche entlehnt ist. Klassischer ist die Zubereitung auf kleiner Flamme auf dem Herd, wo der Deckel immer wieder geöffnet werden kann und etwas von der Brühe über das Fleisch gegeben werden sollte. Das macht zwar mehr Arbeit und bedarf größerer Aufmerksamkeit, beugt aber entscheidend der Austrocknung vor. Wenn die Flüssigkeit zu schnell verdampft, mit etwas mehr Brühe oder Wasser nachhelfen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDas Ossobuco muss sich zart und saftig anfühlen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eJe nach Größe und Dicke des Fleischs (Beinscheiben immer wieder mal wenden) sollte dieser Prozess eine gute Stunde bis 1,5 Stunden dauern. Das Fleisch muss sich zart und saftig anfühlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun für die Gremolada die Petersilie, den Knoblauch und die Zitronenschale hacken und vermischen. Wenige Minuten vor Ende der Garzeit auf das Fleisch geben, den Deckel entfernen und die Hitze ausschalten. Kurz ziehen lassen und dann gemeinsam servieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie klassische Begleitung zu einem Ossobuco in Gremolada ist ein \u003ca href=\"\/products\/safranrisotto\"\u003eSafranrisotto\u003c\/a\u003e, es eignet sich aber auch Polenta oder ein Kartoffelpüree. Während viele Köche das pure Fleisch servieren, kann man sich auch hier wieder an Gualtiero Marchesi halten, der sein Ossobuco mit viel aromatischem Gemüsesud auf dem Teller angerichtet hat. Diese Soße vermischt sich hervorragend mit jeder Beilage und sorgt für eine noch bessere Einheit.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789698421004,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido_ossobuco_0acb90ca-6599-49d0-b06a-5be11ac6b017.jpg?v=1778533322"},{"product_id":"konfiertes-fleisch","title":"Rezept: Konfiertes Fleisch","description":"\u003cp\u003eIn der Splendido-Küche wird verhältnismäßig wenig mit Fleisch gekocht. Trotzdem, oder gerade deshalb, experimentieren wir gern mit verschiedensten Methoden der Fleischzubereitung.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEine der interessantesten Techniken ist für uns das Konfieren. Es bezeichnet das Garen von Fleisch bei niedriger Temperatur in Öl. Das Fleisch wird dabei sanft vom Öl durchzogen und gerät so zart, dass es später auf dem Teller fast zerfällt. Außerdem lässt sich das Öl nach Belieben aromatisieren und würzen und gibt diese Aromen intensiv ans Fleisch weiter.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eKonfiertes Fleisch? Klingt viel komplizierter, als es ist\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eMan kennt das Konfieren vor allem aus der französischen Küche, aber auch in Italien hat es eine Tradition und wird vor allem in der gehobenen Küche gern eingesetzt. Das Schöne ist: Durch die langsame Zubereitung können auch die weniger hochwertigen Stücke vom Tier butterweich und zart werden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFür unser Beispiel nutzen wir ein Stück Hals vom Kalb. Das Fleisch abwaschen und mit grobem Meersalz und Rohrzucker von beiden Seiten großzügig bestreuen. In eine Schale geben und abdecken. Nun sollte das Fleisch mindestens 4 Stunden im Kühlschrank durchziehen, man kann es aber problemlos auch über Nacht einlegen. Die Salz-Zucker-Mischung würzt das Fleisch, beugt Austrocknung vor und lässt es später noch zarter werden.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEinige Stunden vor dem Essen (bei einem Stück Fleisch von einem Kilo sollte mit 5 bis 6 Stunden gerechnet werden, bei weniger entsprechend kürzer) das Fleisch gut abspülen, trocken tupfen und in ein hohes, schmales Gefäß geben. Ideal eignen sich zum Beispiel große Marmeladengläser oder Ähnliches.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMit Olivenöl Extra Vergine auffüllen, bis das Fleisch komplett bedeckt ist.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eKeine Panik wegen des vielen Öls, man kann es später weiterverwenden\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWer jetzt wegen des Ölverbrauchs in Panik gerät, kann sich wieder entspannen: Zum einen ist die benötigte Menge beim Einsatz eines schmalen Gefäßes überschaubar, zum anderen kann man das Öl später noch weiterverwenden. Etwa, um darin Bratkartoffeln zuzubereiten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEinen angedrückten Rosmarinzweig, ein paar Lorbeerblätter und Fenchelsamen ins Öl geben. Den Backofen auf ca. 120 Grad aufheizen und das Glas hineinstellen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eHier darf es nun einige Stunden bleiben. Nach 4 Stunden kann man probieren, ob das Fleisch gar ist. Fleisch aus dem Öl nehmen, abtropfen lassen und entweder im Ganzen oder in Scheiben servieren.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDazu passen ein paar Tropfen Aceto Balsamico Tradizionale und gebratene \u003ca href=\"\/products\/kartoffelwuerfel\"\u003eKartoffelwürfel\u003c\/a\u003e. Auch Gemüse kann man übrigens auf diese Weise sehr schonend und aromatisch zubereiten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003ePS: Eine übrigens ebenfalls sehr spannende Zubereitungsmethode, die ihre Brillanz großen Mengen von Olivenöl verdankt, ist der \u003ca href=\"\/products\/manzo-allolio-di-rovato\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"\u003eManzo all'Olio di Rovato.\u003c\/a\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789699010828,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/splendido-konfiertes-fleisch_caf8c68e-a82d-4076-af1d-965b7e7bce5c.jpg?v=1778533335"},{"product_id":"bollito-mit-mostarda","title":"Rezept: Bollito mit Mostarda","description":"\u003cp\u003eEine der spektakulärsten Varianten Früchte zu konservieren stammt aus der norditalienischen Pianura Padana. Die in Zuckersirup und scharfer Senfessenz eingelegten und Mostarda genannten Früchte begegnen einem zwischen Piemont und Veneto in jedem Feinkostladen. Mit ihrem leicht glasigen Aussehen und ihren leuchtenden Farben sind sie eine Zierde, die es mit der Schönheit von Murano-Glas aufnehmen kann. Mal sind sie scharf (logisch, Senfessenz), mal bloß mild und süß.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eIm Bollito mit Mostarda finden die Senffrüchte zum Siedfleisch\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWie den französischen Feigensenf serviert man die Früchte traditionell zu Käse, würzt damit aber auch Pastafüllungen oder eben: Fleisch. Befremdlich? Kein bisschen. Denn dass gerade Fleisch oft nach einem süßen Gegenspieler verlangt, weiß jeder, der Wild schon einmal mit Preiselbeermarmelade gegessen hat oder Porchetta mit karamellisierten Zwiebeln.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDer Bollito ist ursprünglich ein Gericht für große Festtags-Runden. In einem Bollito Misto kamen ursprünglich viele verschiedene Fleischteile zahlreicher Tiere zusammen: Huhn, Taube, Rind, Kaninchen, Wildschwein, je nachdem, was aufzutreiben war. Auch Würste gehören klassischerweise in einen Bollito Misto. Dazu gab es je nach Region gedämpftes Gemüse und Salsa Verde oder eben Mostarda, manchmal sogar beides.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEs spricht allerdings nichts dagegen, einen einfachen Bollito di Manzo aus Rindfleisch für eine kleinere Runde zuzubereiten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Rezeptur ist einfach, es bedarf bloß etwas Zeit. Wasser aufsetzen, Würzgemüse, Gewürze und Salz hineingeben. Aufkochen und simmern lassen, bis eine aromatische Brühe daraus geworden ist. Fleisch währenddessen mit Küchengarn in eine kompakte Form binden. Ist die Brühe aromatisch genug, Fleisch hineinlegen. Hitze reduzieren, sodass das Fleisch in der heißen Brühe mehr zieht als kocht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eJe nach Größe zwei bis drei Stunden ziehen lassen, bis alle Teile durch und durch betörend zart geworden ist.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eHerausnehmen, in beliebig dicke Scheiben schneiden und zu Senffrüchten servieren.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDie Fleischmischung ist genauso frei zu variieren wie die Beilagen\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWer möchte, kann zusätzlich eine \u003ca href=\"\/products\/gruenes-genie\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"\u003eSalsa Verde\u003c\/a\u003e reichen: Dafür viel frische Petersilie mit Olivenöl, Sardellen, Knoblauch, Zitronensaft und Semmelbröseln zu einer sämigen Paste pürieren und abschmecken\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789699535116,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Bollito_4c860531-ae85-4492-9a9c-8d5d629934ec.jpg?v=1778533350"},{"product_id":"geschmorte-rindsbaeckchen","title":"Rezept: Geschmorte Rindsbäckchen","description":"\u003cp\u003eMan kennt diese Zubereitung für geschmorte Rindsbäckchen vor allem im Piemont, wo man nicht nur auf reichhaltige, mit viel Butter und Käse zubereitete Kartoffelpüree-Varianten spezialisiert ist (weil sie zum Beispiel auch das ideale Bett für ein pochiertes Ei mit weißen Trüffeln bieten), sondern auch die schönsten Weine zum stundenlangen Schmoren von Fleisch parat hat.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn vielen Teilen der Lombardei und der Emilia findet man dieses Gericht ebenfalls häufig auf Speisekarten. Es eignet sich wunderbar für winterliche Feiertage.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eGeschmorte Rindsbäckchen: Perfekt für winterliche Feiertage\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Rindsbäckchen über Nacht marinieren. Dafür Knoblauch, Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Rotwein, Lorbeerblatt, Thymianzweig, Salbeiblätter, Zimtstange, Nelken, Salz, Pfefferkörner und etwas geriebene Muskatnuss in eine Schale geben und das Fleisch hineinlegen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAngemessene Weine wären etwa Barolo, Amarone oder Nebbiolo.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eAm nächsten Tag die Bäckchen aus der Marinade nehmen, in Mehl wälzen und in einem Gusseisentopf in etwas Olivenöl scharf anbraten. Die Marinade dazugießen und bei geschlossenem Deckel gut zwei bis drei Stunden schmoren lassen. Hin und wieder umrühren und falls nötig, etwas Wasser und Wein angießen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDanach erneut, aber diesmal ohne Deckel, eine Stunde einköcheln lassen. Gewürze entnehmen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eKein Kartoffelpüree ist besser als das italienische\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eWährend das Fleisch schmort, Kartoffeln in der Schale kochen. Pellen. Mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken und unter Zugabe von großzügig fetter Milch und Butter, fein geriebenem Parmigiano Reggiano und etwas geriebener Muskatnuss so lange stampfen und rühren, bis ein glänzendes und fluffiges Püree entstanden ist. Mit Salz abschmecken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBäckchen samt Sud auf dem Kartoffelpüree anrichten und zum restlichen Rotwein genießen\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789699567884,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Splendido-Kalbsbaeckchen_96879381-ebdd-4870-a13f-0ebb0d5e4322.jpg?v=1778533351"},{"product_id":"saltimbocca-alla-romana","title":"Rezept: Saltimbocca alla Romana","description":"\u003cp\u003eAch, Saltimbocca! Der überaus appetitliche, hauchdünn geklopfte römische Secondo springt vom Teller direkt in den Mund, schmilzt dort und macht abhängig. So verrät es schon sein Name (auf Deutsch bedeutet der Begriff etwa: \u003cem\u003eHüpf in den Mund\u003c\/em\u003e). Die Saltimbocca alla Romana kommt völlig ohne all die Dinge aus, für die die italienische Küche in den letzten Jahrzehnten so berühmt geworden ist. Keine Pasta, kein Olivenöl, kein Gemüse, kein Käse. Stattdessen Butter, Fleisch und Schinken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eOb die Saltimbocca ihren Ursprung allerdings wirklich in der römischen Küche hat, weiß niemand so genau. Die Bezeichnung \u003cem\u003ealla Romana\u003c\/em\u003e deutet zunächst darauf hin. Da es aber in Italien so gut wie keine weiteren Gerichte mit dem Namen Saltimbocca gibt, scheint diese Differenzierung unnötig. Die Zutaten sind jedenfalls keineswegs typisch römisch: Rohschinken verortet man eher nördlich der Hauptstadt und römische Fleischgerichte bestehen meist aus den unbeliebten Teilen des Rinds und nicht aus zarten Schnitzeln. Einer Theorie nach stammt die Idee, Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei zu garen sogar aus Brescia, damals an der Grenze zwischen dem Lombardischen und Venezianischen Raum gelegen, und wurde von der Ende des 19. Jahrhunderts sehr beliebten \u003cem\u003eTrattoria Le Venete\u003c\/em\u003e in Rom eingebürgert.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDie Zubereitung ist so einfach, dass sie prädestiniert scheint für zahlreiche Varianten der Verhunzung. Zu einem schönen Fallbeispiel für derlei Tragödien später, zuerst bitte unbedingt das Originalrezept einprägen.\u003c\/p\u003e\u003ch2\u003eSaltimbocca alla Romana, so geht das Originalrezept:\u003c\/h2\u003e\u003cp\u003eKalbsschnitzel (z.B. aus der Hüfte) mit dem Fleischklopfer oder der flachen Rückseite einer Bratpfanne möglichst dünn klopfen. Jeweils eine dünne Scheibe luftgetrockneten (!) Rohschinken (möglichst Stücke mit eher höherem Fettanteil wählen) und ein frisches Salbeiblatt mit einem Zahnstocher auf der Oberseite des Fleischs befestigen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eJedes Schnitzel kurz auf der Unterseite bemehlen. Dafür einen Teller mit Mehl bereitstellen und die Fleischstücke kurz auf das Mehl drücken. Die Stärke des Mehls sorgt später für die Bindung der Soße in der Pfanne.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eIn einer Pfanne Butter schmelzen und die Schnitzel hineingleiten lassen. Wenige Minuten nur von der Unterseite braten. Einen großzügigen Schuss Weißwein dazugeben, die Pfanne gut rütteln und mit einem Deckel verschließen, damit im heißen Dampf auch die Oberseite genug Hitze abbekommt.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNach einer Minute den Deckel kurz anheben und mit einem Löffel von dem Sud auf der Oberseite des Fleischs verteilen. Das beugt der eventuellen Austrocknung vor und sorgt für noch mehr Geschmack. Das Fett des Schinkens verschmilzt mit dem Fleisch und die Aromen verteilen sich im Sud.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFleisch aus der Pfanne nehmen und abgedeckt auf einem vorgewärmten Teller warm halten. Den Bratensatz schnell mit einem Holzlöffel vom Pfannenboden lösen und zusammen mit der noch übrigen Flüssigkeit zu einer Soße einkochen lassen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNur wenn nötig etwas Wasser hinzugeben, sodass eine nur leicht angedickte Soße entsteht. Das Schnitzel sofort zusammen mit ein wenig der eigenen Soße servieren. Als Contorno eignen sich separat serviert Kartoffelpüree oder grüne Bohnen mit etwas Butter.\u003c\/p\u003e\u003ch2\u003eSo einfach, so gut, dass es bitte keine Verhunzung braucht\u003c\/h2\u003e\u003cp\u003eSo einfach, so gut, oder? Dann noch eben Bühne frei für die Verhunzug dieses Klassikers aus einem zumindest seinem Namen nach italienischen Lokal im Münchner Umland: Auf der Karte noch als Saltimbocca alla Romana angepriesen kommt an den Tisch, Trommelwirbel: Ein zähes, noch dazu daumendickes Schweineschnitzel, ertränkt in literweise nach Tütensuppe schmeckender Champignon-Sahne-Weißwein-Soße auf einem riesigen Haufen mit Balsamico abgelöschten zerkochten bunten Grillgemüse. Irgendwo darunter waren dann auch noch etwas Speck und ein Salbeiblatt zu finden, doch eine halbe Gabel dieser mutigen Interpretation reichte, damit die den Tränen nahen Esser widerwillig das Geld auf den Tisch legten, aufstanden und niemals wiederkehrten.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789700190476,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Saltimbocca_01_902bcd41-e4a2-4815-92ba-db8de2be3482.jpg?v=1778533368"},{"product_id":"seeteufel-mit-orangensauce","title":"Rezept: Seeteufel mit Orangensauce","description":"\u003cp\u003eOkay: Fischfilets vom Seeteufel, Zander, Steinbeißer, Wolfsbarsch oder Heilbutt eignen sich hier mit ihrem weißen festen Fleisch genauso gut. Hauptsache ein schönes, frisches Filet. Und gute unbehandelte Orangen. Schon ist wieder ein Rezept gekocht, das zeigt, wie einfach gute Küche geht.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSchneller Seeteufel mit Orangensauce? So einfach geht's\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDen Fisch unter frischem Wasser abspülen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.\nMehl in einen Teller geben, und den Fisch darin gut wenden, bis dass er von allen Seiten mit Mehl benetzt ist. Die Orange mit dem Sparschäler schälen, dann beide Hälften auspressen. Saft und Schalen neben der Pfanne bereit stellen. Weißwein oder Wasser vorhalten. Ein großzügiges Stück Butter gemeinsam mit einem großzügigen Schluck Olivenöl in der Pfanne schmelzen, damit der Fisch nachher schön braten kann (das Olivenöl erhöht den Rauchpunkt der Butter und sie wird nicht so schnell braun).\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eDen Fisch in das heiße Fett geben und bei sanfter Hitze anbraten.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eNach kurzer Zeit wenden, von der anderen Seite kurz anbraten, dann einen Schluck Weißwein und den Orangensaft angießen, außerdem die Schalen dazu geben. Die Pfanne gut rütteln, damit sich alles etwas verbindet, dann der Pfanne den Deckel aufsetzen und auf sanfter Hitze einige Minuten garen lassen.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDer perfekte Gargrad von Fisch erfordert zwar etwas Fingerspitzengefühl, ist aber schnell erlernt\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eHier braucht es Sorgfalt, etwas Erfahrung und Beobachtungsgabe: der Fisch soll nicht totgegart werden, sondern perfekt auf den Punkt gebraten sein, und das bedeutet: innen soll er zwar gerade so gar, aber noch leicht glasig und vor allem saftig und zart bleiben. Je nach Fisch und Größe und Durchmesser des Fischfilets dauert das unterschiedlich lang, für gewöhnlich aber zwischen fünf und zehn Minuten. Wer sich unsicher ist, kann zwischendurch mal ein Thermometer hineinstecken: zwischen 55° und 58° C müsste der Fisch perfekt glasig geraten, ab 62° wird er allmählich trocken.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eErneut die Pfanne gut rütteln, damit sich die Flüssigkeiten gut verbinden, dann den Fisch auf Tellern anrichten und mit Soße begießen und sofort genießen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789700681996,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/Insta-64_0e5c5dde-a4fd-45a8-982c-8f488b36fe11.jpg?v=1778533379"}],"url":"https:\/\/shop.splendido-magazin.de\/collections\/rezepte-speisekarte-secondi.oembed","provider":"SPLENDIDO","version":"1.0","type":"link"}