{"product_id":"vellutata-verde","title":"Rezept: Vellutata verde","description":"\u003cp\u003eIn der Splendido-Küche werden eigentlich aus Prinzip keine pürierten Suppen serviert. Der Begriff „Cremesuppe“ ist uns ein ähnliches Gräuel, wie die daran geknüpften Kindheitserinnerungen: Stundenlang auf runden Geburtstagen entfernter Verwandter in vergilbten Landgasthöfen herumsitzen und überlegen, wie man das aromatisch wie optisch völlig egalisierte Etwas im Suppenteller am elegantesten verschwinden lassen könnte.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWenn wir hier also eine einfarbige Suppe vorschlagen, für deren Verzehr man keinen einzigen Zahn mehr braucht, muss sie wirklich gut sein. Unsere Liebe zu ihr haben wir über Umwege entdeckt, als wir auf einem Spiegel ebendieser Vellutata einige gefüllte Tortelli anrichten wollten.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eDiese Vellutata plus das erste Olivenöl der Saison – ein Aromenfest mit alljährlichem Wiederholungspotenzial\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eDie Vellutata schmeckte uns jedoch auch ohne die frische Pasta so überraschend gut, dass wir sie seither regelmäßig kochen, sobald beim Gemüsehändler im Winter die ersten Bund Schwarzkohl und Cima di Rapa auftauchen und wir im Besitz des ersten erntefrischen Olivenöl des Jahres sind. Die grünscharfen Noten beider Komponenten potenzieren sich zum Superlativ – ein Aromenfest mit alljährlichem Wiederholungspotenzial.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eEs reicht, zur Suppe etwas geröstetes Weißbrot zu servieren. Aber auch ein Laib guter Pecorino in der Mitte des Tischs ist sicher nicht verkehrt. Natürlich kann man es auch wie wir einst machen, und die Vellutata als Spiegel unter frisch geformten Tortelli anrichten. \u003c\/p\u003e\u003cp\u003eWir bleiben jedoch dabei, dass diese Suppe durchaus eine Hauptrolle verdient.\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eSo geht's\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eAn die Arbeit: Jeweils einen schönen Bund Schwarzkohl und Cima di rapa besorgen. Die Blätter sollten straff und knackig sein. Schwarzkohl bekommt man in Deutschland in den Wintermonaten mittlerweile in jedem Bioladen, für Cima di Rapa (oft auch als Stängelkohl verkauft) braucht man mancherorts noch immer einen besser sortierten Gemüsehändler. Die Suppe schmeckt aber auch mit nur einer der beiden Gemüsesorten sehr gut. Außerdem eine Stange Lauch und ein paar schön gelbfleischige, festkochende Kartoffeln einkaufen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eVon den Cime di Rapa nur die holzigsten Stellen ihres Strunks entfernen und diese entsorgen. Alles andere kann man essen. Die Schwarzkohlblätter hingegen sollte man jeweils von ihren zähen Mittelsehnen befreien. Das geht unkompliziert, in dem man jedes Blatt mit einer Hand am dickeren Ende festhält und mit der anderen Hand das Blattwerk vom Stiel abstreift. Die nackten Stiele entsorgen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eBlätter beider Kohle grob hacken und beiseitestellen. Auch den Lauch seines Strunks entledigen, außerdem die oft etwas trockenen äußeren Blätter abziehen. Die so präparierte Stange in feine Ringe schneiden. Die Kartoffeln schälen und würfeln. Altes Weißbrot würfeln (oder in Ermangelung desselben entweder frisches Brot toasten oder im Ofen austrocknen lassen).\u003c\/p\u003e\u003ch3\u003eVorsicht mit der Menge von Brühe oder Wasser, die Suppe darf nicht verwässern\u003c\/h3\u003e\u003cp\u003eIn einem Topf Olivenöl erhitzen und den Lauch darin sanft anbraten. Er sollte keine Farbe bekommen, aber schön weich und süß geraten, etwa so, wie geschmolzene Zwiebeln. Dann die gewürfelten Kartoffeln dazugeben, etwas mitgaren lassen und schließlich auch die Kohlblätter und das Brot in den Topf geben.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMit etwas Gemüsebrühe oder Wasser behutsam angießen. Die Flüssigkeit sollte gerade ausreichen, um das Gemüse zu garen, den Kohl aber nicht vollständig bedecken. Die Vellutata würde sonst zu wässrig. Lieber mit zu wenig Wasser oder Brühe anfangen und im Zweifel später nachgießen.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eSalzen und pfeffern und gut zwanzig Minuten auf sanfter Hitze unter gelegentlichem Rühren vor sich hin köcheln lassen. Mit einem guten Mixer danach den Topfinhalt zu einem feinen Brei pürieren. Je nach Potenzial des Mixers kann man die Vellutata danach auch noch einmal durch ein feines Sieb drücken, damit sie ihrem samtigen Namen auch wirklich alle Ehre macht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eFinal abschmecken und eventuell vor dem Servieren erneut erwärmen. Auf dem Teller mit einem großzügigen Filo d’olio schmücken und jeden Löffel der grünen Aromenvielfalt genießen.\u003c\/p\u003e","brand":"SPLENDIDO","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54789693047052,"sku":null,"price":0.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0246\/9180\/2208\/files\/vellutata_verde_splendido_f95f6a99-6982-495d-9b7e-79ff9a724707.jpg?v=1778533173","url":"https:\/\/shop.splendido-magazin.de\/products\/vellutata-verde","provider":"SPLENDIDO","version":"1.0","type":"link"}