Eine Pizza mit marinierten Zucchini
Zucchini
Knoblauch
Basilikum
Thymian
Zitrone
Pfeffer
Olivenöl Extra Vergine
Wir schreiben bei Splendido viel über die Klassiker der italienischen Küche. Über Antipasti, Pasta, Secondi und Süßspeisen. Doch eines der beliebtesten und bekanntesten italienischen Gerichte sparen wir viel zu häufig aus: Die Pizza. So wirklich macht das keinen Sinn, denn immerhin gehören unsere beiden Texte über Pizzateig für Geduldige und Ungeduldige zu den seit jeher meistgelesenen auf unserer Seite. Trotzdem überlassen wir Pizza am liebsten denen, die es wirklich meisterlich können und gehen sie fast ausschließlich auswärts essen.
Öfter gab es bei uns Pizza, als wir für kurze Zeit einen kompakten Holzofen besaßen, der schnell aufheizt und die nötige Temperatur von fast 500° C in weniger als 20 Minuten erreicht. Inzwischen haben zahlreiche Hersteller das Prinzip übernommen, wer also wirklich regelmäßig und dank eigenen Gartens Pizza backen möchte, muss sich nur so ein Ding anschaffen.

Aber auch für den Backofen in der Küche gibt es Alternativen. Beheizbare Pizzasteine eignen sich ganz gut. Sie besitzen eine eigene Wärmequelle und schafft so immerhin konstante 300°C, die eine Pizza auch in wenigen Minuten backen. Offiziell sollte sie im besten Fall natürlich nicht länger als 90 Sekunden in der Hitze brauchen.
Eine Variante: Pizza mit Zucchini
Während ich übrigens in so gut wie jeder Pizzeria zwischen München und Neapel konsequent Pizza Margherita bestelle, experimentiere ich zuhause gerne mit verschiedenen Varianten. Neulich habe ich zum Beispiel dieses Exemplar mit marinierten Zucchini gemacht.
Zucchini gibt es bis in den Spätsommer in rauen Mengen. Sie haben leider die Eigenschaft, nicht zu den geschmacksvollsten Gemüsesorten zu gehören. Wenn man sie allerdings scharf in viel Fett brät (fast frittiert) oder mariniert (oder am besten scharf und fett brät und mariniert), entlockt man ihnen neue Geschmackswelten.
Los geht's: Ein paar Stunden oder auch am Vortag vor dem eigentlichen Einsatz auf der Pizza die Zucchini in dünne Streifen schneiden und in gut Olivenöl in der Pfanne kräftig anbraten. Das Gemüse sollte wie gesagt deutlich Farbe bekommen, denn genau diese Röstaromen befreien die Zucchini von ihrer Langeweile.
Dann in einer Schale mit besten Olivenöl, etwas fein geschnittenen Knoblauch, Thymianblättern, Pfeffer, Salz und dem Abrieb einer Zitrone ziehen lassen. Am besten für mehrere Stunden oder sogar über Nacht.
Wenn der Ofen dann aufgeheizt ist, und der Pizzateig bei Zimmertemperatur dünn ausgezogen, diesen mit einer Schicht Käse bedecken. Wir haben für unsere Pizza Stracchino benutzt, den leicht säuerlichen jungen Frischkäse, der zum Beispiel auch die artverwandte Focaccia di Recco schmückt. Aber auch eine dünne Schicht Mozzarella, eventuell sogar gemischt mit etwas geriebenem Parmigiano Reggiano, kann hervorragend funktionieren.
Zum Schluss die dünnen Zucchinistreifen mit ein wenig der gewürzten Öls darübergeben. Dann im heißen Ofen backen bis die Pizza angenehm Farbe bekommt. Mit frischen Basilikumblättern versehen und sofort servieren.