Pizzateig für Ungeduldige
Nichts ist schöner, als einen tagelang gereiften Hefeteig endlich seiner Bestimmung zuzuführen. Endlich kommt zusammen, was zusammen gehört und das feine Aroma kann sich im heißen Ofen entfalten. Leider hat man aber nicht immer eine knappe Woche Zeit fürs Abendessen. Gerade die Lust auf Pizza entsteht oft sehr spontan. Dann sollte es schnell gehen, zumindest so schnell wie möglich, denn ein bisschen Ruhe braucht auch der Pizzateig für Ungeduldige.
Um trotz des beschleunigten Reifeprozesses das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, benutze ich wenn es schnell gehen muss, eine Mischung aus verschiedenen Mehlen. Außerdem verwende ich Trockenhefe. Die hat man immer zuhause.
Dieses Pizzateig-Rezept ist sehr einfach, man kann es Schritt für Schritt nachmachen und es gelingt immer.
Aller Pizzateig-Anfang ist leicht
Damit wir nicht so lange auf ein Ergebnis warten müssen, machen wir zunächst eine kleine Menge Vorteig. In diesem kann die Hefe schon anfangen zu arbeiten und hat es später nicht mehr so schwer mit den restlichen Zutaten.
Dafür mische ich ein paar Teelöffel Mehl mit dem Inhalt einer halben Tüte Trockenhefe, gebe eine Prise Zucker hinzu (davon ernährt sich die Hefe und er hilft ihr schnell aktiv zu werden) und verrühre alles mit etwas lauwarmem Wasser glatt.


Ich decke die Schale ab und lasse sie für eine halbe Stunde an einem warmen Ort stehen. In dieser Zeit beginnt die Hefe ihre Arbeit. Durch die geringe Menge an Mehl und die Zugabe des Zuckers dauert das nicht lange. Etwas später hat sich die Schale schon mit einer cremigen, blasenschlagenden Mehl-Mischung gefüllt, die Grundlage für unseren Pizzateig.

Nicht nur Kneten braucht Zeit…
Diese gebe ich nun zum restlichen Mehl, mische noch etwas Salz hinzu und - bei Bedarf - einen Schuss Olivenöl. Das gibt Geschmack und macht den Pizzateig geschmeidig.
Unter Zugabe von lauwarmem Wasser beginne ich nun, alles zu einem glatten, elastischen Teig zu verkneten. Für die hier benutzten 250 Gramm Mehl, benötige ich ca. 140 ml Wasser.
Genau wie beim Pizzateig für Geduldige ist auch hier der Knetprozess entscheidend. Er bleibt einem leider nicht erspart, man sollte sich dafür genügend Zeit nehmen und bestenfalls sogar Freude dabei entwickeln.
Den Pizzateig lieber etwas länger kneten und sich erst mit dem Ergebnis zufrieden geben, wenn sich die Masse wirklich weich anfühlt. Das ist aber auch schon das Einzige, was bei der Herstellung dieses Teigs Anstrengung voraussetzt.



…das Reifen auch
Nun kommt der Pizzateig in eine Schüssel, wird gut zugedeckt, damit er nicht austrocknet und warm gelagert. Sehr gut eignet sich dafür die Tassenablage der Espressomaschine, ein Ort auf dem warmen Fensterbrett oder vor der Heizung.
Nach ein bis zwei (je länger, desto besser) Stunden, ist der Pizzateig um das Doppelte aufgegangen und steht bereit für die weitere Benutzung. Möchte man also abends Pizza essen, ist es völlig ausreichend mit der Teigarbeit am frühen oder sogar späten Nachmittag zu beginnen. Durch die Verwendung der Mehlmischung ist das Ergebnis zwar nicht mit einem lange gereiften Hefeteig zu vergleichen, aber trotzdem besser als vieles, was man in der durchschnittlichen Pizzeria serviert bekommt.
