• Einfacher Kartoffelgratin mit Rosmarin
Rezept

Einfacher Kartoffelgratin mit Rosmarin

Von Mercedes
Am Beispiel des Kartoffelgratins lässt sich Entscheidendes über das Leben lernen.

Zutaten

komplett

wie man es tut.

italienischen Kochvideo

Kartoffelpüree

Ich hätte gerne eine Kolumne mit dem Titel „Man sollte viel öfter…“. Darin würde ich ungeniert die unoriginellsten Tätigkeiten loben. Ich würde schreiben, dass man öfter ins Museum gehen sollte, in die Stadtbibliothek, ins Schwimmbad, zu öffentlichen Vorträgen. Dass man öfter grundlos Telefongespräche führen müsste, Mittagsschlaf halten, in die Sauna gehen. Und Kartoffelgratin machen, überhaupt Gratins. Irgendetwas daran, Zutaten in eine Form zu schichten und alles weitere dem Ofen zu überlassen ist extrem beglückend.

Die beste Kartoffelberatung bekommt man auf dem Viktualienmarkt

Es lohnt sich, im eigenen Umland etwas Kartoffelrecherche zu betreiben. Eine der besten Kartoffelberatungen in München bekommt man auf dem Viktualienmarkt, zum Beispiel bei den Betreibern des Kartoffelstands Caspar Plautz. Rund um München gibt es aber auch sehr gute Kartoffeln direkt ab Hof in Ismaning. Man muss sich nur an den vielen „Kartoffeln und Kraut“-Straßenschildern orientieren. Und wenn man schon mal da ist, sollte man auch das echte Ismaninger Kraut kaufen, das gerade in die "Arche des Geschmacks" von Slow Food aufgenommen wurde.

Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zwei Zweige frischen Rosmarins in Salzwasser geben und darin auch die Kartoffeln kochen, allerdings nicht ganz gar. Sie sollen nicht zerfallen, jedenfalls nicht schon vor ihrem Eintritt in die Gratinform.

In dem Rosmarinwasser köcheln sie nun wie in einem Tee, was ihnen ein ausgezeichnetes Aroma verleiht. Den Boden einer Gratinform mit flüssiger Butter einpinseln und mit einer halbierten Knoblauchzehe ausreiben.

Mit der Butter sparsam umgehen

Frische, angedrückte Rosmarinnadeln einstreuen und die erste Lage Kartoffelscheiben drüberlegen. Sparsam flüssige Butter darüber träufeln, wieder Rosmarinnadeln, dann sehr dünne Scheiben Fontinakäse darüber schichten und etwas geriebenen Parmigiano Reggiano. Wieder Kartoffelscheiben, wieder Butter, Rosmarin, Fontina, Parmigiano Reggiano.

Das Prinzip so oft wiederholen, wie es die Gratinform erlaubt.

Die letzte Schicht schließt mit Fontina und Parmigiano Reggiano ab. Mit der Butter unbedingt sparsam umgehen, sonst wird es zu fett, der Käse leistet ja auch noch seinen Beitrag.

In den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen geben, auf Grill umschalten und direkt unter dem Grill gratinieren bis der Käse goldbraun ist. Abkühlen lassen und unbedingt lauwarm essen, denn Gratins schmecken immer am besten lauwarm.