Artischocken sind eines der vielseitigsten Gemüse überhaupt – und wer sie noch nie roh gegessen hat, sollte das dringend nachholen. Zum Beispiel in dieser Variante.
Wie in ländlichen italienischen Gegenden oft üblich, reicht ein Überbegriff zur Beschreibung eines Lebensmittels oft schon aus: Die Radici amare lassen sich roh, gekocht oder in Öl zubereiten und sind eine außergewöhnliche Vorspeise.
Dieses bäuerliche Resteessen aus altem Brot und Tomatensugo ist so gut, dass man sich beim Einkaufen frischen Brotes ertappt, nur um es für dieses Gericht alt werden zu lassen.
Vorschlag zur Erholung: Einen Tag im Gemüsebeet verbringen. Geht auch ohne eigenes Gemüsebeet. Man braucht lediglich helle, zarte, junge, kleine Zucchini, etwas Brot und kühlen Weißwein.
Man hätte es sich denken können: Kombiniert man zwei der interessantesten Gemüse, wird auch das Ergebnis doppelt so gut. So wie bei dieser Vorspeise aus Radicchio und Puntarelle.
Radicchio mit Parmigiano Reggiano überbacken gibt eine exzellente Vorspeise ab. Sie ist so einfach zubereitet, dass selbst das Öffnen eines Tiefkühlpizzakartons mehr Arbeit bedeutete.
Man muss ja nur drauf kommen: Karamellisierter Fenchel ist ein geschmackliches Fest und ergibt gemeinsam mit dem bitteren Chicorée und gerösteten Nüssen eine perfekte Vorspeise.
Die Minextra ist eine der schönsten Arten Gemüse zu servieren. Erdacht von Gualtiero Marchesi, einem der größten Köche Italiens. Und sie ist so schnell zubereitet, dass die Wartezeit auf das Abkühlen noch das Anstrengendste daran ist.
Am besten isst sich dieser Blumenkohl-Salat mit Dill und Kapern im warmen Gras. Und wer eine Flasche kalten Sancerre im Kühlschrank hat, die er dazu öffnen kann, muss sich für ein paar Minuten über wirklich gar nichts mehr Gedanken machen.
Wer Hunger hat, kann nicht arbeiten, aber wer keine Zeit hat, kann nicht kochen. Und dann? Rettet einem dieser Tomatensalat das Leben. Er ist in dreieinhalb Minuten zubereitet.
Der Radicchio dell'Orso hat mit dem uns bekannten Radicchio nichts zu tun. Er ist ein wild wachsender Strunk, der sich in den Ausläufern der Alpen und auch dort nur in Höhen um die 2000 Meter findet und dessen Erntezeit sich auf wenige Wochen im Jahr beschränkt.
Kein Gemüse macht mehr Arbeit als die Karde. Sie ist alle Mühen wert. Und im Ofen in Tomatensoße gratiniert, ist sie ein klassisches, italienisches Winteressen.
Auch, wenn es das Restaurant schon lange nicht mehr gibt: Diese Karotten mit Balsamico und Minze gehören zu den besten Vorspeisen, die jemals auf einer Speisekarte standen.